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Jacken aus Gore-Tex & Co

Die Qualität steckt im Detail

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Konsument 3/2002 veröffentlicht: 01.03.2002

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Wasserdicht, aber dampfdurchlässig

Dank der Entwicklung in der Kunststofftechnologie ist dieses Problem lösbar geworden; eine spezielle Gewebestruktur sorgt dafür, dass Feuchtigkeit nur in eine Richtung passieren kann. Am besten gelingt dies mithilfe einer Membran aus Teflon oder ähnlichen Kunststoffen: Die sind extrem wasserabweisend, Wassertropfen können das feinporige Gewebe nicht durchdringen (ein Tropfen ist rund 20.000- mal größer als eine Pore). Umgekehrt kann der Schweiß, der durch die Körperwärme verdampft, relativ ungehindert nach außen dringen; denn die Poren ihrerseits sind etwa 700-mal größer als Wasserdampfmoleküle. Unter dem Namen Gore-Tex hat dieses System seinen Siegeszug durch die Welt gemacht; es gibt aber auch andere, durchaus gleichwertige Membranen, beispielsweise Sympatex, Powertex oder Helly Tech.

Empfindliche Membran

Die Membran wird auf die Innenseite des Oberstoffes laminiert (geklebt). Da die Membran sehr empfindlich ist, muss sie auch nach innen abgedeckt werden: Dies kann durch ein frei hängendes Netzfutter geschehen oder durch Laminieren des Innenfutters auf die Membran. Man spricht dann von einem dreilagigen Laminat, weil drei Lagen (Oberstoff, Membran und Futter) fest miteinander verbunden sind. Es ist strapazfähiger als das zweilagige (bei dem nur Oberstoff und Membran fix verbunden sind).

Trocken durchs Gewitter

Seit der Geburtsstunde im Jahr 1969 wurden die Membransysteme Zug um Zug verbessert. So ist das neue Gore XCR nach Angaben des Herstellers um 25 Prozent atmungsaktiver als das Vorgängersystem. Auch bei der Wasserdichtheit gibt es durchaus noch Steigerungsstufen. Man kann mit einer wasserdichten Jacke relativ leicht ein Gewitter trocken überstehen. Nicht aber, wenn man sich auf einen nassen Stuhl setzt oder der Rucksack auf einer nassen Jacke aufliegt. Dann ist der Druck wesentlich höher, an die Dichtheit werden wesentlich höhere Ansprüche gestellt.

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