KONSUMENT.AT - Fertigrasen - Nährstoffgehalt und Schälung

Fertigrasen

Sattes Grün zu stolzen Preisen

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Konsument 5/2009 veröffentlicht: 30.04.2009

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Dick und schwer

Die schon erwähnte Schälstärke hat unmittelbaren Einfluss auf das Gewicht der Rasenrollen. Andererseits soll natürlich noch ausreichend Material vom Anzuchtboden mitgeliefert werden. Die ÖNORM schreibt eine maximale Stärke von zwei Zentimetern vor. Die meisten Anbieter halten diese auch bei ihrem Gebrauchsrasen ein oder überschreiten sie minimal. Lediglich Richter Rasen liefert Soden mit einer Schälstärke von ebenso üppigen wie schwergewichtigen 2,8 Zentimetern.

Im Zusammenhang mit der Witterung bei der Schälung (Trockenheit oder Nässe) sowie der Beschaffenheit des Anzuchtbodens (z.B. sandig oder lehmig) kann einiges an Gewicht zusammenkommen. Im Test wogen die leichtesten Rollen 11 bis 12 Kilogramm, die schwersten hingegen 20 bis 26 Kilogramm. Die im Herbst gelieferten Produkte waren allgemein schwerer als jene, die wir im Frühjahr bestellten. Auf die Qualität hat dies zwar keinen Einfluss, leichtere Soden sind aber schlicht und einfach besser handhabbar. Lediglich bei längerer Lagerung – die man ohnehin vermeiden sollte – besteht die Gefahr der Austrocknung.

Guter Zusammenhalt

Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium ist die Reißfestigkeit der Soden, denn sie ist für die rasche, saubere und bündige Verlegung von Bedeutung. Laut ÖNORM muss eine Sode von 1,5 Metern Länge so beschaffen sein, dass sie – mit den Händen hochgehalten – durch das Eigengewicht nicht abreißt. Die Reißfestigkeit wird dabei vom vorhandenen Anzuchtboden und von der Gräsermischung bestimmt. Ein höherer Anteil ausläuferbildender Gräser hält die Rasensode besser zusammen. Bei Fertigrasen Mayer war dieser Anteil – noch dazu in Verbindung mit einem sehr sandigen Anzuchtboden – viel zu gering, sodass sämtliche gelieferten Rasensoden abrissen. Bei Zehetbauer Fertigrasen und der Marchfelder GmbH bestanden die im Frühjahr gelieferten Soden die Prüfung anstandslos, die etwas schwergewichtigere Herbstlieferung allerdings nicht.

Nährstoffe

Das Gras selbst hat nur dann eine satte, frische Grünfärbung, wenn es gut und ausgeglichen mit Nährstoffen (Stickstoff, Phosphor, Kalium) versorgt wird. Im Anzuchtboden soll genügend davon vorhanden sein, damit nach dem Verlegen ein gutes Anwurzeln gewährleistet ist. Das war großteils der Fall, nur die Rasensoden von Fertigrasen Mayer und der Prilucik & Co GmbH wiesen einen lediglich „durchschnittlichen“ Phosphoranteil auf.

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