Anmelden / Zugang aktivieren
Thema beantworten Zurück zur Themen-Übersicht
1 Antworten Seiten:  1
Zu nachstehendem Fall würde mich die Meinung anderer Konsumenten interessieren.

Produkt: Optifibre Pulver, Dosen zu 250 g; Erzeuger Nestle.
Meiner Mutter (fast 90 Jahre, Kurzdarmsyndrom) wurde dieses Pulver empfohlen, um den ansonsten flüssigen Stuhlgang zu verfestigen. (Anm: Optifibre kann unterschiedliche gute und erwiesene Dienste im Darm tun, auch bei Darmträgheit usw.) Pulver wird in irgendeine Flüssigkeit gerührt, ist geschmacksneutral. 4 gehäufte KL benötigt Mama täglich, also ein beträchtlicher Verbrauch. Krankenkasse zahlt's nicht.

Bis Anfang dieses Jahres konnte ich 6er Packungen (günstiger als Einzelpreise) über das Internet beziehen. Entweder bei österr. Versandapothekenadressen oder in Deutschland, wo's mir mein Freund mitgebracht hat. Pro Dose war der Preis im Dezember 2014 um die 12 Euro.
Seit dem Frühjahr 2015 kann kein Versand mehr liefern. Soweit ich herausgefunden habe, werden sämtliche Versandapotheken von großen Zwischenhändlern beliefert, daher dann auch der günstigere Preis als bei Einzelstückabnahme. Angeblich werden jetzt diese Zwischenhändler nicht mehr von Nestle beliefert und daher sind die günstigeren Preise im Internet nur noch Schall und Rauch. Man kann nicht mehr bestellen. Aktuelle Preise sind derzeit von 15 Euro aufwärts. Dennoch nicht erhältlich.

Auch gut befreundete Apotheken in Österreich konnten und können dieses Produkt nicht günstiger besorgen. Apothekenpreise bewegen sich zwischen 18 und 22 Euro pro Dose.
Ich habe direkt bei Nestle angefragt und die Antwort säte Zweifel am Inhalt und der Originalität des Pulvers, wenn man im Internet bezieht. Nur direkt bei Nestle zum hohen Preis wäre man sicher.

Zur endgültigen Verwirrung trägt bei, daß die Internetversandapotheken die teureren Einzeldosen sehr wohl liefern könnten, nur eben nicht die günstigeren Packages.
In Deutschland hat mein Freund noch nie Versandspesen bezahlt, auch die ggf. Mindestabnahmepreise sind dort moderat. In Österreich sind Euro 12 für den Versand heftig. Und die Mindestabnahme von 30 Dosen, um einen Doseneinzelpreis mit 16 Euro zu erhalten, sind halt auch für einen alten Menschen ein wenig gar viel.

Mein Eindruck ist, daß der Erzeuger mit allen Mitteln versucht, den Preis den Produktes hoch zu halten. Für kranke / alte Menschen sind oft diese Zusätze / Ergänzungsnahrungsmittel (bsp. auch Fortimel) eine großartige Chance, doch noch Essen zu vertragen und wichtige Spurenelemente aufzunehmen. Ein gesunder Mensch braucht das alles nicht. Daher ist es traurig, wenn da dann mit Gewalt Geld verdient werden soll.
Das ist zumindest mein Eindruck, meine Meinung.
Welche andere Sichtweise gibt es dazu?
Auch Ihr Beispiel zeigt deutlich: Alles was für den (End)kunden günstiger kommt, wird schon bald von den Herstellerfirmen blockiert - mich wundert das sehr, da wir doch so blumig die zahlreichen Vorteile der EU angepriesen erhielten - so gut wie alle Dinge des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Drogerie- und Pflegeprodukte, Medikamente, Elektrogeräte) sind in Deutschland um einiges günstiger.

Erinnere mich, daß eine frühere Kollegin schon Mitte der Achtziger Jahre bei Besuchen bei Verwandten in Schärding da immer rüber nach Deutschland gefahren ist und diverse Sachen gekauft hat, aus gutem Grund ....
Fazit: Wir haben alle Nachteile der EU, jedoch keinerlei Vorteile erhalten.

Klar, daß Nestlé jetzt die Kunden verunsichert, die übers Internet bestellen - würde ich aber trotzdem tun, ich denke, die ständig kursierenden Warnungen vor Arzneimitteln aus dem Internet stimmen nur teilweise.
Wenn man wie Sie größere Mengen benötigt und das regelmäßig, geht das schon ins Geld.
Bezeichnend ist ja auch, daß Dinge, die man quasi täglich benötigt ständig teurer werden, dafür - oh Wunder - werden Elektronik etc. laufend billiger ...
Zurück zur Themen-Übersicht
Angemeldet als: Gast      Die aktuelle Uhrzeit ist: 18. June 2021 23:28