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7 Antworten Seiten:  1
Hallo,

im letzten Konsument wurde daruf hingewiesen, dass ein Arzt berechtigt ist, bei einem versäumten Termin eine Entschädigung in Rechnung zu stellen.
Wie sieht das umgekehrt aus, wenn der Termin vom Arzt nicht eingehalten wird? Sei es, weil man trotz Termin stundenlang warten muss oder der Arzt kurzfristig die Ordination beendet?

MfG
Ewald
http://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument%2FMagazinArtikel%2FDetail&cid=318890138621
Da gibt es leider keine Entschädigung und auch keine Handhabe. Das Einzige was Sie als Patient tun können: Sie können sich bei Krankenkasse und/bzw. Ärztekammer beschweren oder in unserem Forum "Schlechte Erfahrungen gemacht" Namen nennen …
Ihr KONSUMENT-Team

This message was edited 1 time. Last update was at 24. July 2014 08:52

Hallo Redaktion,
Danke für die Info!
Aber gerecht ist das nicht, auch meine Zeit kostet Geld.
MfG
Ewald
Hier könnte der Konsument auch einmal einen Ärztetest machen bezüglich Wartezeiten...

Ich finde es schon eine Unart wenn man schriftlich einen Termin ausmacht und dieser dann vom Arzt einfach nicht eingehalten wird und man 2 Stunden warten muss.

Liebe Redaktion: wenn es bis jetzt dazu keine Entscheidung gibt, könnte man ja einfach eine herbei führen, oder? Rein rechtlich betrachtet: wenn schriftlich ein Termin ausgemacht ist und der Arzt diesen dann ohne triftigen Grund nicht einhält (ein jeden Tag volles Wartezimmer ist ja wohl kein unvorhersehbares Ereignis) müsste er eigentlich Schadenersatzpflichtig sein, oder?
Egal mit wem man spricht: die Anzahl jener Patienten, die erst mühsamst einen Termin ergattern müssen und dann dennoch mitunter stundenlang warten müssen (2-3 Stunden sind keine Seltenheit) ist nicht unbeträchtlich. Ich wäre auch dafür, daß es hier in der Regelung keine Einbahnstraße gibt, sondern daß das Terminvertrauen auf Gegenseitigkeit beruhen soll. Ich fürchte nur, daß der Ärztekammer genug einfallen wird, damit die Ärzte nicht auf ihre Terminzusagen festgenagelt werden können. Meistens ist es einfach ein Mißmanagement - denn soviele "Akutfälle", die stundenlange Zusatzwartezeit verursachen, kann ein einzelner Arzt nicht ständig haben ... und auf diese "Begründung" läuft es raus.
In schlechten Arbeitszeiten wie diesen - nehmen Patienten dann oft sogar einen Urlaubstag, wenn sie zu einem Arzt müssen, der bekannterweise Termine überzieht. Ob das die Lösung ist? Leider hat man im ländlichen Bereich deutlich weniger Auswahlmöglichkeit, wo man hin geht. In Wien hatte ich bei einem Facharzt immer wieder Wartezeiten um die 3 Stunden, weil Privatpatienten zwischengeschoben wurden. Wobei unsere familieninterne Erfahrung kurioserweise gezeigt hat, daß Ärzte mit kleinen Kassen wie KFA oder SV oder generell die Wahlärzte ihre Wartezeiten immer extrem kurz halten (können). Da denkt man sich doch etwas ??!!
Fakt ist: bei Wahlärzten wartet man keine 10 Minuten, bei Gebietskrankenkassen kann die Dauer schon 2-3 Stunden betragen. Auch bekommt man bei Zahlung/Wahlarzt viel schneller einen Termin und der Arzt nimmt sich auch viel mehr Zeit. Jedoch gibt es auch da Ausnahmen: bei meiner Zahnärztin in Enzersdorf/Fischa hab ich nie länger als 30 Minuten gewartet und hier hab ich eigentlich Verständnis, da ich auch einmal als Schmerzpatient eingeschoben worden bin.
Ja, da haben Sie recht - jetzt wo Sie's sagen. Bei Zahnärzten hätte man jedes Verständnis und dennoch ist auch mir in all den Jahren noch keine längere Wartezeit als vielleicht 15 Minuten untergekommen.

Gestern war ich beim Internisten. Termin 8:30 Uhr. Drangekommen um 9:35 Uhr. Im Wartezimmer hörten wir, daß Termine für den August vergeben werden und daß offensichtlich auch "Stammkunden" an andere Internisten verwiesen wurden, weil der Kalender einfach voll ist ... Auf Termin für eine Darmspiegelung im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung (also nicht akut) sind es 6 Monate Wartezeit. Und dann jeweils halt im Wartezimmer dann auch "von einer Stunde aufwärts".
Vor Jahren bekam ich bei einem mir bislang fremden Internisten (Wahlarzt) einen Termin binnen einer Woche und wurde pünktlichst aufgerufen und es gab ein langes informatives Gespräch. Plus danach einen schriftlichen Befund.
Befund kriege ich bsp von einigen Ärzten trotz Zuweisung vom prakt Arzt NICHT ! Begründung, weil sie dafür keine Zeit hätten.
Ich warte selbst als (offenbar sehr gut versicherte, da BVAEB) Patient sowohl bei Kassen- als auch bei unsagbar teuren Privatärzten inzwischen mindestens 1,5 - 2 h, ganz unerheblich worum es geht. Auch ein Einfinden in der Praxis 15 min vor Termin hat keinen positiven Effekt.

Sollte es einmal unter einer Stunde Wartezeit gehen, bin ich selbst sehr überrascht.

Es wäre immerhin eine Möglichkeit oder ein Lösungsansatz, wenn seitens der Sprechstundenhilfe die Wartezeit grob abgeschätzt werden könnte (1h, 2h), damit zumindest notwendige Erledigungen noch zwischenzeitlich noch erledigt werden könnten. Ich kann gar nicht sagen, wie viele freie Tage oder Urlaubstage ich schon in Arztpraxen "verwartet" habe...
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