KONSUMENT.AT - Anti-Schimmel-Mittel - Testkriterien

Anti-Schimmel-Mittel

Weg mit dem Pilz

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KONSUMENT 3/2014 veröffentlicht: 27.02.2014

Inhalt

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat Anti-Schimmel-Mittel getestet.

Wirksamkeit

Bei Hausmitteln und anderen bekämpfend wirkenden Anti-Schimmel-Mitteln wurde die sporen­abtötende Wirkung in Anlehnung an DIN EN 1275: 2006 mit einer Suspension von Aspergillus niger nach 60-minütiger Einwirkzeit geprüft. Zusätzlich wurden auf mit handelsüblicher Wandfarbe gestrichenen Gipskartonplättchen Schimmelpilze (Aspergillus, Penicillium, Cladosporium, Aureobasidium) aufgetragen. Die be­wachsenen Prüfkörper wurden nach Anbieterangaben (inklusive Reinigung; siehe unten) behandelt und anschließend sieben Tage lang bebrütet. Danach wurde die zu beobachtende Wiederauskeimung beurteilt. Bei Farben und Farbzusätzen wurde deren vorbeugende Wirkung in Anlehnung an DIN EN 15457 auf Prüf­körpern (Filterpapier, Gipskarton) geprüft, die zunächst angestrichen und nach Trocknung mit einer Sporensuspension beimpft wurden. Nach Bebrüten über 21 Tage ­wurde der Bewuchs (zusätzliche Kontrolle nach 49 Tagen) bewertet.

Reinigungs- und Bleichwirkung

Bei Hausmitteln und anderen bekämpfend wirkenden Anti-Schimmel-Mitteln wurden im Rahmen der Wirksamkeitsprüfung die nach der Behandlung auf den gereinigten Gipskartonplättchen sichtbaren Rückstände und Verfärbungen geprüft.

Gesundheit und Umwelt

Gesundheitsrisiken: Beurteilung der Inhaltstoffe unter Berücksichtigung möglicher Fehl­anwendungen, unter anderem großflächig in kleinen, schlecht gelüfteten Wohn­räumen. Geruchsbelästigung: Beurteilung durch fünf Prüfpersonen im Rahmen der Handhabung (siehe unten). Außerdem beurteilten Experten Umweltbelastung (Auswirkungen auf Luft, Wasser und Abfall), Deklaration der Inhaltstoffe (unter anderem Mengenangaben) sowie Gefahrenhinweise (unter anderem Verwendung erforderlicher Warnsymbole und Sicherheitsratschläge).

Handhabung

Fünf Personen (zwei Fachleute und drei handwerklich begabte Laien) beurteilten Gebrauchsanleitung und Verwendungshinweise, unter anderem auf Vollständigkeit und Lesbarkeit. Werbeaussagen, die eine extrem lange Wirksamkeit versprechen, wurden durch ergänzende Prüfungen (siehe unten) auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Die fünf Prüfpersonen beurteilten die Anwend­barkeit: Bei den Hausmitteln und anderen bekämpfend wirkenden Mitteln erprobten sie vor allem das Auftragen auf die Fläche (z.B. mit Sprayflasche oder Pinsel) und die Verteilbarkeit auf der Oberfläche. Bei den Farben untersuchten sie vor allem Entnehmbarkeit, Auftragen und Verteilen auf der Fläche, Spritz- und Laufneigung sowie das Säubern der Arbeitsgeräte.

Ergänzende Prüfungen

Bei bekämpfend wirkenden Mitteln wurde untersucht, ob sie auch Vorbeugeeffekte ­aufweisen. Dazu wurden sie auf Gips­kartonplättchen angewendet, die mit fungizidfreier Wandfarbe gestrichen waren. Diese wurden getrocknet und einen Tag später mit Schimmelpilz­suspension besprüht. Nach dreiwöchiger Bebrütung bei 28 Grad auf Wasseragar in einem Prüfgefäß wurde kontrolliert, ob sich Bewuchs gebildet hatte.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
42 Stimmen

Kommentare

  • Vergleich Farben / PH-Wert / Produktdetails
    von wrmlefw am 01.04.2014 um 11:07
    Alpina Bad und Küchenfarbe sowie Schöner Wohnen Küchen und Badfarbe ist auf Kunstharzdispersion aufgebaut, jede dieser Dispersionsfarben ist ein guter Nährboden für Schimmelbildung im Vergleich mit Silikat ( 5% Organisch) oder Kalk welche einen PH-Wert über 10 haben, diese verhindern von Natur aus das Schimmelpilz-Wachstum durch den hohen PH-Wert. Bei den beiden oben genannten Farben ist kein PH- Wert zu finden. Für Konsumenten sollten diese und weitere wichtige Produktdetails angegeben werden. fg. Wurmhöringer