iPad Pro

Faszinierendes in der Nische

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KONSUMENT 5/2016 veröffentlicht: 02.03.2016

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iPad Pro im Alltagstest: KONSUMENT-Redakteur Gernot Schönfeldinger hat das Gerät ausprobiert - eine Art subjektiver Kurztest. Die wiedergegebene Meinung muss nicht zwangsläufig mit VKI-Testergebnissen übereinstimmen.

Gernot Schönfeldinger (Bild: U. Romstorfer/VKI)
KONSUMENT-Redakteur
Gernot Schönfeldinger
über das iPad Pro

Wahre Fans können es nachvollziehen: das erhebende Gefühl beim Auspacken eines fabriksneuen Gerätes "designed by Apple in California“. – Das „Assembled in China“ ignorieren wir (siehe Ethik-Test: Tablet-Hersteller 12/2014 ). Welches Hightech-Produkt wird eigentlich nicht dort zusammengeschraubt? – Schon die edel gestylte Verpackung setzt im Körper die erste Welle an Glückshormonen frei. Mit glänzenden Augen hebt man den Deckel ab und wirft einen scheuen Blick auf das Objekt der Begierde. Selbst der Kunststofffolie, die es umhüllt, entströmt mehr als nur die Ausdünstung der Weichmacher. Es ist der Duft des Besonderen.

Nicht geschenkt, nicht geborgt

Und dann passiert eines Tages das Unerwartete! Das lang ersehnte iPad Pro ist in der Redaktion eingetroffen – nicht geschenkt, nicht geborgt, sondern ganz regulär von uns gekauft. Der Deckel ist ab und mein erster Gedanke: "Na bumm, das ist wirklich groß!“ – körpereigene Glückshormon-Rückrufaktion inklusive. Gut, ich hab’s vorher gewusst. 12,9 Zoll sind 12,9 Zoll, also fast 33 Zentimeter Display-Diagonale. „Dünn, leicht, gigantisch“, sagt Apple und hat zumindest bei Letzterem nicht übertrieben, sofern man in bisher gewohnten Tablet-Maßstäben misst. Auch der Behauptung "dünn“ kann ich etwas abgewinnen, wenn man die Kubatur mit der drinsteckenden Leistung in Relation setzt.

Über 700 Gramm Gewicht

Klar, alles ist relativ. Aber wenn es davon Steigerungsformen gäbe, dann wäre "leicht“ in Bezug auf das iPad Pro für mich am relativsten. Sollen doch die für die Werbefotos verantwortlichen Marketingmenschen bei Apple versuchen, das Ding auch nur fünf Minuten lang mit einer Hand frei schwebend zu halten! Was ich damit sagen will: 713 Gramm (ohne Hülle) sind auf jeden Fall so viel, dass das iPad Pro seinen Platz auf dem Tisch oder auf den Oberschenkeln braucht. Das Halten mit beiden Händen ist nur dann eine Alternative, wenn die Daumen für die Bedienung ausreichen.

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Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • iPad Pro
    von ling am 13.05.2016 um 18:18
    Gratulation! Ich besitze zwar kein solches Gerät, doch man ist ja mittlerweile umzingelt von Apple-Jüngern und kann so auch als "uncooler" Weltenbürger seine Erfahrungen machen. Wenn Sie vergeblich auf eine Dreingabe gewartet haben, dann können Sie diese Ohrenstöpsel ja kaufen, denn das kann man bei Apple um teures Geld wirklich. Sie werden wahrscheinlich auch irgendwann eine QWERTZ-Tastatur erstehen können - zusätzlich zur bereits bestehenden. Wer wird denn wegen lächerlicher 150 Euronen viel Aufsehen machen? Und falls Ihnen das iPad Pro zu schwer ist, dann kaufen Sie halt ein neues - eine Mini-Ausführung, auch diese ist zu erwerben. Vielleicht gleich ein iPhone dazu, damit man alles perfekt synchronisieren kann? Und dann tauchen Sie ein in die Apple-Welt, tragen eine dazu passende Uhr, damit Sie jederzeit ablesen können ob Ihr Herz auch schlägt, sehen Apple-TV, besuchen den Store, versorgen sich mit Apps bis das Display übervoll ist. Wie schön kann doch das neue Leben sein. Wenn man schon keine Zinsen für sein Geld bekommt, dann sollte man es wenigstens vernünftig ausgeben...
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo