KONSUMENT.AT - Brandgefahr zur Weihnachtszeit - Unterversicherung kommt teuer

Brandgefahr zur Weihnachtszeit

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Konsument 12/2008 veröffentlicht: 16.11.2008, aktualisiert: 19.12.2013

Inhalt

Kein Versicherungsschutz bei grober Fahrlässigkeit

Zwei große Aber sind noch zu beachten, wenn die Versicherung für den Schaden aufkommen soll. Der Brand darf nicht vorsätzlich gelegt oder grob fahrlässig ausgelöst worden sein. Die Frage, wie grobe Fahrlässigkeit von leichter Fahrlässigkeit (diese ist von der Versicherung gedeckt) abzugrenzen ist, bietet den Gerichten ein reiches Betätigungsfeld: Handelt eine durch den Weihnachtsstress genervte Mutter grob fahrlässig, wenn sie beim Verlassen der Wohnung auf das Auslöschen der Kerzen vergisst, weil sie ihren zehnjährigen Sohn bändigen muss, der plötzlich nicht mitfahren will, obwohl der Ehemann unten schon ungeduldig hupt? Nein, meinte das Oberlandesgericht Oldenburg. Aber auf derartig verständnisvolle Richter sollte man besser nicht hoffen!

Achten Sie auf die Deckungssumme

Das zweite Aber bezieht sich auf die Deckungssumme. Sind Haus oder Wohnungsinhalt mehr wert als die Versicherungssumme ausmacht, liegt eine sogenannte Unterversicherung vor. Der Schaden wird dann nur aliquot ersetzt. Beträgt die Versicherungssumme beispielsweise 50.000 Euro, der Hausrat ist aber 100.000 Euro wert, erhält man bei einem Schaden von 20.000 Euro nur die Hälfte erstattet. Mit einer Polizze mit Unterversicherungsverzicht kann das nicht passieren. Sie enthält eine Wertanpassungsklausel, die Deckungssumme steigt gemäß der Inflationsrate.

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