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9 Antworten Seiten:  1
Ich habe eine Vorteilscard Senior mit der ich gemäß den Angaben auf der ÖBB-Homepage eine Ermäßigung von 50% auf den Fahrpreis erhalte. Diese Behauptung war schon bisher nur teilweise richtig und die neuen Tarife zeigen, dass die Senioren jetzt abgezockt werden sollen.
Für die Fahrt von Ternitz nach Wien Hauptbahnhof zahlte ich bisher € 6,70. Jetzt kostet die Karte für diese Strecke € 8,70. Das entspricht einer Erhöhung um 30 Prozent! Gleichzeitig muss ich feststellen, dass für Inhaber der Vorteilscard Classic nach wie vor der Preis von € 6,70 gilt. Offensichtlich also ein gezielter Anschlag auf die schmale Geldbörse der Pensionisten!
Für die Fahrt von Langenzersdorf nach Wien Hauptbahnhof zahlte ich bisher € 1,20. Jetzt kostet diese Fahrt € 2,40 – das ist eíne Erhöhung um 100 % (in Worten: Hundert Prozent). Für die Besitzer der Vorteilscard Classic dagegen gilt nach wie vor der Preis von € 1,20.
Sind Senioren Menschen zweiter Klasse?
Damit holen sich die ÖBB zitzerlweise die günstigere Gebühr für die Vorteilscard Senior (meines Wissen unter 30 EURO im Gegensatz zur Vort.card classic um 99 EURO) zurück.
Ich nehme mir keine Vorteilscard classic mehr, da man auch hier nicht die vollen 50% Ermäßigung auf den Preis am Automaten erhält und selbst wenn man einen gültigen Fahrschein der Wr. Linien hat kann man nicht mehr günstiger ab Stadtgrenze fahren, de facto eine Verteuerung die bereits vor 2 Jahren probiert, nach heftigem öffentl. Protest jedoch auf Eis gelegt wurde - jetzt durchgezogen).
Ich verlege meine Ausflugsziele eben auf die Westbahn oder nutze div. Busverbindungen (es gibt mehr als man denkt, auch nicht teurer als mit Vort.card); man kann solch kundenfeindlichen Unternehmen nur die rote Karte zeigen, indem man ihnen das Geld entzieht ...würden das mehr Leute machen, würden die ÖBB unter Zugzwang kommen - so bleibt halt alles beim Alten, schimpfen allein nützt nichts.
Ohne rechtliche Begründung und ohne entsprechende Information der ÖBB gibt es mit der Vorteilscard Senior nur noch eine Ermäßigung von 30 % statt von 50 %. Grund ist, dass die ÖBB sich dem VVT angeschlossen haben und somit für Fahrten innerhalb Tirols nur Fahrscheine entsprechend den Tarifbestimmungen des VVT verkauft werden.
Dagegen gibt es mit der Vorteilscard-Classic weiterhin die reguläre Ermäßigung. Eine völlig unverständliche Ungleichbehandlung. Die ÖBB haben auf wiederholte Nachfragen keine rechtliche Begründung gegeben.
Ferner bedingt die neue Regelung eine weitere Beeinträchtigung. Bei der früheren Onlinebuchung erhielt ich eine Fahrkarte, die es mir ermöglichte, den Zeitpunkt von Hin- und Rückfahrt am Tag selbst auszuwählen. Durch die jetzt eingeführte zeitliche Zugbindung ist das nicht mehr möglich, da ich mich an die vorgegebenen Zeiten halten muss. Das führt dazu, dass bei Terminänderungen z.B. ein neuer Fahrschein für die Rückfahrt gekauft werden muss. Es fallen unnötige Mehrkosten an.
Erstaunlicherweise kann mit der Vorteilscard-Classic weiterhin eine Hin- und Rückfahrt ohne zeitliche Bindung gekauft werden. Weshalb nicht mit der Vorteilscard-Senior?
Die ÖBB teilten mir dazu mit, der Grund sei, damit einen mehrfachen Gebrauch der Tickets im Nahverkehr (Bus, Bahn und Zug) auszuschließen. ÖBB und VVT unterscheiden also zwischen jüngeren und älteren Kunden.?Demnach hegen beide einen Generalverdacht gegenüber älteren Kunden, weil sie eher Fahrscheine missbräuchlich nutzen. Und die zeitliche Zugbindung dient somit der Generalprävention gegenüber älteren Kunden. Das ist die propagierte Kundenfreundlichkeit.
Am 22.06.2016 teilte mir Frau Mag. Felipe dazu mit:
„Die ÖBB-Vorteilscard Senior ist beim Erwerb des Tickets nur der Nachweis, dass Sie grundsätzlich Senior sind und Anspruch auf einen dementsprechenden Tarif haben. Sie berechtigt nicht, dass Sie die billigere Reduktion von 50% der ÖBB bekommen. Weil die ÖBB verpflichtet ist, den VVT-SeniorInnentarif zu verkaufen, wo es eine Reduktion von 30% gibt. Für die Vorteilscard Classic gilt das sofern nicht, da es hier kein vergleichbares Produkt des VVT gibt. Die ÖBB-Card SeniorIn wird vom VVT als Nachweis deshalb herangezogen, weil es von den SeniorInnenverbänden keinen anderen Nachweis gibt, der allgemein gültig ist. Das dies nicht ganz fair ist, ist uns bewusst, aber wir konnten mit dem VVT bisher keine andere Lösung erarbeiten.“
Die Erklärung der zuständigen Landesrätin und Landeshauptmann-Stellvertreterin ist ein Armutszeugnis. Der VTT ist eine 100 % Tochter des Landes Tirol. Es ist also eine politische Entscheidung, für die es keine rechtliche Grundlage gibt. Die von mir angeschriebenen Landtagsfraktionen bestätigten das Problem und sagten zu, sich um eine Änderung nach der Sommerpause zu bemühen.
Eine gebotene Änderung bedarf des öffentlichen Drucks, ansonsten verharren politische Entscheidungsträger und ÖBB im Glauben, mit älteren Menschen kann man es ja machen.
Wer will, kann sich gern mit mir in Verbindung setzen und meine E-Mail Anschrift vom KONSUMENT anfordern.

