Waschbare Herrenanzüge

Ab in die Maschine!

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Konsument 10/1999 veröffentlicht: 01.10.1999

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Testergebnis materialabhängig

Das Testergebnis, so viel ist klar, hängt sehr stark vom Material ab. Der Testsieger war zur Gänze (Obermaterial und Futter) aus der sehr robusten Chemiefaser Polyester gefertigt. Der Verlierer verwendete Baumwolle als Obermaterial und Polyester als Futter. Baumwolle, das lernt der Textiltechniker schon im Kindergarten, geht ein und knittert leicht. Zwar kann die Chemie mit Hilfe der sogenannten Ausrüstung die Naturfaser weniger empfindlich und pflegeleichter machen. Aber das hat, wie der Test zeigt, nur eingeschränkt funktioniert.

Billigprodukt aus Polyester war sehr gut

Was nützt mir der schönste waschbare Anzug, wenn er beim Waschen eingeht? Der markenlose Anzug ist überhaupt nicht eingegangen, was bei Polyester zu erwarten war. Beim Odermark-Anzug schrumpfte das Sakkofutter ein wenig und der Bonomi-Baumwollanzug ging kräftig ein (knapp drei Prozent). Fachleute stufen Maßänderungen von bis zu einem Prozent als „gut“ ein. Liegt sie über drei Prozent, ist sie inakzeptabel. Das wirkt sich vor allem an den Ärmeln und noch mehr an der Hose aus. Ist die Hose vor dem Waschen zum Beispiel einen Meter lang und geht sie dann drei Prozent ein, dann sind das immerhin drei Zentimeter, und das schöne Männerbein wird sichtbar – bloß will das keiner sehen. Die Lösung könnte darin bestehen, dass Sie eine langgestellte Hose nehmen (so lautet der Fachausdruck für die extralangen Konfektionsgrößen), waschen und dann erst die Beinlänge endgültig fixieren.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo