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Heizen

Neue Heizung neues Rohr

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Konsument 10/1999 veröffentlicht: 01.10.1999

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Ausschleifen genügt nicht

Herkömmliche Sanierungsmethoden wie Kaminausschleifen (macht Rauchfänge betriebsdicht), Innenauskleidung mit Leichtbeton (vermindert den Querschnitt und gewährleistet ausreichend Zug bei vermindertem Abgasvolumen) und Anbringung von Wärmedämmungen (um Wasserdampfkondensation zu vermeiden) reichen in der Regel nicht mehr aus. Bei Niedertemperatur- und Brennwerttechnik ist eine sogenannte Querschnittanpassung des Kamins mit feuchtigkeitsunempfindlichen Materialien und die Erzielung von Druckdichtheit notwendig. Eine Möglichkeit sind sogenannte feuchteunempfindliche Kamine. Bei ihnen wird entweder verhindert, dass Feuchtigkeit in den Kaminwerkstoff eindringt, oder die Feuchtigkeit wird mittels Hinterlüftung ins Freie abgeführt. Zusätzliche Isolierungen sorgen dafür, dass Abgase auf ihremWeg durch den Kamin so wenig wie möglich abkühlen. Auf diese Weise wird die Kondensation verhindert oder kann wenigstens spürbar reduziert werden.

Bei Brennwertgeräten ist die Temperaturdifferenz zwischen dem aus dem Heizkessel austretenden Abgas und jenem am Schornsteinende relativ gering. Daher gibt es keinen einwandfreien Zug. Deshalb bedarf es eines Ventilators, der den zum Abgastransport notwendigen Druck erzeugt. In diesem Fall muss jedoch der Kamin nicht nur betriebs-, sondern auch druckdicht sein.