Jedesmal wenn ich beim Ticketautomaten eine Fahrkarte nach Wien kaufe überkommt mich die Wut über die Preisgestaltung.
Wenn ich von Wr. Neustadt nach Wien Hbf fahre, dann werden ab der Stadtgrenze (Liesing) 2,20 € aufgeschlagen - das entspricht einer Fahrkarte der Wiener Linien.
Wenn ich mit der Vorteilscard Senior unterwegs bin, dann werden 1,40 € aufgeschlagen - das entspricht einem Seniorenfahrschein der Wiener Linien.
Wer mit einer Vorteilscard Classic/Family/Jugend unterwegs ist, hat einen günstigeren Fahrpreis als ich mit der VC Senior. Daran muss ich mich scheints gewöhnen, gerecht ist es nicht. Was ich aber absolut nicht verstehen kann, das ist, dass diese Personen in Wien gratis fahren, egal ob bis Hbf oder beispielsweise Schwechat. Für sie wird nur der Preis bis zur Stadtgrenze verrechnet!
Diese Vorgangsweise finde ich in höchstem Maße ungerecht und bedarf einer Erklärung!
Das Gejammere der Senioren über den neuen VOR-Tarif ist nicht ganz nachvollziehbar, denn es wird offenbar geflissentlich übersehen, dass die Vorteilscard Senior einerseits wesentlich billiger ist (um 70€ !!) und andererseits im Gegensatz zu den anderen Vorteilscards (Classic/Jugend/Family) auch auf Regionalbuslinien eine Ermäßigung bringt.
In dieser Hinsicht bringt der VOR-neu sogar eine Verbesserung, weil es jetzt durchgehende VOR-Seniorentickets Bahn+Bus gibt, womit sich ein günstigerer Preis ergibt (früher nur im VVNB wie in den meisten anderen Verbünden). Im VOR-alt musste man für Bahn / Bus separate ermäßigte Fahrkarten kaufen, was in den meisten Fällen teurer war als der Vollpreis – trotz 50% Ermäßigung auf ÖBB- bzw. Postbus-Tarif.
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Die Fahrkarten bis Wien nach ÖBB-Tarif (Vorteilscard Classic/Jugend/Family) gelten zwar in "ganz Wien", aber nur auf der Bahn, während der Aufschlag von 2,20 (Vollpreis) bzw. 1,40 (Senioren) zur Weiterfahrt in allen Verkehrsmitteln in Wien berechtigt: Straßenbahn, Bus, U-/S-Bahn.
Diesen "Aufschlag" muss auch jede/r Inhaber/in einer Vorteilscard Classic durch Lösen einer zusätzlichen Fahrkarte für die Kernzone zahlen, wenn er/sie in Wien mit anderen Verkehrsmitteln weiterfahren will. Auch Wiener, die nur ein oder zwei Stationen innerhalb Wiens fahren, müssen 2,20 bzw. 1,40 bezahlen (soviel zum Stichwort "Ungerechtigkeit"!).
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Übersehen wird offenbar auch, dass es mittlerweile für den gesamten VOR-Bereich VOR-Tageskarten gibt (früher nur VVNB):
  • beliebig viele Fahrten auf der gewählten Strecke (mit beliebigen Unterbrechungen)
  • ohne Kernzone (bis Kernzonengrenze): zweifacher Preis der Einzelfahrkarte
  • mit Kernzone: Tagesnetzkarte für Wien Kernzone inkludiert, zweifacher Preis der Einzelfahrkarte plus 1,10 (Vollpreis) bzw. 2,00 (Vorteilscard Senior) -> herausgerechnet: Tageskarte Kernzone 5,50 (Vollpreis) bzw. 4,80 (VC Senior)

