KONSUMENT.AT - Bio-Erde - Keine gesetzliche Regelung

Bio-Erde

Mit Torf?

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KONSUMENT 6/2021 veröffentlicht: 27.05.2021

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"Ich habe im Prospekt eines Diskonters von Bio-Erde mit Torf gelesen. Kann das wahr sein?" - Leser fragen und unsere Experten geben Antwort - hier Mag. Christian Undeutsch.

Christian Undeutsch (Bild: U. Romstorfer/VKI) Keine gesetzliche Regelung

Wir können Ihre Verwunderung verstehen. Aber dem Gesetz nach kann es so eine Bezeichnung wohl geben. Anders als beispielsweise bei Lebensmitteln ist bei Kultursubstraten wie Blumenerde die Verwendung des Begriffs „bio“ durch keine gesetzliche Regelung gedeckt. Das heißt, ein Hersteller kann nicht daran gehindert werden, „bio“ als Zusatzbezeichnung zu führen.

Viele Konsumentinnen und Konsumenten erwarten aber bei einer Bio-Erde wohl ein torffreies Produkt, denn „bio“ wird doch mit „umweltfreundlich“ in Verbindung gebracht. Wir raten, beim Kauf von Blumenerde auf das Österreichische Umweltzeichen ( www.umweltzeichen.at ) zu achten, denn es garantiert, dass es sich um ein ökologisch gutes Produkt ohne Torf handelt.

Torfabbau zerstört die Natur

Torf wird in Moorlandschaften gewonnen, die aber nur drei Prozent des weltweiten Festlandes ausmachen. Trotz dieser geringen Fläche sind Moore enorme Treibhausgasspeicher und ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel. Torfabbau zerstört nicht nur die Natur unwiederbringlich, sondern holt auch gespeichertes CO2 aus dem Boden.

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