KONSUMENT.AT - Hormonell wirksame Substanzen - Zahnpasta, Hautcreme, Kinder-Jacke, Kopfhörer, Wasserflasche

Hormonell wirksame Substanzen

Unser täglicher Schadstoffcocktail

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KONSUMENT 2/2020 veröffentlicht: 17.12.2019

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Wo können wir im Laufe eines Tages mit potenziellen endokrinen Disruptoren in Kontakt kommen?

Hormonell wirksame Substanzen: Zahnpasta (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

1. Zahnpasten: In Frankreich enthielten 2 von 16 Zahnpasten mit Weiß-Effekt Triclosan oder Propylparaben – Chemikalien, die als endokrine Disruptoren bekannt sind.

 

Hormonell wirksame Substanzen: Hautcremen (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

2. Hautcremen: 50 % der Hautcremen, die in Italien getestet wurden, enthielten Propylparaben oder Butylparaben. Diese Stoffe stehen im Verdacht, die Entwicklung von Föten im Mutterleib zu beeinträchtigen.

3. Damen-Nassrasierer (kein Bild): 7 von 17 in Österreich erhältliche Damen-Nassrasierer enthielten Butylhydroxytoluol (BHT). Dieser Stoff hat nachweislich endokrine Eigenschaften.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Lebensmitteln (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

4. Obst: 19 Prozent der Lebensmittelproben, zumeist Obst, die in ganz Europa untersucht wurden, enthielten eines oder mehrere endokrin wirksame Pestizide.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Kinderjacken (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

5. Kinderjacken: 3 von 6 Kinderjacken in Norwegen enthielten Perfluoroctansäure (PFOA), eine Substanz, die bei der Entstehung von Krebs beteiligt sein kann.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Kopfhörern (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

6. Kopfhörer: In Dänemark enthielten 2 von 16 Kopfhörern Phthalate. Diese können zu Unfruchtbarkeit führen.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Wasserflaschen (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

7. Wasserflaschen: In Norwegen wurden in 9 von 11 Wasserflaschen Bisphenol A (BPA) und andere endokrine Disruptoren nachgewiesen.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Kinderkaugummis (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

8. Kinderkaugummis: In Dänemark enthielten zwei Drittel der getesteten Kinderkaugummis Zusatzstoffe, die mit Entwicklungsstörungen bei Kindern in Zusammenhang gebracht werden.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Fast-Food-Verpackungen (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

9. Fast-Food-Verpackungen: Ein Drittel der Fast-Food-Verpackungen in der EU enthielten fluorierte Substanzen. Diese stehen ebenfalls im Verdacht, endokrin wirksam zu sein.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Getränkedosen (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

10. Getränkedosen: 8 von 14 Getränkedosen (soda cans) in Dänemark enthielten verschiedene Arten von Bisphenolen. Auch BPA wurde in der Beschichtung entdeckt.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Teddybären (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

11. Teddybären: Nonylphenol Ethoxylate steht im Verdacht, Krebs auszulösen, die Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen sowie Typ-2-Diabetes, Übergewicht und Hyperaktivität auszulösen. In Norwegen wurde der Stoff in allen 6 getesteten Teddybären gefunden.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Buggys (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

12. Buggys: 6 von den 11 Buggys, die in Dänemark getestet wurden, enthielten Chlorparaffine. Auch diese Verbindungen sind als potenzielle endokrine Substanzen bekannt.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Baby-Feuchttücher (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

13. Baby-Feuchttücher: 4 von 21 Baby-Feuchttüchern, die in Frankreich getestet wurden, enthielten Parabene. Diese beeinträchtigen vermutlich die Fortpflanzungsfähigkeit.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Anti-Aging-Cremen (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

14. Anti-Aging-Cremen: 1 von 3 Anti-Aging-Cremen, die von unseren deutschen Kollegen getestet wurden, enthielten Methyl-, Propy- und/oder Ethylparaben.

 

Hormonell wirksame Substanzen in Fernbedienungen für Spielkonsolen (Bild: BEUC/Bearbeitung oris Seyser)

15. Fernbedienungen für Spielkonsolen: 4 von 12 Fernbedienungen für Spielkonsolen, die von unseren dänischen Kollegen getestet wurden, enthalten Chlorparaffine bzw. endokrin wirksame Flammschutzmittel.

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Kommentare

  • leider etwas spät
    von susie am 20.12.2019 um 07:18
    Vielen Dank für diesen Beitrag. Das erklärt endlich meine Erkrankungen. Jahrelang hatte ich hormonelle Störungen die zu Unfruchtbarkeit, Endometriose und Hashimoto geführt haben. Als Kinder sind wir unter dem DDT Sprühnebel durchgelaufen, hatten Beissringe aus krebserregendem Plastik, durften im nicht schädlichen Passivrauch schlafen. Später haben wir Essen aus erhitzten Plastikbeutel und Plastikschalen gegessen und mit Pestiziden angereicherten Tabak geraucht, weils so schön mild war. Seit den 90ern trinken wir so gut wie alles Plastikflaschen, weils so schön leicht ist.
    Auch gut, dass doch nicht alles auf Tschernobyl zurückzuführen ist..