KONSUMENT.AT - Luftbefeuchter im Test - Konstante Luftfeutigkeit

Luftbefeuchter im Test

Tief durchatmen

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Konsument 12/2009 veröffentlicht: 09.11.2009, aktualisiert: 17.11.2009

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Dinge die zu beachten sind 

Für Geräte beider Bauarten gilt, dass sie entweder in der Mitte des Raumes auf­gestellt oder auf die Raummitte gerichtet werden sollten. Keinesfalls dürfen Einrichtungsgegenstände oder Außenwände aus unmittelbarer Nähe bedampft oder benebelt werden. Wegen der Feuchtigkeit sollten die Geräte auch nicht direkt auf einem Parkettboden stehen. Und natürlich müssen Sie die Luftfeuchtigkeit regelmäßig ­mittels Hygrometer kontrollieren, damit Sie nicht anstelle der Trockenheit plötzlich ein Tropenklima schaffen.

Luftfeuchtigkeit konstant halten

Die empfohlene relative Luftfeuchtigkeit sollte einigermaßen konstant im Bereich zwischen 40 und 55 Prozent liegen. Durch das Lüften sinkt der Wert natürlich kurz­fristig ab, durch Kochen, Wäschewaschen oder Duschen kann er vorübergehend ansteigen.

Integrierter Hygrostat hilfreich 

Einige wenige Geräte haben standard­mäßig einen Hygrostat integriert. Bei Boneco und Turmix kann dieser die zusätzliche Hygrometer-Ablesung freilich nicht ersetzen, weil er – anders als die Modelle von Burg und DeLonghi – keine voreinstellbare Prozentanzeige hat. Ein integ­rierter Hygrostat ist aber immer hilfreich, wenn es darum geht, die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten. Deshalb macht es Sinn, Geräte ohne Hygrostat mit im Handel erhältlichen externen Hygrostaten (Kostenpunkt rund 39 Euro) nachzu­rüsten. Wie bei einem Thermostat wird bei Erreichen des eingestellten Wertes die Stromzufuhr unterbrochen.

Reicht ein Gerät aus?

Die Messung der relativen Luftfeuchtigkeit mittels Hygrometer gibt letztlich auch Auskunft darüber, ob das angeschaffte ­Gerät überhaupt in der Lage ist, die Luft im gewählten Wohnraum entsprechend zu befeuchten (oder ob es Verstärkung durch ein weiteres Gerät braucht). Allfällige Quadratmeterangaben der Hersteller sind rein theoretisch, weil die Wohnungseinrichtung und der natürliche Luftaustausch einen unvorhersehbaren Einfluss haben. Im Zweifelsfall wählen Sie besser ein Gerät mit hoher Wasserabgabe pro Stunde sowie mit stufenloser Leistungsverstellung. Denn die Leistung zurückfahren können Sie dann immer noch.

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Kommentare

  • Boneco 7131 - Bakterienschleuder
    von hausmaus am 23.02.2011 um 10:05
    Wir haben uns aufgrund des positiven Testergebnisses den Boneco 7131 gekauft. Leider ist das Gerät die reinste Bakterienschleuder. Auf dem Wasserbehälter steht "BACTERIAFREE", was immer das heißen soll, auf der Entkalkerpatrone steht "IONIC SILVER", sollen da die Aufschriften antibakterielle Schwingungen frei setzen??? Wir haben uns dann den zur Wasserdesinfektion empfohlenen Silberionen-Stift dazu gekauft. Geändert hat sich auch durch diese Investition (ca. 20 Euro) gar nichts. Schon morgens ist das abends frisch eingefüllte Wasser müffelig, die Geräteteile fühlen sich glitschig an. Wir behelfen uns jetzt mit täglichem Reinigen mit Alkohol und Austrocknen lassen tagsüber.
  • Tipp zu den Entkalkerpatronen
    von johr am 14.12.2010 um 11:43
    Die Patronen lassen sich mit Zitronensäure ganz simpel und kostengünstigst regenerieren, mit einem Überschuss an Kationen kann man das Calcium wieder vom Ionentauscher abspalten und ihn so regenerieren.
  • Verdunster
    von aimee88 am 02.03.2010 um 17:58
    Schade dass Sie die Gruppe der "Verdunster" nicht getestet haben, auch wenns da mittlerweile weniger gibt. Scheint ja eigentlich eine Gruppe zu sein bei der weder die Nachteile der Vernebler noch die der Verdampfer anfallen.
  • Ultraschall-Vernebler
    von Uhu am 11.02.2010 um 20:35
    Liebe Redaktion, mich beschäftigt eine ganz andere Frage zu den Ultraschallverneblern? Ist es - vor allem während einer Schwangerschaft - unbedenklich, wenn man während des gesamten Arbeitstages im Büro neben einem Ultraschallvernebler sitzt? Gibt es dazu Untersuchungen? Kann der permanente Ultraschall dem Ungeborenen schaden? Danke für Ihre Antwort!
  • AW: De Longhi UH800E
    von REDAKTION am 04.02.2010 um 10:14

    Im geschilderten Fall stellt sich die Frage, ob die Messung der relativen Feuchte richtig ist? Einfache Messgeräte zeigen häufig nicht korrekt an, es wäre also zunächst zu klären, ob die Messung stimmt. Eine andere Erklärung ist, dass die Luftfeuchte tatsächlich so gering ist und der ganze Raum völlig ausgetrocknet ist, dann benötigt selbst der beste Luftbefeuchter viel Zeit, weil die Möbel und Wände alles wieder aufsaugen. Ebenfalls zu beachten ist die Raumlüftung. Wenn die Fenster nicht dicht sind und ständig kalte, trockene Luft einströmt, bringt der Luftbefeuchter ebenfalls weniger.

    Ihr Konsument-Team