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Physikalische Wasserbehandlungsgeräte

KALK lass nach!

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Konsument 12/1999 veröffentlicht: 01.12.1999

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Physikalische Wasserbehandlungsgeräte: Umso mehr gerät eine Alternative in den Blickpunkt des Interesses, die auf das Wasser physikalisch einwirkt, die chemische Zusammensetzung aber im Prinzip unverändert lässt. Meist wird mit Hilfe von elektrischen oder magnetischen Feldern versucht, die Kristallstruktur des Kalksteins zu ändern. Anstelle der spröden und stark anhaftenden Kristalle soll durch die Feldeinwirkung der Kalkstein in Form von feineren Teilchen anfallen, die sich nicht festsetzen, sondern wie Sand mit dem Wasser mitgeschwemmt werden.

Die Erfahrungen mit den physikalischen Wasserbehandlern sind leider auch nicht die besten. Unser letzter Test vor zehn Jahren endete mit einem vernichtenden Ergebnis: Alle acht getesteten Geräte erwiesen sich als wirkungslos.

In der Zwischenzeit ist die Branche nicht untätig geblieben. Immer wieder werden neue Geräte angeboten, die mit positiven Universitätsgutachten und Auszeichnungen von Erfindermessen aufwarten. Manche geben sich nicht mit der bloß entkalkenden Wirkung zufrieden, sondern sprechen schlicht von einer Belebung oder einer Energetisierung des Wassers; von einer Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens bis zur Linderung oder gar Heilung schwerer Krankheiten reichen die Versprechungen.

Die Verwirrung der Konsumenten wird durch die scheinbar willkürliche Preisfestsetzung gesteigert. Da gibt es Geräte für die kindereinfache Selbstmontage um unter 500 Schilling, bis hin zu Wasserstationen mit aufwendigem Design um 25.000 Schilling. Manche Geräte sind nur per Versand oder gar nur im Ausland erhältlich, während andere in Baumärkten verschleudert werden.

Höchste Zeit, dass ein Vergleichstest von Verbraucherseite wieder etwas Überblick über den Angebotsdschungel verschafft. In einem von der EU mitfinanzierten Projekt unter Leitung des VKI wurde das europäische Angebot gesichtet und zwölf repräsentative Wasserbehandlungsgeräte ausgewählt. Schon nach einer ersten Begutachtung kam die Bestätigung: Technologisch hat es in den letzten zehn Jahren wenig Änderungen gegeben, das von den Herstellern behauptete Wirkprinzip ist beim Großteil das gleiche geblieben: Neun Geräte basieren auf der Erzeugung von elektrischen oder magnetischen Feldern. Drei Wasserbehandler zeigten allerdings technische Neuerungen: Das Wasser durchfließt ein feines Granulat aus Aktivkohle (AQA total) oder Kunstharz (Maitron Catalysator W 512) oder ein Flächenfilter aus Kunststoff (KD). Während dies in zwei Fällen mit der Erzeugung eines elektrischen Wechselfeldes kombiniert wird, beschränkt sich Maitron Catalysator W 512 auf die Wirkung des Harzgranulates.

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