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    Inhaber einer Vorteilscard Senior kommen damit zu einer relativ günstigen Tageskarte für die Kernzone, die es separat (d.h. als eigene Fahrkarte) nicht gibt, sondern nur in Kombination mit einer Strecke im Außenbereich. Die herausgerechneten 4,80 entsprechen dem Preis eines Streifens (1 Tag) der 8-Tage-Klimakarte Wien bzw. ca. 3,5 Fahrten mit Seniorenfahrschein.
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    Dass der VOR-neu eine Reihe von Problemen bringt und Ungereimtheiten aufweist, soll damit nicht schöngeredet werden (siehe dazu meine Forum-Beiträge). Ratsam wäre es gewesen, generell einen kleinen Überlappungsbereich nach Wien hinein zu belassen, zumindest bis zum ersten Bahnhof in Wien (Wien Meidling, Wien Heiligenstadt, Wien Hütteldorf etc.), dort wo die meisten Fahrgäste aussteigen, um auf die Wiener Linien umzusteigen. Das hätte kaum finanzielle Einbußen bedeutet, weil die meisten Fahrgäste ohnehin eine Fahrkarte für die Kernzone benötigen, aber den Unmut gedämpft.
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    (Rückblick auf VOR-alt: Überlappungsbereiche nach Wien hinein: Grundregel bei Süd- und Westbahn war: bis eine Station vor dem Endbahnhof, d.h. nicht Westbahnhof, sondern Penzing (!!); nicht Südbahnhof, sondern Südtirolerplatz (!!) (der Hauptbahnhof fiel nur durch den Umstand, dass er auf dem Gelände der Station Südtirolerplatz errichtet wurde, in den Überlappungsbereich hinein).)

    Den mit der Vorteilscard Senior unzufriedenen SeniorInnen kann man nur empfehlen, sich eine Vorteilscard Classic zuzulegen!
    Die ÖBB wird's freuen, denn die Einnahmen aus Vorteilstickets fließen zu 100% in die ÖBB-Kasse, während die Einnahmen aus Verbundtickets gemäß einem Schlüssel auf die am Verbund beteiligten Verkehrsunternehmen aufgeteilt werden und die ÖBB daraus weniger als 100% lukrieren.
    (Umgekehrt funktioniert's leider nicht: Jene, die das Seniorenalter noch nicht erreicht haben bzw. für die die Altersgrenze immer weiter nach oben geschoben wird, können sich keine Vorteilscard Senior mit allen ihren Vorteilen kaufen, auch wenn sie gerne eine hätten.)

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    WalterK_im_TarifdschungelCamp alias Tarifdschungler

