Hundefutter

Kaum Grund zum Knurren

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Konsument 2/1999 veröffentlicht: 01.02.1999

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Damit der Hund kein Bettler wird

Um Futter betteln ist nicht herzig, sondern entwürdigend.

Auch die Liebe zum Hund geht bekanntermaßen häufig durch den Magen – und prinzipiell ist auch gar nichts dagegen zu sagen, Asta und Rex hin und wieder mit einem hundegerechten Happen zwischendurch zu verwöhnnen. Keinesfall sollte der bellende Hausgenosse aber bei den Mahlzeiten von Herrchens oder Frauchens Teller gefüttert werden. Erstens, weil das meiste, das der Mensch so futtert, für den Hundemagen ungeeignet ist. Und zweitens, weil der Hund so regelrecht zum Betteln erzogen wird. Hunde haben ein gutes Gedächtnis, sie merken sich ganz genau, wo und wann sie etwas zu fressen bekamen. Wurde bei einer Mahlzeit gefüttert, sitzt der Hund bei der nächsten schon wieder mit treuherzigem Blick in Position. Dem Hundebesitzer selbst mag das „herzig“ erscheinen, anderen Leuten – etwa im Restaurant – ist so viel Zudringlichkeit unangenehm. Auch ausgemachte Hundefreunde sind im übrigen gegen das Betteln: Sie finden es fürs Tier schlicht entwürdigend.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo