KONSUMENT.AT - Hühnerfleisch aus Brasilien - Ökologische Auswirkungen

Hühnerfleisch aus Brasilien

Leid für Mensch und Tier

Seite 3 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 3/2018 veröffentlicht: 22.02.2018

Inhalt

Ökologische Auswirkungen

Natürlich hat die Massenverarbeitung von Geflügelfleisch auch ökologische Auswirkungen: Geschätzte 14,5 Prozent der durch die Lebensmittelproduktion verursachten Treibhausgasemissionen stammen aus der Geflügelzucht. (Global gesehen haben die Rinderzucht mit 41 Prozent und die Milcherzeugung mit 20 Prozent die größten Auswirkungen auf das Klima.)

Hauptursache für Emissionen in der Produktionskette von Geflügel ist die Tierfutterproduktion. Hier geht es vor allem um den Anbau, die Düngung, die Verarbeitung und den Transport von Mais und Sojabohnen. Wird in diese Schätzung die Umwandlung von Waldflächen in Sojabohnenplantagen eingeschlossen, steigt der Wert nochmals deutlich an.

Gesundheitliche Probleme für Mensch und Tier

Aber auch durch die Hühnerhaltung wird klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) produziert. Zusätzlich kommt es zu einem massiven Ausstoß von Ammonium. Die Folgen sind gesundheitliche Probleme für Mensch und Tier sowie eine mögliche massive Schädigung der Wasserqualität und empfindlicher Ökosysteme.

Und noch eine Zahl: Elf Prozent des Wasserverbrauchs in Brasilien gehen auf das Konto der Tierzucht. Die Entsorgung von umweltschädlichen Industrieabfällen in Flüssen und Böden führt außerdem zu einer konstanten Verschmutzung der Gewässer und des Grundwassers.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
12 Stimmen
Weiterlesen