KONSUMENT.AT - Hundefutter - Artgerecht ernähren

Hundefutter

Kaum Grund zum Knurren

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Konsument 2/1999 veröffentlicht: 01.02.1999

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So bleibt Ihr Hund gesund

Was Sie beim Füttern beachten müssen.

Nie direkt aus dem Kühlschrank. Vor allem in der warmen Jahreszeit müssen angebrochene Futterdosen und -schalen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Rechtzeitig wieder herausnehmen! Zu kaltes Futter kann Magenprobleme und Durchfall hervorrufen.

Immer frisches Wasser. Der Hund sollte jederzeit trinken können – und zwar ausschließlich Wasser. Milch kann zu Durchfällen führen.

Obst oft beliebt. Manche Hunde futtern auch gern Obst oder Nüsse. Kleine Mengen können nicht schaden, der Kaloriengehalt muß aber berücksichtigt werden.

Snacks auf die Futtermenge anrechnen. Auch Hundenaschereien – etwa getrocknete Schweineohren oder gefüllte Kauknochen – enthalten Kalorien.

Spezialfutter. Für Jungtiere und alte Hunde werden im Handel spezielle Futtermittel angeboten. Sie sind in ihrer Zusammensetzung auf den besonderen Bedarf dieser beiden Gruppen abgestimmt.

Zähneputzen nicht vergessen. Manche Hunde neigen zur Zahnsteinbildung. Wird dieser nicht entfernt, drohen Entzündungen und Zahnverlust. Regelmäßiges Kauen säubert die Zähne. Hartes Hundegebäck und Kauknochen sind empfehlenswert. Echte Knochen können splittern und im schlimmsten Fall eine lebensgefährliche Darmperforation verursachen.

Große Hunde brauchen einen „erhöhten“ Napf. Bei hochgewachsenen Hunden ist durch das Herabbeugen beim Fressen das Risiko einer Magendrehung größer. Für sie sollte der Futternapf auf einen Schemel gestellt werden. Es gibt auch Näpfe mit Drahtgestell.

Nach dem Essen ruhen. Herumtollen nach der Fütterung kann Erbrechen oder gar eine lebensgefährliche Magendrehung hervorrufen. Dabei dreht sich der Magen in der Bauchhöhle so, daß die Blutzufuhr und die Verdauungswege abgesperrt werden. Der Bauch schwillt an, der Hund hat sichtlich große Schmerzen. Sofort zum Tierarzt!

Tollen statt futtern. Viele Hunde sind zu dick, weil ihre Besitzer ihnen ihre Liebe durchs Füttern zeigen. Doch ein ausgiebiger Spaziergang und eine fröhliche Herumtollerei machen dem Hund noch mehr Spaß – und sind gesünder.

Aasfresser Hund. Manche Hunde haben eine Vorliebe für „Ekelhaftes“, sie fressen gegebenenfalls sogar Kot. Das ist ein Erbteil der Wolfsvorfahren, die sich auch von Aas ernährten. Gekochte, ungeputzte Kutteln und Quargeln können diesen für uns unästhetischen Gusto stillen.