KONSUMENT.AT - Handystrahlung und Elektrosmog - Zelle kann Schäden reparieren

Handystrahlung und Elektrosmog

Wacher, müder, vergesslicher

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KONSUMENT 11/2016 veröffentlicht: 21.09.2016, aktualisiert: 25.11.2016

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Handystrahlung und DNA im Labor

Der wohl umfangreichste Teil der AUVA-Studie. Darin wurden verschiedene Zell-Linien der UMTS-Mobilfunkstrahlung ausgesetzt und es wurde untersucht, ob diese zur Schädigung der DNA führt. Ergebnis, wie es sich auch schon in anderen Untersuchungen zeigte: Es gibt Zellen, die lässt das völlig kalt (etwa ruhende Lymphozyten), andere reagieren heftig.

Zelle kann Schäden reparieren ...

In der AUVA-Untersuchung waren die Wildlinge Glioblastom-Zellen (Glioblastom = häufigster bösartiger Hirntumor). Setzt man sie für 6 Stunden der Mobilfunkstrahlung aus passiert gar nichts. Längere Expositionszeiten führen aber durch Oxidation zu bedeutenden DNA-Schädigungen (Läsionen) in Form von DNA-Brüchen, das Erbgut „zerbröckelt“. Die Zelle muss ihren Reparaturmechanismus anwerfen. Der funktionierte unter Laborbedingungen auch: Zwei Stunden nach der Bestrahlung waren die meisten Zellen wieder repariert.

... aber wie oft?

Das bedeutet, „dass die große Mehrheit der … DNA-Brüche durch die Zelle repariert werden kann“, schreibt Prof. Dr. Wilhelm Mosgöller, fährt aber fort: „In diesem Zusammenhang sind allerdings Hinweise auf die Möglichkeit der Akkumulation [Anhäufung, Anm.] kleinster aber dauerhafter DNA-Schäden bedeutsam.“

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Kommentare

  • Vermag die Mobilfunk-Lobby sinnerfassend zu lesen?
    von NETclub50plus am 21.09.2016 um 19:57
    Betrachtet man deren Presseaussendung (FMK, Forum Mobilkommunikation) zu diesem Thema, muss man das stark bezweifeln. Dort heißt es wörtlich: "Die gute Nachricht: Keine Wirkungen gefunden – selbst bei 16 stündiger Exposition." Zeigt doch schon der KONSUMENT-Artikel, dass eine ganze Reihe von Wirkungen auf allen Ebenen (kognitiv, zellulär) nachgewiesen wurde. Die 16 Stunden beziehen sich übrigens auf Zellversuche im Labor – an den Versuchspersonen wurde Veränderungen in den Zellen der Mundschleimhaut schon nach zweistündiger Exposition über fünf Tage nachgewiesen - und zwar noch Wochen später. Das unterschlägt die PR-Aussendung der FMK total. - Was die Zellreaktionen betrifft, wurde eine Vielzahl von Zelllinien untersucht, von denen nicht ALLE eine Reaktion auf die UMTS-Strahlung zeigen (was längst bekannt ist). Aus dieser Tatsache abzuleiten, es seien "keine Wirkungen" gefunden worden ist (freundlich gesagt) eine Verdrehung der Tatsachen, da beispielsweise Hirntumor-Zellen im Experiment besonders empfindlich reagierten. - Die Lobby zitiert aus der Studie: "Keine der gefundenen Wirkungen lässt den Schluss auf direkte gesundheitsschädliche Wirkungen zu." Der nächste, entscheidenden Satz fällt bei der FMK aber unter den Tisch: "Allerdings begründen sie ein potentielles Risiko für exponierte Personen." Denn neben den DIREKTEN Wirkungen mag es auch kumulative Effekte geben. EINE Zigarette hat noch niemanden umgebracht ("keine direkte Wirkung"), eine Schachtel pro Tag auf Dauer wohl schon. Und genau so mag es unter Umständen auch mit der Mobilfunkstrahlung sein. - Dass die PR-Maschinerie der Handy-Konzerne all das leugnet ist eine Beleidigung des Intellekts aller ihrer Kunden.