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Hallo Restaurantbesucher,

mit Interesse verfolge ich die Umsetzung der Allergen-Kennzeichnungspflicht und die langsam wachsende Sensibilität des Personals. Was mir allerdings völlig abgeht, ist ein Hinweis auf Alkohol in den Speisen. Es gibt zahlreiche Menschen, die z.B. aus medizinischen Gründen, aus religiöser oder persönlicher Überzeugung oder aufgrund ihrer Jugend keinen Alkohol zu sich nehmen dürfen/können/wollen.

Beispiel in einer bekannten Konditorei im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld: Serviert wurde ein Kastanientörtchen, bei dem der Biskuitboden von Kirschlikör nur so triefte - bei der Bestellung die Serviererin auf meine direkte Frage "Nein, da ist sicher kein Alkohol drinnen", und nachher "Ach wirklich? Das hab ich nicht gewußt". Keine Spur von Ersatzleistung oder so...

Ein Gegenbeispiel ist ein XXXLutz Restaurant in Graz: Auf meine Anfrage hin hat mir der Restaurantleiter zugesichert, in jedem "Verdachtsfall" sofort in der Küche nachfragen zu können. Bin schon öfter dort gewesen, das klappte bisher immer.

Wenn schon nicht Verpflichtung wie bei den Allergenen (es ist gesellschaftlich halt nicht "in", Alkohol zu thematisieren), dann wäre hier zumindest eine Empfehlung durch den Gesetzgeber angebracht, und zwar sobald Alkohol auf der Zutatenliste steht. Das oft zitierte "Verkochen" ist kein Ausweg, weil je nach Rezeptur und Zubereitungsart immer eine mehr oder weniger große Restmenge bleibt.
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Angemeldet als: Gast      Die aktuelle Uhrzeit ist: 18. June 2021 22:05