KONSUMENT.AT - Schadstoffe im Wohnbereich - Gifte in Baumaterialien

Schadstoffe im Wohnbereich

Gesünder Wohnen

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Konsument 9/2010 veröffentlicht: 23.08.2010

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Wie groß ist heute noch die Gefahr von Giften in Baumaterialien?

Gifte wie etwa Asbest oder Formaldehyd zu vermeiden war das Bestreben der baubiologischen Bewegung, die tatsächlich große Veränderungen in den Gesetzen und in den Verordnungen erreicht hat. Es gibt allerdings diese kritischen Produkte vielfach als Altlasten in Häusern aus den 1970er und 1980er-Jahren. Viele Gifte in Holzschutzmitteln z.B. weisen Halbwertszeiten von 10 Jahren auf, was bedeutet, dass diese Gifte noch immer manche unserer Wohnungen belasten. Sie wirken meistens über die Luft, gelegentlich auch über den Hautkontakt.

In den letzten Jahrzehnten wurden kolossale Fortschritte gemacht, vor allem bei der Verbesserung der Mess- und Filtertechnik wie z.B. im Mikroorganismus- oder im Feinstaubbereich. Mithilfe der verbesserten Analyseverfahren können wir heute Dinge nachweisen, die vor Jahrzehnten nicht nachweisbar waren.

Aber nicht nur bekannte Problemstoffe sind kritisch zu hinterfragen, auch sogenannte natürliche Materialien können problematisch sein. So können Leinölprodukte bei falscher Anwendung reaktive Naturstoffe freisetzen. Naturlatex kann Allergien hervorrufen, Schafwolle kann mit Insektiziden kontaminiert sein usw. Natürliche Materialien einfach als gesund zu bezeichnen, ist schlichtweg naiv und irreführend.

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