Geschirrspül-Tabs

Glanz auch ohne Marke

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Konsument 5/2001 veröffentlicht: 01.05.2001

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Superenzyme für hohe Reinigungskraft

Geballte Chemie geht beim Spülen ans Werk. Die ist auch nötig, damit alles sauber wird. Allerdings verzichten die Hersteller inzwischen auf Chlorverbindungen, setzen an deren Stelle umweltfreundlichere Perborate und Perkarbonate ein. Als Enthärter enthalten die meisten Produkte wieder Phosphat. Dieses hat traurige Berühmtheit erlangt, weil durch einen zu sorglosen Umgang damit in Wasch- und Reinigungsmitteln Gewässer überdüngt wurden und übermäßiges Algenwachstum angeregt wurde. In der Umweltbilanz schneidet Phosphat verglichen mit vielen seiner Ersatzstoffe besser ab, weil es beispielweise Tenside einsparen hilft.

Härtetest an Resten und Eingebranntem

Wie gut die Chemie wirkt, mussten die Reiniger an jeder Menge Schmutz beweisen: von verkrusteten Resten faschierten Fleisches über eingetrocknete Teeflecken bis zu angebrannter Milch und angelegten Eiresten war alles dabei, was zu Hause für Ärger sorgt. Damit wurden die Testkandidaten mit Ausnahme von Claro gut fertig. Calgonit und Somat zeigten im Detail die besten Leistungen. Besonders bei stärke- und eihaltigen Speiseresten, beispielsweise Reis und Omelette, konnten sie punkten. Sie können den Schmutz nahezu vollständig ablösen. Die Tabletten von Schlecker AS und dm sind bei der Stärke noch eine Spur besser, können aber bei den Eiresten nicht mithalten. Henkel und Benckiser verfügen über neu entwickelte Superenzyme, sie waschen einfach schon so gut, dass die übrigen Produkte keine Chance haben.

Silber und Kalk

Somat und Claro gehen besonders sanft mit Silberbesteck um; Calgonit zeigt da Schwächen: Nach etlichen Spülgängen zierten dunkle Beläge die Löffel und Gabeln und ließen sich auch mit einem Silberputztuch nicht vollständig entfernen. Als einziges Mittel konnte Somat die Kalkrückstände in der Spüllauge sehr effektiv neutralisieren. Auf den schwarzen Tellern und den Kristallgläsern waren keine weißlichen Beläge zu finden. Die Verhinderung von Belägen ist eigentlich die Aufgabe der Enthärtungsanlage der Geschirrspülmaschine, doch in Gegenden mit sehr hartem Wasser muss das Reinigungsmittel unterstützend wirken. Das können alle – je nach Geschirrart halt mal besser, mal schlechter.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo