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Staubsauger

Die grünen Sparmeister

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Konsument 5/2010 veröffentlicht: 12.04.2010, aktualisiert: 03.05.2010

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Herausforderung Teppichboden

„Frisst den Staub und nicht den Teppich“, lautete einmal ein griffiger Werbeslogan für Staubsauger. Wie unser Test zeigt, fressen vor allem die preiswerten Staubsauger weder noch: Ihre Staubaufnahme auf Teppichböden war ziemlich bescheiden. Punkten konnten hier nur die höherpreisigen Geräte, also Bosch, Miele und Siemens.

Anders ist die Situation bei Flusen und Haaren. Im Teppich festgetreten sind vor allem sie eine Herausforderung für jeden Staubsauger – möchte man meinen. Erstaunlicherweise sind die Ergebnisse hier aber besser. Fast alle Geräte bewältigen diese Arbeit gut, nur Fakir und das stylische Sauggerät von Dyson plagen sich. Und bei AEG Elektrolux bleiben überhaupt die meisten Flusen und Haare, wo sie sind, nämlich im Teppich. Mäßig waren auch die Testergebnisse bei der Staubaufnahme an Ecken und Kanten. Hier hilft oft nur: Düse abnehmen und das Saugrohr direkt an der Kante entlangführen, sonst bleibt der Staub liegen.

Hepa bringt‘s nicht immer

Ein mindestens so wichtiges Qualitätskriterium wie die Saugleistung ist das Staubrückhaltevermögen. Was an Schmutz und Staub herausgesaugt wurde, darf nicht wieder mit der Abluft im Wohnzimmer landen. Schön, dass die Hersteller sich dazu etwas überlegt haben: Fast alle Gehäuse halten dicht. Die Ergebnisse sind wesentlich besser als im letzten Test 2009, trotzdem gibt es Unterschiede. Sind Sie Allergiker, achten Sie besonders auf diesen Punkt in der Tabelle. Verlassen Sie sich nicht auf die Angaben der Hersteller zum Staubrückhaltevermögen, Papier ist geduldig. Auf unsere Testergebnisse können Sie dagegen vertrauen.

Bei allem technischen Fortschritt ist aber für Allergiker nach wie vor die beste Lösung, das Staubsaugen so weit wie möglich anderen zu überlassen. Bis auf EIO, der ein gutes Staubrückhaltevermögen bietet, sind alle Geräte mit einem Hepa-Filter ausgestattet. Hepa ist die Abkürzung für High Efficiency Particulate Air Filter, also einen hochwirksamen Partikelfilter. Bei Miele kann der Hepa-Filter als – reichlich teures – Sonderzubehör nachgekauft werden. Allerdings liefert Miele auch ohne diesen Filter ein tadelloses Ergebnis. Umgekehrt bedeutet ein Hepa-Filter nicht automatisch bestes Rückhaltevermögen, wie das Beispiel Dirt Devil zeigt.

Unangenehm staubig konnte es früher auch werden, wenn der Wechsel des Staubfilterbeutels anstand. Das ist zum Glück Geschichte. Viele Staubsäcke lassen sich inzwischen vor dem Herausnehmen aus dem Staubsaugergehäuse mit einem Schieber verschließen. Beim Dyson ist das nicht möglich, er arbeitet mit einer Staubbox. Und die zu säubern ist eine reichlich staubige Angelegenheit.

Ausstattung und Zubehör

Bevor Sie sich für einen neuen Staubsauger entscheiden, sollten Sie auf jeden Fall selbst Hand anlegen. Angeboten werden sowohl Modelle mit großen, nicht lenkbaren Hinterrädern als auch solche mir kleinen Lenkrollen (siehe Produktfotos). Probieren Sie vor dem Kauf aus, welche Variante Ihnen angenehmer ist. Der Staubsauger muss jede Ihrer Richtungsänderungen mitmachen, ohne dabei umzukippen. Wenn Sie groß gewachsen sind: Achten Sie darauf, wie weit sich das Teleskopsaugrohr ausziehen lässt.

Die Unterschiede sind hier beträchtlich, wie der Vergleich zwischen Philips (112 cm) und Fakir (85 cm) zeigt. Hassen Sie es, beim Staubsaugen dauernd das Kabel umzustecken, so wählen Sie ein Gerät mit möglichst großem Aktionsradius. Alle unsere Testgeräte verfügen über eine Parkposition. Saugrohr und Bodendüse können in einer Nut am Gehäuse deponiert werden.

Platzsparender ist es natürlich, den Staubsauger hochkant aufzubewahren. Bei den meisten Geräten verschwindet das Zubehör – Möbelbürste, Fugen- und Polsterdüse – in einem Staufach im Gehäuse, bei anderen wird es am Saugrohr befestigt. Dieser Zubehörhalter kann allerdings das Saugen unter Möbeln erschweren.

Bürsten und Spezialdüsen

Apropos Zubehör: Der Fakir verfügt über eine kleine Turbobürste, die vom Luftstrom angetrieben rotiert. Philips wiederum hat eine spezielle Parkettbürste. Unter ihrer Sohle befinden sich zwei Mikrofaserpads, die rotieren, wenn damit auf Hartböden gesaugt wird. Bei beiden Spezialdüsen konnten wir keine nennenswerten Vorteile gegenüber herkömmlichen Bodendüsen feststellen.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Staubsauger-Test
    von robertgl am 17.11.2010 um 13:14
    Warum werden eigentlich nie Ürodukte der Firma Vorwerk in die Tests miteinbezogen? Es wäre doch interessant einen Vergleich zu diesen hochpreisigen Produkten zu bekommen.
  • Bosch BSG81466
    von mfred am 23.06.2010 um 19:10
    Wir haben uns nach diesem Artikel zum Kauf des Testsiegers entschlossen und sind leider nicht zufrieden. Wenn das der Testsieger war dann will ich die anderen gar nicht erst probieren. * Kein Zubehörfach da er sehr klein ist (kann man verkraften) * Teil unten bei der Staubaufnahme sehr wuchtig/hoch - dadurch wirds unmöglich unter die Couch zu kommen * selbst auf Hartboden muß fast mit Maximalleistung gesaugt werden, da er sonst zu schwach ist und Reste liegen läßt. * Kabelrückholvorrichtung nicht optimal, bleibt oft hängen. Summe: :(
  • Mühsam und unstimmig
    von REDAKTION am 09.06.2010 um 15:11

    Weil viele unserer Leser die genaue Beschreibung von Testkriterien überflüssig finden, stellen wir sie überwiegend auf unsere HP. Da alle Staubsauger sehr gute bis gute Werte bei der Filterwirkung hatten, haben wir nicht weiter spezifiziert. Für die kleinen Unstimmigkeiten zwischen Kurzbeschreibungen und Tabelle entschuldigen wir uns und korrigieren umgehend. Danke für diesen wichtigen Hinweis.

    Ihr Konsument-Team

  • Unstimmig
    von RiffRaff am 08.06.2010 um 12:31
    Wie unstimmig dieser Test bzw. dessen Aufbereitung in "KONSUMENT" ist, merkt man alleine an der Tatsache, dass ein und das selbe Gerät in der Testtabelle (in der Bewertungsklasse "SAUGEN") zwei einander widersprüchliche Einstufungen erhält. Das Gerät der Type:" Philips FC9178/03" wird in der Textspalte"Kurzbeschreibung" bezüglich der Saugleistung "Auf Hartböden" bewertet mit: "sehr saugstark" In der Textspalte "SAUGEN" wird das selbe Gerät bei der "Staubaufnahme Hartboden" nur noch "gut" bewertet. Da staunt der Laie...
  • mühsam und unübersichtlich
    von JAL am 12.05.2010 um 17:09
    Den Staubsaugertest finde ich sehr schlecht aufbereitet. Zuerst wird man im Heft zum Nachlesen der Testkriterien auf die Website verwiesen (Wozu habe ich eigentlich die Zeitschrift? Gibt s dort bald nur mehr Überschriften?) Und hier finde ich in der ganzen Unübersichtlichkeit aber nicht mal konkrete Messergebnisse (das wäre wirklich eine vertiefende Information, die nicht unbedingt im Heft Platz einnehmen muss, aber für alle Interessierten auf der Website wohl problemlos unterzubringen) sondern hauptsächlich verbale Beurteilungen von sehr gut bis durchschnittlich . Ist ja ok, aber ohne Angabe von Messerwerten wird s seltsam - insbesonders der Punkt Umwelteigenschaften bleibt somit völlig im Dunklen. Wie hoch ist nun der Feinstaubgehalt in der Abluft? Was ist sehr gut , was nur mehr durchschnittlich , etc.? Dafür gibt S massiven Punkteabzug. Gesamturteil Staubsaugertest somit nur weniger zufriedenstellend