Geschirrspültabs

7, 8, 9, 10 ... alles eins!

Seite 7 von 9

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 2/2008 veröffentlicht: 16.01.2008

Inhalt

Testkriterien

In Kooperation mit der Stiftung Warentest wurden 11 Multifunktions-Geschirrspültabs sowie – exemplarisch – 5 Mono-Tabs getestet.

Reinigungswirkung. Geprüft wurde in einer haushaltsüblichen Spülmaschine, angelehnt an die Methoden des Arbeitskreises Maschinengeschirrspülmittel des Industrieverbandes Körperpflege und Waschmittel. Gespült wurden haushaltsübliche Geschirrteile, Bechergläser und Edelstahlbleche. Wasserdruck, -temperatur (50-Grad-Programm) und -härte blieben konstant: 8 bis 10 Grad dH bei Mono-Tabs, 21 Grad bei Multi-Tabs. Das Geschirr war angeschmutzt mit Tee, Milchhaut, angebranntem Faschierten, Eigelb, Ei-Milch-Mix, Stärkemix (Reis, Kartoffeln, Mais, Weizen) und Haferflocken. 5 Spülversuche, anschließend visuell abgemustert und gewogen. Ergänzend wurde die Reinigungswirkung nach Alterung der Tabs an Tee, Eigelb und Stärkemix geprüft.

Klarspülwirkung. Gespült wurden Gläser, Besteck, Kunststoff und Porzellan in handelsüblichen Spülmaschinen und in verschiedenen Programmen (Wasserhärte s.o.). Bei den Solo-Tabs kam ein IEC-Klarspüler zum Einsatz. 60 Minuten nach Programmende begutachteten Fachleute die Teile visuell in einer Lichtbox.

Verhinderung von Kalkbelägen bzw. Salzfunktion. Geprüft wurde an Porzellan, Gläsern, Edelstahlbesteck und Kunststoffteilen. Wasserhärte w.o. Fachleute begutachteten die Teile visuell nach 15 und 30 Minuten in einer Lichtbox und bei Tageslicht.

Materialschonung.  Im 65-Grad-Programm wurden Serviergeschirr, Kalk-Natron-, Bleikristall- und Kalikristallgläser, Edelstahlbesteck, Tafelsilber sowie Kunststoff 300 Mal gespült. Wasserhärte Mono-Tabs 0 bis 1 Grad dH, bei Multi-Tabs 150 Mal ebenso, 150 Mal mit maximaler Wasserhärte laut Hersteller. Testschmutz aus Ketchup, Bratensoße, Senf, Kartoffelstärke, Eigelb, Milch und Margarine. Unter diffusem Licht musterten Experten nach 50, 100, 150 und 300 Spülgängen ab.

Umwelteigenschaften.  Beurteilt wurde die Abwasserbelastung durch Modellrechnung unter Berücksichtigung von Exposition und Wirkung sowie der Verpackungsaufwand (Art und Menge). Gesamtformulierungsbewertung basierend auf Umweltzeichen-Richtlinie (2003/31-EG).

Verpackung und Lagerung.  Fünf Personen beurteilten Anwendungshinweise und Lesbarkeit der Beschriftung. Ermittlung des Füllgrades und Prüfung unter eichrechtlichen Gesichtspunkten, ob eine Mogelpackung vorliegt; Lagerstabilität über vier Wochen bei 40 Grad C und 80 % Luftfeuchte.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
4 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Ich setze auf Reinigungspulver
    von Mag Zirnig am 29.01.2010 um 02:03
    Wenn ich lese, dass sich die Claro 7 in 1 - Reinigungstabs früher oder später in eine bröselige Masse verwandeln, dann fühle ich mich bei der Verwendung von Reinigungspulver bestätigt. Erstens ist es umweltfreundlicher, denn beim Pulver fällt der Müll der Einzelverpackungen weg, bei wenig verschmutztem Geschirr oder kleineren Geräten kann man geringer dosieren und mit dem bedarfsabhängigen Einsatz getrennter Spülmittel-Komponenten werden die Abwässer vor Chemikalien verschont, die nicht immer und überall gebraucht werden (z.B: Salz, Glasschutz). Zweitens ist es zeitsparender, wenn ich das Pulver - das ich in eine leere Flüssigwaschmittel-Flasche gefüllt habe - nur einzugießen brauche anstatt mit Verpackungen herumzufummeln. Drittens spare ich wegen des geringeren Preises und der individuellen Dosierung auch Geld, und viertens wirkt sich die phasenweise und damit bessere Reinigungswirkung der gepressten Blöcke oft nur in der Theorie bzw. im Testlabor aus: Bei längerer Lagerung geht dieser Vorteil verloren, bei weichem Wasser ist das enthaltene Regeneriersalz überflüssig, beim Normalgeschirr erübrigt sich der Glasschutz - denn empfindliche Gläser sollte man getrennt spülen - und manchmal bleiben die Blöcke unaufgelöst im Reinigerfach kleben und machen einen zusätzlichen Spülgang notwendig, was mir bei Pulver noch nie passiert ist. Ich habe mich jedenfalls – bei sehr weichem Wasser in Transdanubien – noch nie über eine mangelnde Reinigungskraft oder Geschirrschonung meines SOMAT-Pulvers beklagen müssen. Bei der Überlegung, ob es Multifunktionstabs sein müssen, sollte man also nach Rahmenbedingungen und Einsatzzweck differenzieren, was die Produktwerbung natürlich zu verhindern sucht. Zur Schonung von Umwelt und Geldbörse erspare ich mir das Vorspülen von normal verschmutztem Geschirr, indem ich die Spülmaschine, wenn sie erst am nächsten oder übernächsten Tag voll wird, jedes Mal fest verschließe, sodass die Speisereste gar nicht erst antrocknen. Zu einer kurzen Geruchsbelästigung beim Öffnen kommt es nur selten, im Hochsommer verzichte ich allerdings darauf. Zur Schonung von empfindlichem Geschirr beende ich das Programm noch während der Trocknungsphase und lasse den heißen Dampf entweichen.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo