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Hausbrunnen

Im Brunnen vor dem Tore

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Konsument 8/2000 veröffentlicht: 01.08.2000

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Eine Million Selbstversorger

Bleiben immer noch eine Million Menschen, die sich aus Hausbrunnen versorgen. Da diese von der gesetzlichen Untersuchungspflicht ausgenommen sind (einzige Ausnahme: Oberösterreich, wo die Bauordnung bei aus Hausbrunnen versorgten Neubauten regelmäßige Untersuchungen vorschreibt), fischen die Besitzer oft im Trüben. Aussehen, Geruch und Geschmack sagen nichts darüber aus, ob das kühle Nass tatsächlich als Trinkwasser geeignet ist. Aufschluss gibt eine Wasseruntersuchung, deren Durchführung sich wenigstens alle fünf Jahre empfiehlt. Auch dann, wenn das Brunnenwasser nicht als Trinkwasser verwendet wird. Und nicht nur in landwirtschaftlich genutzten Gebieten (Nitratbelastung), denn oft gibt es lokale Verunreinigungsquellen (etwa Misthaufen oder undichte Senkgruben). Eine Wasseruntersuchung, die nicht nur Informationscharakter haben soll, sollte nur von befugten öffentlichen oder privaten Labors beziehungsweise Zivilingenieuren durchgeführt werden. Vor der Auftragserteilung sollte man sich vergewissern, ob eine Befugnis nach Paragraph 50 des Lebensmittelgesetzes vorliegt. Davon hängt es ab, ob das Gutachten von staatlichen Stellen (etwa im Zuge eines Gerichtsverfahrens) anerkannt wird. Die Befugnis kann vollständig oder nur für eingeschränkte Untersuchungen erteilt worden sein. Wenn man sein Wasser noch nicht kennt, sollte man unbedingt eine vollständige Untersuchung durchführen lassen.

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