KONSUMENT.AT - Schülerwettbewerb JETZT TESTE ICH: Die Gewinner - 780 TeilnehmerInnen - 170 Projekte

Schülerwettbewerb JETZT TESTE ICH: Die Gewinner

Chips, Webmail, Küchenkomposter

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KONSUMENT 8/2016 veröffentlicht: 17.06.2016, aktualisiert: 28.07.2016

Inhalt

Hut ab vor den Mädchen

Alles der Reihe nach: 780 Schülerinnen und Schüler hatten sich 2015/16 an unserem Schülerwettbewerb „Jetzt-teste-ich“ beteiligt und 170 Arbeiten eingereicht. Hut ab vor den Mädchen. Sie reichten mit Abstand die meisten Projekte ein und waren unter den Siegerprojekten stark vertreten.  Die methodische Bandbreite war groß. Wir erhielten dunkle Videos (Bestellung im Fastfood-Restaurant), PowerPoint-Präsentationen, Excel-Listen, lange Berichte mit Fotos und Tabellen aber auch dünne Blättchen von knapp zwei Seiten.

Vergleiche und Prognosen

Wir erhielten Projekte, die die Werbebotschaft von Katzenfutter einem Realitätscheck unterzogen, Einreichungen, die in Blindverkostung den Unterschied zwischen Markenprodukten und Handelsmarken zu ergründen suchten. Uns erreichten Projekte, die mit Umfragen die Verschuldung von Jugendlichen analysierten (wieviel Geld haben sie zur Verfügung, wofür geben sie es aus?). Solche, die mittels Mystery-Shopping die in der Schule beliebtesten Textilketten eruierten. Und viele von der Art: „wir haben … verglichen. Am besten gefällt uns …“.  Ein Team hatte in einer Umfrage die Nutzung von Video-on-demand und TV unter Jugendlichen erhoben und wagte die Prognose: Wenn sich dieser Trend zu Video-on-Demand „so weiter entwickelt, könnte es durchaus passieren, dass das „normale“ Fernsehen in Vergessenheit gerät.“

Küchen-Komposter

Viele der eingereichten Projekte zeigten sich sehr lebensnahe. So etwa der Heim-Komposter der Neuen Mittelschule Hollenstein/Ybbs. Wie wäre es, so fragte sich das Team rund um Gruppensprecherin Carina Jagersberger, einen Komposter für Städter ohne Garten zu bauen – also einen für drinnen (Küche und Keller)? Zwar macht das Zerkleinern der Küchenabfälle Mühe, trotzdem kann sich das Ergebnis sehen lassen: Drei Behälter, ein Gehäuse, viel Holz, kein High-Tech. Der Ventilator, der die Belüftung verbessert, läuft mit Solarzellen. Kräuterextrakte begünstigen die Verrottung. Der Prototyp funktioniert. Zitat: „Auch der von vielen Menschen befürchtete Gestank war nach einem Monat nicht eingetreten.“ Die Schüler überlegen eventuell eine größere Ausgabe ihres Komposters für den Schulbetrieb aufzustellen.

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