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Fertigrasen

Sattes Grün zu stolzen Preisen

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Konsument 5/2009 veröffentlicht: 30.04.2009

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Rasennarbe

Eine dichte Rasennarbe ist ein wichtiges Kriterium, denn schließlich soll Unkraut möglichst wenig Platz finden, um sich anzusiedeln. Wenn Sie senkrecht von oben auf die ausgelegten Grassoden blicken, dann sollte zwischen den Halmen kein oder nur sehr wenig Anzuchtboden sichtbar sein. Hier schnitten alle gelieferten Produkte „gut“ ab.

Unkraut teils inklusive

Auf Dauer lässt sich eine Verunkrautung natürlich nicht vermeiden, doch es muss ja nicht gleich mit dem Fertigrasen mitgeliefert werden, wie bei Richter Rasen. Hier wurden bis zu drei Prozent Quecke festgestellt, ein Fremdgras, das sich über unterirdische Ausläufer dauerhaft und stark vermehren und kaum bekämpft werden kann.

Der Rasen der Marchfelder GmbH, der Augsberger Gruppe sowie von Fertigrasen Mayer wies lediglich eine leichte Verunkrautung mit Einjährigem Rispengras auf (1 bis 2 Prozent). Der Testsieger von Zehetbauer Fertigrasen sowie das Produkt der Prilucik & Co GmbH, das leider in anderer Hinsicht nicht überzeugen konnte, hatten gar keinen Fremdgewächsanteil.

„Gut abgelegen“ ist unerwünscht

Rasenfilz ist kein Krankheitssymptom, sondern eine im Laufe der Zeit entstehende Schicht aus abgestorbenen Pflanzenresten und liegen gebliebenem Schnittgut, die sich zwischen der Grasnarbe und dem Anzuchtboden ablagert. Durch Rasenfilz werden der Luftaustausch sowie die Wasser- und Düngeraufnahme behindert oder sogar gänzlich unterbunden. Weiters verflachen die Graswurzeln und Krankheiten können sich ausbreiten. Bei der Lieferung der Rasensoden sollte deshalb der vorhandene Rasenfilz eine maximale Dicke von fünf Millimeter aufweisen. Eine sehr hohe Filzschicht weist auf einen meist alten, überlagerten Rasenbestand hin.

Ein bis eineinhalb Zentimeter Filzschicht sind jedenfalls zu viel, um eine bessere Note als „weniger zufriedenstellend“ zu verdienen. Bei Richter Rasen, der Prilucik & Co GmbH, aber auch beim Testsieger von Zehetbauer Fertigrasen war dies der Fall.

Ärgerlich ist aber auch, wenn der Anzuchtboden Steine enthält, deren Größe deutlich außerhalb der tolerierten Norm für Feinteile liegt. Dies betraf das Produkt der Augsberger Gruppe.

Gelieferte Schnitthöhe

Nicht in der Tabelle angeführt, aber ein bewertetes Kriterium, ist die Schnitthöhe des Rasens bei Anlieferung. Maximal vier Zentimeter sind optimal (Marchfelder GmbH, Prilucik & Co GmbH), höchstens fünf Zentimeter noch akzeptabel (Zehetbauer Fertigrasen, Augsberger Gruppe, Richter Rasen). Die sechs Zentimeter von Fertigrasen Mayer hingegen sind ein Ärgernis, weil das Gras in den sieben bis zehn Tagen bis zum ersten Schnitt rasch weiterwächst und das Mähen mit jedem zusätzlichen Zentimeter mühsamer wird.

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