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Geschirrspüler

Glanzleistungen brauchen Zeit

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Konsument 9/2000 veröffentlicht: 01.09.2000

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Je variabler, desto besser

Die Testmodelle sind in der Innenausstattung durchaus unterschiedlich. In der Praxis kommt es vor allem auf die Variierbarkeit der Ober- und Unterkörbe an. In der Höhe verstellbare Oberkörbe, klappbare oder ganz zu entfernende Stacheln im Unterkorb (zur Positionierung von Töpfen und großen Schüsseln), gut unterteilte Besteckkörbe oder Besteckschubladen, Flaschenhalter und Innenteile, die durch Abnahme den Spülraum für größere Gegenstände vergrößern, erleichtern das Ein- und Ausräumen des Geschirrs ungemein.

Weniger hilfreich bei der Bedienung ist die Vielzahl von Programmen – bis zu zehn (!) bei den getesteten Modellen. Denn grundsätzlich genügen ein Sparprogramm, das bei 45 bis 55 °C und günstigen Verbrauchswerten Geschirr von leichtem Schmutz befreit; ein Normalprogramm für den Alltagsgebrauch mit Temperaturen von 55 bis 65 °C; ein Schonprogramm, das bei niedriger Temperatur feines Porzellan und empfindliche Gläser reinigt; ein Schnell- oder Rapidprogramm für das Entfernen leicht löslichen Schmutzes beim Spülen zwischendurch. Wer sich mit der Wahl des richtigen Programms nicht lange aufhalten möchte, dem nehmen Automatikprogramme die Arbeit ab, zu finden in den Topmodellen von AEG, Siemens, Bosch und Bauknecht. Eine ausgeklügelte elektronische Steuerung bestimmt bei ihnen den Programmablauf. Als Erstes tritt die Beladungserkennung in Aktion. Ein Sensorsystem vergleicht Temperatur und Menge des umlaufenden Wassers. Das gibt bereits zu Beginn des Programms Aufschluss über Art und Menge des Ge- schirrs. Im Vorspülgang passiert dann das Spülwasser die Lichtschranke eines Trübungssensors. Je trüber das Wasser, desto höher ist der Verschmutzungsgrad. Messungen während des gesamten Spülprozesses entscheiden, ob Wasser ganz oder teilweise ersetzt werden muss, oder ob ein zusätzlicher Zwischenspülgang erforderlich ist. Mit Hilfe aller gewonnenen Daten wird nun der gesamte Programmablauf elektronisch geregelt. Bis zu 30 Prozent an Wasser, Strom und Zeit sollen dabei eingespart werden.

Zwei Systeme werden angeboten: Die Spülautomatik der Spitzengeräte von Bosch und Siemens steuert Programmablauf und Temperatur selbstständig. Es genügt, im Display „Automatik-Spülen“ zu wählen. Bei den Maschinen von AEG und Bauknecht stehen dagegen je zwei Programme für normal und stark verschmutztes Geschirr mit unterschiedlichen Temperaturspannen zur Verfügung. AEG nennt seine Programme „Auto Bio 50 °C“ und „Auto 65 °C“. Bei Bauknecht sind es die „Dynamic Sense-Systeme“ „ÖkoNormal 45 – 55 °C“ und „Intensiv 60 – 70 °C“.

Bei unserem Test konnten wir zwar feststellen, dass das Geschirr unabhängig vom Verschmutzungsgrad glänzend sauber wurde, aber nur die Sensoren der Bosch- und Siemensgeräte konnten sich den unterschiedlichen Bedingungen anpassen. Die AEG-Automatik reduzierte bei abnehmender Anschmutzung lediglich den Wasserverbrauch deutlich. Der Programmablauf blieb dagegen nahezu unverändert. Das Dynamic Sense-System von Bauknecht ist relativ anpassungsfähig. Allerdings arbeiten alle Programme trotz angegebener Spanne immer mit gleicher Temperatur. Die elektronische Steuerung muss also noch weiter verbessert werden, um die Automatikprogramme den tatsächlichen Gegebenheiten optimal anzupassen.

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