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Hochdruckreiniger

Wasserwerfer mit Tücken

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Konsument 6/1999 veröffentlicht: 01.06.1999

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Auf den Druck allein kommt’s nicht an

Einen Aufpreis verlangen die Hersteller nicht nur für Sonderzubehör, sondern auch für einen höheren Wasserdruck. Der Test ergab, daß ein höherer Druck nicht zwingend zu einem besseren Reinigungsergebnis führt. Vielmehr kommt es auf das Zusammenspiel aller Komponenten und besonders natürlich von Düse und Wasserdruck an, sodaß man keine allgemeingültige Aussage treffen kann. Zwar verbuchte das schwerste und teuerste Gerät – Kränzle 1150 T – mit seinen laut Herstellerangaben 130 Bar das insgesamt beste Reinigungsergebnis, doch hielt beispielsweise das Kärcher-Modell mit „nur“ 110 Bar durchaus mit der „guten“ Konkurrenz mit.
Weitgehend enttäuschend verlief die Autowäsche, die in der Werbung oft als zusätzlicher Kaufanreiz für Hochdruckreiniger ins Treffen geführt wird. Zwar kann man groben Schmutz gut entfernen, doch eine gründliche Reinigung ist selbst beim Einsatz von Reinigungsmitteln und rotierenden Bürsten nicht möglich. Nach der Lufttrocknung des Fahrzeugs zeigten sich an allen Ecken und Enden Schmutzreste. Davon abgesehen, ist das Autowaschen auf der Straße oder im eigenen Garten, wo Öl, Ruß, Staub und Pflegemittel ins Abwasser gelangen oder im Boden versickern, ohnehin verboten. Wesentlich umweltschonender erfolgt die Autowäsche in der Waschanlage, wo das Wasser wiederaufbereitet wird.
Zu den Umweltaspekten zählt weiters die Geräuschentwicklung, die durchwegs zu nachbarlichen Streitigkeiten beitragen könnte. Bosch, Kränzle und Gardena fielen als besonders laut auf.