KONSUMENT.AT - Anti-Schimmel-Mittel - Hausmittel mit weniger Nebenwirkungen

Anti-Schimmel-Mittel

Weg mit dem Pilz

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KONSUMENT 3/2014 veröffentlicht: 27.02.2014

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20 Mittel im Test

Die Ursachenbeseitigung ist das eine. Dann gilt es auch noch, den Schimmelpilz zu ent­fernen, der sich bereits ausgebreitet hat. Ein Bekämpfungsmittel muss her. Doch welches? Alle 20 von der Stiftung Warentest getesteten Sprays und Lösungen können Pilze abtöten. Zu bedenken ist allerdings, dass die hypo­chlorithaltigen „chemischen Keulen“ und sonstigen Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide) im Test nicht nur den Schimmel, sondern auch die Atemwege der Anwender attackieren. ­Experten warnen besonders vor Fungiziden, da nicht auszuschließen ist, dass diese über lange Zeit in Innenräumen verbleiben.

Hausmittel die bessere Wahl

Eine bessere Wahl sind Hausmittel mit weniger Nebenwirkungen aus dem Drogerie­fachhandel, etwa Alkohol oder Wasserstoffperoxid. Brennspiritus und Isopropylalkohol wirken direkt und sofort. Danach verflüchtigen sich die Alkohole. Egal welches Mittel Sie benutzen: Nach der Behandlung sollte ausgiebig gelüftet werden. Wasserstoff­peroxid wird in Wasser und Sauerstoff um­gewandelt. Um einen besseren Effekt zu ­erzielen, sollten derartige Mittel allerdings nicht nur einmal, sondern mindestens zweimal auf die befallene Stelle aufgetragen ­werden. Damit die Flecken sich nicht erneut ausbreiten, muss zudem ein pilzfeindliches Klima geschaffen werden. Je trockener und wärmer die Wände sind, desto weniger Chancen haben die Mikroorganismen. An Problemstellen sorgen gute Anti-Schimmel-Farben dafür, dass die Bekämpfungsmaßnahmen nachhaltig sind.

Nicht täuschen lassen

Die Wirkung der getesteten Anti-Schimmel-Produkte ist fast ausnahmslos gut oder sehr gut. Andererseits sollte man sich nicht ­dadurch täuschen lassen, dass der Schimmelfleck nicht mehr zu sehen ist. Der Wirkstoff Natrium­hypochlorit etwa lässt die dunklen Flecken wie von Geisterhand innerhalb weniger ­Minuten verschwinden. Die Pilzsporen sind jedoch weiterhin vorhanden, sie werden nur durch die Bleichwirkung der chemischen ­Verbindung unsichtbar. Ein ähnlicher Bleicheffekt wird mit Wasserstoffperoxid erzielt. Da die Pilzreste weiterhin gesundheitsschädlich sind, ist es wichtig, sie nach der Behandlung möglichst vollständig zu entfernen. Also ­Fliesen abschrubben, stark befallene Tapeten und Silikonfugen erneuern. Aus gesundheit­lichen Gründen sollte man die Räume nach der Behandlung einige Stunden möglichst nicht betreten und 12 Stunden lüften.

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Kommentare

  • Vergleich Farben / PH-Wert / Produktdetails
    von wrmlefw am 01.04.2014 um 11:07
    Alpina Bad und Küchenfarbe sowie Schöner Wohnen Küchen und Badfarbe ist auf Kunstharzdispersion aufgebaut, jede dieser Dispersionsfarben ist ein guter Nährboden für Schimmelbildung im Vergleich mit Silikat ( 5% Organisch) oder Kalk welche einen PH-Wert über 10 haben, diese verhindern von Natur aus das Schimmelpilz-Wachstum durch den hohen PH-Wert. Bei den beiden oben genannten Farben ist kein PH- Wert zu finden. Für Konsumenten sollten diese und weitere wichtige Produktdetails angegeben werden. fg. Wurmhöringer