KONSUMENT.AT - Küchenarmaturen - Schwermetalle in Armaturen

Küchenarmaturen

Bleialarm

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KONSUMENT 9/2011 veröffentlicht: 11.08.2011

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Blei und Nickel im Wasser

Bereits im Jahr 2004 haben wir im Auftrag der Arbeiterkammer Wien die Schwermetallbelastung in Armaturen gemessen und teilweise erhebliche Belastungen festgestellt. Wir wollten wissen, ob dies immer noch der Fall ist, und überprüften alle 16 Küchenarmaturen. Diese wurden zunächst mit destilliertem Wasser ausgespült. Dann füllten wir destilliertes Wasser in die Hohlräume jeder Armatur und ließen es bei Raumtemperatur für 24 Stunden stehen. Schließlich wurde dieses Wasser auf den Gehalt von Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer und Nickel analysiert. Die gemessenen Kupfer-, Cadmium- und Chromwerte gaben keinen Anlass zur Beanstandung, die genannten Metalle wurden nur in geringsten Mengen abgegeben. Anders bei Blei und Nickel. Hier lagen die Werte teilweise sehr hoch.

  • Blei: Aus der sagenhaft teuren Hansa-Armatur lösten sich gar 150 µg Blei. In einer zweiten Untersuchung, die nach der Spülung mit rund 150 Litern Trinkwasser durchgeführt wurde, gelangten aus dem Hansa-Fabrikat innerhalb von 24 Stunden immerhin noch 85 µg Blei ins Stagnationswasser. Erschreckend, wenn man bedenkt, dass der neue Grenzwert für Blei im Trinkwasser 10 µg/l nicht überschreiten darf.
  • Nickel: Bei Nickel lagen die Werte gleich bei mehreren Armaturen im Bereich von 200 µg, wobei Ikea-Sundsvik selbst in der zweiten Analyse (nach Spülung) eine unverändert hohe Nickel-Dosis abgab. Der Grenzwert für Nickel im Trinkwasser beträgt 20 µg/l.

Nicht am falschen Platz sparen

Fazit: Entnimmt man Wasser zum Trinken oder Kochen, sollte man den Wasserhahn immer so lange laufen lassen, bis es gleichmäßig kalt ist. Alles andere wäre sparen am falschen Platz.

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