KONSUMENT.AT - Küchenarmaturen - Regelmäßiges Entkalken

Küchenarmaturen

Bleialarm

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KONSUMENT 9/2011 veröffentlicht: 11.08.2011

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Perlator regelmäßig entkalken und säubern

Ein weiteres wichtiges Merkmal, das Sie bereits beim Kauf beachten sollten, ist die Abnehmbarkeit des Luftsprudlers, auch Perlator genannt. Er sitzt ganz vorne am Auslass, besteht aus einem Metallring, einem Sieb und einer Dichtung und dient dazu, einen weichen Wasserstrahl zu formen. Speziell bei stark kalkhaltigem Wasser muss der Perlator öfter gesäubert oder auch ausgetauscht werden. Lässt er sich dabei nur schwer abnehmen und wieder einsetzen, besteht die Gefahr, dass man mit dem Schraubenschlüssel abrutscht und die verchromte Oberfläche der Armatur beschädigt. Dies ist bei den Fabrikaten Star, Asia, Speed und Sano Technik der Fall: Das Gewinde des Metallrings ist hier zu kurz und die Angriffsfläche für den Schraubenschlüssel zu klein. Positiv aufgefallen sind uns dagegen Grohe-Start, Ikea- Lagan und Mixomat, weil sich bei diesen Modellen der Perlator ohne Werkzeug – allein von Hand – abschrauben lässt.

Richtig Entkalken

Zur Entkalkung legen Sie das Kunststoffsieb des Luftsprudlers in Essig, Zitronensäure-Konzentrat oder einen handelsüblichen Schnell-Entkalker. Eventuell können Sie das Mittel auch leicht erwärmen. Die Einwirkzeit hängt vom Verschmutzungsgrad ab. Die Metallteile sollten stets nur vorsichtig abgebürstet werden. Eine alte Zahnbürste leistet dabei gute Dienste, und ein Badreiniger hilft, hartnäckige Rückstände zu lösen.

Spülen Sie alle Teile nach der Behandlung sorgfältig ab und lassen Sie das Wasser vor dem Einbau kurz laufen. Dadurch werden Schmutzpartikel, die möglicherweise im Ventil vorhanden sind, ausgeschwemmt und landen nicht direkt wieder im Perlator. Beim Einschrauben nicht auf die Dichtung vergessen. Sollte sich der Perlator einmal festgefressen haben, muss mit einer Zange nachgeholfen werden. Dabei immer ein Stück Leder um den Perlator legen, damit Sie die Verchromung nicht beschädigen.

Schadstoffe im Trinkwasser

Apropos Verchromung: Unter der silbrig glänzenden Schicht verbirgt sich das Basismaterial der Armatur, das Messing. Je nach Herstellungsverfahren werden den Hauptbestandteilen dieser robusten Legierung, Kupfer und Zink, noch weitere Metalle zugefügt – unter anderem das weiche Blei zur besseren Bearbeitbarkeit. Dadurch kann das Trinkwasser auch in Zeiten moderner Kunststoffrohre mit dem giftigen Schwermetall belastet sein: Das „Stagnationswasser“ steht oft mehrere Stunden lang in den Armaturen, hat Kontakt zu den Messingteilen und reichert sich mit Schadstoffen an.

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