Anmelden / Zugang aktivieren
Thema beantworten Zurück zur Themen-Übersicht
4 Antworten Seiten:  1

am 22.Sept 2014 abends wurde ich von einer Person angerufen, die sich als Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen
vorgestellt hat. Von dieser Person wurde mir erklärt,das auf Grund der Ebola Epidemie in Afrika erhöhte finanzielle Mittel erforderlich sind und ob ich nicht bereit wäre zu spenden. Da ich an Ärzte ohne Grenzen meist im Dezember einen Geldbetrag überweise, erklärte ich mich bereit, dies bereits jetzt zu tun.
Der Anrufer wollte aber einen monatliche Dauerauftrag um eine bessere Finanzplanung zu ermöglichen.
Dann hat der Anrufer noch die IBAN Nr verlangt, damit sich seine Bank mit meiner in Verbindung setzen kann
Bei mir haben die Alarmglocken geschrillt und ich habe die IBAN selbstverständlich nicht bekanntgegeben.
Eigentlich dachte ich. daß es sich bei dem Anrufer um einen Betrüger handelt und hab nächsten Tag die Wiener Zentrale von Ärzte ohne Grenzen angerufen. Dort wurde mir erklärt, das es sich sehr wohl um einen ihrer Mitarbeiter handelt und daß viele Angerufene froh wären, daß sie sich durch die Vorgangsweise mit der IBAN den Weg zur Bank ersparen.
Es wird von Konsumentenschützer immer wieder gewarnt, Kontodaten bekanntzugeben, hier nützt man die Hilfsbereitschaft der Leute aus, um an diese zu gelangen.
Ebenso ist die Gefahr von "Trittbrettfahren" gegeben.
Mein hohes Ansehen von Ärzte ohne Grenzen hat durch diese Vorgangsweise einen kräftigen Patzer bekommen

Ich habe vor einigen Jahren eine ähnliche schlechte Erfahrung mit Ärzte ohne Grenzen gemacht.
Ich habe regelmäßig und (vermeintlich) anonym an ÄoG gespendet um die ganze folgende Werbeflut/Spendenbriefe zu vermeiden.
Nach ein paar Wochen hatte ich plötzlich eine Überweisung von 1 Cent (plus) auf meinem Konto. Buchungstext war sinngemäß "möchten uns bedanken"
War alarmiert, da zu dieser Zeit gerade in den Medien vor dieser 1-Cent- Masche gewarnt wurde, bei der angebl. nur Konten erst abgecheckt werden und dann etwas abgebucht wird. (siehe wikpedia '1-Cent-Überweisung')
Bin sofort zur Bank um Auskunft zu verlangen. Die Bankangestellte hat mir daraufhin gesagt, dass es anscheinend tatsächlich von Ärzte ohne Grenzen ist.
War total verärgert, denn auch wenn jetzt nichts von meinem Konto abgebucht wurde - ich möchte nicht dass mit meinem (Spenden-)Geld solche Aktionen (mit-)finanziert werden! Ich habe seither nie wieder etwas an Ärzte ohne Grenzen gespendet. MMn äußerst unprofessionelles Vorgehen das den guten Ruf ruiniert und somit die an sich so wichtige Arbeit der Ärzte torpediert. Eine offizielle schriftliche Stellungnahme wäre wenigstens zum aktuellen vorigen Beitrag angebracht.
Leider reagieren immer mehr solcher Hilfsorganisationen unseriös und versuchen, sofort an die Kontodaten potentieller Spender zu kommen;

früher erhielt man mehr oder minder regelmäßig Spendenbriefe mit beigelegtem Erlagschein - heute wollen alle sofort einen Dauerauftrag und alle Kontodaten - nein danke!
Dazu kommt, daß der Verwaltungaufwand dieser Firmen meist unverhältnismäßig hoch, nicht nachvollziehbar ist und nur ein Bruchteil der Spenden überhaupt bei den Hilfsbedürftigen ankommt.
Ich habe meine Spendenbereitschaft total eingeschränkt, lieber helfe ich jemandem persönlich (muß nicht immer Geld sein), über dessen Lage ich mir zuvor ein realistisches Bild machen konnte.
Es werden ja viele (Hilfs)vereine auch nur zu dem Zweck gegründet, um Förderungen lukrieren, Steuern sparen etc. zu können, sprich, die Betreiber wollen ohne Arbeit Geld scheffeln, sichtbar an den immer zahlreicher werdenden Asylvereinen.
Ärzte ohne Grenzen hat uns folgende Stellungnahme zukommen lassen - die Redaktion:

Wir telefonieren seit vielen Jahren mit unseren aktiven Spendern: Einerseits um uns zu bedanken, andererseits um ein regelmäßige Unterstützung per Abbuchungsauftrag zu erbitten. Für unsere Einsätze ist eine regelmäßige Unterstützung besonders wichtig, damit wir eine stabile und gesicherte Finanzierung haben. Selbstverständlich verstehen wir, dass eine dauerhafte Unterstützung nicht für jeden optimal ist, und bieten natürlich auch einmalige Spendenmöglichkeiten an.

