KONSUMENT.AT - Geschirrspültabs - Multi oder Mono?

Geschirrspültabs

7, 8, 9, 10 ... alles eins!

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Konsument 2/2008 veröffentlicht: 16.01.2008

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Mulit oder Mono?

Multifunktions-Tabs haben in Österreich wertmäßig bereits einen Marktanteil von knapp 50 Prozent. Mono-Tabs liegen bei rund 40 Prozent. Weit abgeschlagen: Pulver und Flüssigreiniger (9,8 beziehungsweise 0,2 Prozent).

Ob Multi- oder Mono-Tabs die bessere Wahl sind, ist nicht einfach zu beantworten:

  • Multi-Tabs  sind zweifellos bequemer anzuwenden und häufig auch schonender für Geschirr und Besteck als Mono-Tabs. Allerdings sind Multi-Tabs nur für bestimmte Wasserhärtegrade geeignet (am ehesten zwischen 14 und 21 Grad deutsche Härte, dH). Bei sehr hartem Wasser (härter als 21 dH) braucht die Maschine zusätzlich Salz, sehr weiches Wasser (unter 7 Grad dH) muss gar nicht enthärtet werden.
  • Mono-Tabs  mit separatem Klarspüler und Regeneriersalz sind beim Klarspülen besser. Dieses System ist zudem umweltfreundlicher, weil das Wasser nicht automatisch und standardisiert durch die Tabs, sondern je nach Bedarf entsprechend der Geräteeinstellung enthärtet wird. Statt Regeneriersalz kann übrigens auch billigeres Salz für Wasserenthärtungsanlagen (Ionenaustauscher) oder Auftausalz aus dem Baumarkt verwendet werden. Achtung: Auf der Packung muss der Hinweis „als Regeneriersalz geeignet“ stehen!
  • Pulver ist für Kleingeräte ,  in deren Reinigerfach keine Tabs passen, geeignet. Tabs reinigen in der Regel allerdings besser, weil die Wirkstoffe in den Tabletten geschichtet sind. Sie lösen den Schmutz phasenweise und sind dadurch effizienter.

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Kommentare

  • Ich setze auf Reinigungspulver
    von Mag Zirnig am 29.01.2010 um 02:03
    Wenn ich lese, dass sich die Claro 7 in 1 - Reinigungstabs früher oder später in eine bröselige Masse verwandeln, dann fühle ich mich bei der Verwendung von Reinigungspulver bestätigt. Erstens ist es umweltfreundlicher, denn beim Pulver fällt der Müll der Einzelverpackungen weg, bei wenig verschmutztem Geschirr oder kleineren Geräten kann man geringer dosieren und mit dem bedarfsabhängigen Einsatz getrennter Spülmittel-Komponenten werden die Abwässer vor Chemikalien verschont, die nicht immer und überall gebraucht werden (z.B: Salz, Glasschutz). Zweitens ist es zeitsparender, wenn ich das Pulver - das ich in eine leere Flüssigwaschmittel-Flasche gefüllt habe - nur einzugießen brauche anstatt mit Verpackungen herumzufummeln. Drittens spare ich wegen des geringeren Preises und der individuellen Dosierung auch Geld, und viertens wirkt sich die phasenweise und damit bessere Reinigungswirkung der gepressten Blöcke oft nur in der Theorie bzw. im Testlabor aus: Bei längerer Lagerung geht dieser Vorteil verloren, bei weichem Wasser ist das enthaltene Regeneriersalz überflüssig, beim Normalgeschirr erübrigt sich der Glasschutz - denn empfindliche Gläser sollte man getrennt spülen - und manchmal bleiben die Blöcke unaufgelöst im Reinigerfach kleben und machen einen zusätzlichen Spülgang notwendig, was mir bei Pulver noch nie passiert ist. Ich habe mich jedenfalls – bei sehr weichem Wasser in Transdanubien – noch nie über eine mangelnde Reinigungskraft oder Geschirrschonung meines SOMAT-Pulvers beklagen müssen. Bei der Überlegung, ob es Multifunktionstabs sein müssen, sollte man also nach Rahmenbedingungen und Einsatzzweck differenzieren, was die Produktwerbung natürlich zu verhindern sucht. Zur Schonung von Umwelt und Geldbörse erspare ich mir das Vorspülen von normal verschmutztem Geschirr, indem ich die Spülmaschine, wenn sie erst am nächsten oder übernächsten Tag voll wird, jedes Mal fest verschließe, sodass die Speisereste gar nicht erst antrocknen. Zu einer kurzen Geruchsbelästigung beim Öffnen kommt es nur selten, im Hochsommer verzichte ich allerdings darauf. Zur Schonung von empfindlichem Geschirr beende ich das Programm noch während der Trocknungsphase und lasse den heißen Dampf entweichen.