    This message was edited 13 times. Last update was at 22. January 2018 10:00

    Im Tarifdschungel gilt folgendes Prinzip: Die 50% Ermäßigung mit Vorteilscard Classic/Jugend/Family werden immer auf den ÖBB-Tarif gewährt. Bei Zielen im Verbundraum ist der ÖBB-Vollpreis aber nur ein theoretischer Wert, der am Automaten nicht angezeigt wird, weil der Normalpreis (Vollpreis) der Verbundtarif ist, daher die Diskrepanz. Man erhält die 50% eben nicht auf den angezeigten Preis des Verbundtickets, sondern auf den theoretischen ÖBB-Preis, der bei Relationen innerhalb von Verbünden nur als Berechnungsgrundlage für die ÖBB-Ermäßigungen dient (VC C/J/F, ÖBB-Gruppenermäßigung). Die Ermäßigung mit Vorteilscard Senior hingegen wird vom jeweiligen Verbundtarif nach dessen Ermäßigungssatz berechnet.
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    Wiener Neustadt (im VOR-alt nur an einer Bahnstichlinie) und Ternitz lagen im VVNB. Daher kam für Inhaber einer Vorteilscard Senior nicht der ÖBB-Tarif, sondern der ermäßigte Verbundtarif des VVNB zum Tragen, der eine Ermäßigung von ca. 40% auf den Verbundtarif brachte wie auch im VOR-neu.
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    Ternitz Bf – Wien Hauptbf: 14,80 Vollpreis (VVNB); 8,90 ermäßigt mit VC Senior
    Wr. Neustadt Bf – Wien Hauptbf: 10,50 Vollpreis (VVNB); 6,30 ermäßigt mit VC Senior
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    Somit hat sich vom Prinzip her nichts geändert, auch wenn das oft falsch dargestellt wird (u.a. in einer help-Sendung auf Ö1). Der VOR-alt war lange Zeit der einzige Verbund, der keinen eigenen Seniorentarif hatte (mittlerweile ist jedoch im VVV (Vorarlberg) der Verbund-Seniorentarif eliminiert worden).
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    Die Regelung, dass ermäßigte Verbundtarife Vorrang vor dem ermäßigten ÖBB-Tarif haben, geht auf eine Rahmenvereinbarung zwischen ÖBB, Bund und Ländern zurück, gemäß der für jene Ermäßigungskategorien, für die es in einem Verkehrsverbund einen ermäßigten Verbundtarif gibt, der entsprechende Verbundtarif zur Anwendung kommt.
    Nur wenn es im Verbund eine bestimmte Ermäßigungskategorie nicht gibt, kommt der ermäßigte ÖBB-Tarif zur Anwendung.
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    Deshalb kam im VOR-alt und kommt jetzt im VVV (Vorarlberg) auch bei Vorteilscard Senior der ermäßigte ÖBB-Tarif zur Anwendung und in allen anderen Verbünden (auch VOR-neu) der jeweilige Verbund-Seniorentarif. Und da im steirischen Verkehrsverbund für Gruppen eine Ermäßigung vorgesehen ist, erhalten Gruppen dort eine Verbundermäßigung, während in allen anderen Verkehrsverbünden die ÖBB-Gruppenermäßigung zum Tragen kommt.
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    40% Ermäßigung auf den Verbundtarif sehe ich nicht als Problem an, angesichts der Vorteile. Wenn die Verbundermäßigung aber immer weiter nach unten geschraubt wird wie in Salzburg und Tirol auf knapp unter 30%, oder wie in Vorarlberg ganz abgeschafft wird, ist der Unmut verständlich.
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    VVNB-Tarifbestimmungen:
    «6.2 Senioren Senioren bezahlen gegen Vorweis eines Berechtigungsnachweises für Einzel- und Tageskarten den ermäßigten Preis [Anm.: höher als Kindertarif]. Als Berechtigungsnachweis werden die VORTEILSCARD Senior der ÖBB oder die ÖSTERREICHCARD Senior der ÖBB anerkannt.»
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    ÖBB-Tarifbestimmungen ("Handbuch für Reisen mit der ÖBB in Österreich"):
    «C.5.3.1.6. Die Vorteilscard Senior wird in folgenden Verkehrsverbünden als Ermäßigungsausweis anerkannt: Verkehrsverbund Ostregion, Verkehrsverbund Oberösterreich, Verkehrsverbund Salzburg, Verkehrsverbund Tirol, Verkehrsverbund Steiermark, Verkehrsverbund Kärnten.
    Daher erhalten Sie innerhalb dieser Verkehrsverbünde immer ein Verbundticket mit anderen als den obenstehenden Rabatten. Über die Rabatthöhe informieren die Verkehrsverbünde.»
    Nachzulesen hier: http://www.oebb.at/static/tarife/agb_der_oebb/handbuch_fuer_reisen_mit_der_oebb_in_oesterreich/index.html#2305227019
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    Links zum alten VVNB-Tarif (Ternitz bzw. Wr. Neustadt – Wien Hbf):
    http://www.abbv.at/index.php?abf=3&von2=3032xxxTernitz%0D%0A%3B%3B%3BTernitz+Bf%2C+3032+Ternitz%0D%0A&nach2=1108xxxWien-S%FCd%0D%0A%3B%3B%3BWien+Hauptbahnhof%2C+1108+Wien-S%FCd%0D%0A&tarifversion=version1&erst=0&st=2&mid=11&u1id=35&pos=1&id=29&mzahl=E0E8F5&Button=Abfrage+starten
    http://www.abbv.at/index.php?abf=3&von2=3135xxxWr+Neustadt%0D%0A%3B%3B%3BWr+Neustadt+Bf%2C+3135+Wr+Neustadt%0D%0A&nach2=1108xxxWien-S%FCd%0D%0A%3B%3B%3BWien+Hauptbahnhof%2C+1108+Wien-S%FCd%0D%0A&tarifversion=version1&erst=0&st=2&mid=11&u1id=35&pos=1&id=29&mzahl=E0E8F5&Button=Abfrage+starten
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    WalterK_im_TarifdschungelCamp alias Tarifdschungler

