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Konsument 4/2000

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Konsument 4/2000 veröffentlicht: 26.08.2003

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Lücke im Minderjährigenschutz

Eine Studentin war von zuhause ausgezogen. Da sie Unterhaltszahlungen von ihren Eltern erwartete, eröffnete sie bei der P. S. K. ein Girokonto. Obwohl minderjährig und ohne Einkommen (eine Zustimmung der Eltern lag nicht vor), bekam die Studentin einen Überziehungsrahmen von 20.000 Schilling eingeräumt. Da die Unterhaltszahlungen ausblieben, konnte sie den Betrag nicht zurückzahlen und wurde von der P.S. K. geklagt. Das Gericht erklärte den Vertrag mit der P. S. K. zwar als unwirksam, die 20.000 Schilling musste die Studentin dennoch zurückzahlen. Begründung: Sie hatte damit – für sie nutzbringend – ihren Lebensunterhalt gefristet. Hätte sie das Geld sinnlos verschleudert, hätte sie nichts zurückzahlen müssen.

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