Jene Menschen, die uns mit einem regelmäßigen finanziellen Beitrag unterstützen, machen das über einen Abbuchungsauftag vom Konto. Um einen Abbuchungsauftrag einrichten zu können, benötigen wir den IBAN, der auch im Telefonat abgefragt wird. Jeder Spender erhält nach Gesprächsende eine schriftliche Bestätigung der vereinbarten Spenden (Spendenhöhe, -rhythmus, Konto von dem abgebucht wird).

@Eberl4844: Wir können gut verstehen, dass man vorsichtig wird bei Spendenanrufen. Bei ihrer Rückfrage in unserem Büro konnten wir hoffentlich Ihre Sorge entkräften, dass es sich um Trittbrettfahrer handelt.
@DorisF: Ärzte ohne Grenzen nimmt generell nach der Spende Kontakt zu den Spendern auf, um sich zu bedanken und um die Spende zu bestätigen (steuerliche Absetzbarkeit).
Wir versuchen zuerst den Spender postalisch, online oder per Telefon zu erreichen. Als letzte Möglichkeit nehmen wir über den Kontoauszug Kontakt auf - eben über diese 1 Cent Rückbuchung. Das ist ein sehr kostengünstiger Service (eben 1 Cent), den wir unseren Spendern anbieten und der von vielen gerne und positiv angenommen wird. Denn viele Spender wissen gar nicht, dass mit ihrer Überweisung meistens die Postadresse nicht mitgeschickt wird, und sind enttäuscht, wenn wir uns nicht für die Spende bedanken.
@sidestep: Hier wird leider alles in einen Topf geworfen. Für Ärzte ohne Grenzen gilt:
- Bei uns können Sie sowohl einmalig als auch regelmäßig spenden.
- Sie können per Erlagschein, über Abbuchungsauftrag, Dauerauftrag oder online spenden.
- Bei Ärzte ohne Grenzen sind die Kosten für alle Spendenaktionen sehr genau nachvollziehbar und werden auch jährlich veröffentlicht.
Im Jahr 2013 wurden für jeden ausgebenen Euro mehr als 6,50 Euro eingenommen. Ein Spender-Telefonat kosten rund 7 Euro: Wenn damit ein Abbucher in der (üblichen) Höhe von monatlich 7-10 Euro abgeschlossen wird, der dann meist über viele Jahre kostenfrei läuft, kommt den Hilfsbedürftigen ein Vielfaches (!) der Kosten zu Gute.
Weiterführende Informationen:
http://www.aerzte-ohne-grenzen.at/spenden/spender-service/ >>> Publikationen (z.B. Jahres- und Finanzberichte)
http://www.aerzte-ohne-grenzen.at/spenden/unser-umgang-mit-spenden/
http://www.aerzte-ohne-grenzen.at/spenden/fragen-antworten/

Für weitere Fragen können Sie uns gerne direkt kontaktieren:
spende@aerzte-ohne-grenzen.at
Nicole Ebner | Digital Fundraising
Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF) Austria

This message was edited 1 time. Last update was at 01. October 2014 15:03

Ich habe seit vielen Jahren einen Abbuchungsauftrag für Ärzte ohne Grenzen eingerichtet. Bei der seinerzeitigen Erstellung wurde ich ebenfalls nach meiner Kontonummer gefragt, allerdings habe ich erklärt, dies am Telefon nicht tun zu wollen. Ärzte ohne Grenzen zeigte Verständnis, hat mir problemlos schriftliche Unterlagen zugesandt, ich konnte das Formular mit allen relevanten Daten per Post übersenden. Natürlich erhalte ich auch jährlich einen Anruf mit der Bitte um eine kleine Erhöhung meiner Spende, das Problem mit der Kontonummer ist aber jetzt nicht mehr relevant - weil bereits bekannt. Über eine allfällige Erhöhung erhalte ich jedes Mal eine schriftliche Bestätigung sowie eine jährliche Bescheinigung für das Finanzamt. Bis jetzt war die Abwicklung für mich immer seriös.
Zurück zur Themen-Übersicht
Angemeldet als: Gast      Die aktuelle Uhrzeit ist: 26. October 2021 16:44