    This message was edited 15 times. Last update was at 22. January 2018 10:00

    Danke für die ausführliche Belehrung. Ich nehme an Sie werden vom VOR für ihre Tätigkeit bezahlt.

    Ich sehe sehr wohl, dass die VC Senior viel billiger ist als die VC Classic, aber ich sehe auch, dass ich seit der Pensionierung viel weniger im Geldbörsel habe als davor. Daher ist es verständlich, dass es mir auf jeden Euro ankommt.

    Ich sehe auch das ich mit der VC Senior für Wien zahlen muss, die anderen nicht. Der Hinweis, dass ich damit in ganz Wien fahren kann, bedeutet mir nichts. Ich fahre bis Wien Mitte und lege den restlichen Weg zu Fuß zurück. Ich möchte also die zumindest die Möglichkeit haben auf die Zwangsabgabe zu verzichten.

    Damit ist für mich auch die gepriesene Tageskarte uninteressant. Im Gegenteil erwächst mir daraus nun der Nachteil, dass ich für die Fahrt nach Wien eine Karte kaufen muss (inklusive aufgezwungener 1,40) und für die Rückfahrt wieder eine eigene Karte kaufen muss (wieder inklusive aufgezwungener 1,40). Wenn ich eine Tageskarte nehmen würde, müsste ich noch 2 € mehr bezahlen für ein Tagesticket auf den Wiener Linien, das ich nicht brauche.
    Wenn Sie sich meine sonstigen Beiträge zum VOR-neu in diesem Forum durchlesen, können Sie kaum zu der Meinung gelangen, dass ich vom VOR bezahlt werde.
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    Ich versuche nur den Tarifdschungel zu durchforsten und aufzuzeigen, wo es gewisse Vorteile und Möglichkeiten gibt, die man nützen kann, wenn man sie braucht, die aber aufgrund der miserablen Informationspolitik des VOR vielen Fahrgästen gar nicht bekannt sind. Z.B. spricht sich erst langsam herum, dass es VOR-Tageskarten gibt.
    Sie können aus diesen Möglichkeiten bedauerlicherweise keinen Nutzen ziehen, andere vielleicht schon.
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    Ich habe den VOR-neu nicht erfunden und ich hätte ihn auch ganz anders konzipiert.
    Aber die geringere Ermäßigung von 40% auf den VVNB-Tarif hat es schon vorher gegeben, da hat sich merkwürdigerweise niemand aufgeregt.
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    Ich für meine Person freue mich jedenfalls auf die Vorteilscard Senior, weil ich dann endlich auch die Busse ermäßigt benützen kann. Bisher habe ich sie so weit wie möglich gemieden und dem (durch Vorteilscard Classic billigeren) Zug den Vorrang gegeben, auch wenn es umständlicher war.
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    Meine Beiträge zum VOR-neu:
    http://www.konsument.at/jforum/posts/list/1870.page
    http://www.konsument.at/jforum/posts/list/1873.page
    http://www.konsument.at/jforum/posts/list/1874.page
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    WalterK_im_TarifdschungelCamp alias Tarifdschungler

    This message was edited 3 times. Last update was at 22. January 2018 10:01

    Meine Meinung zur Vorteils-Senior ist, als Rentner wird man sowieso von den Öffis betrogen, meine Rente ist klein, so bringt mir das wenig wenn ich angeblich auch Busse benutzen darf, ich fahre nur in Wien mit Jahreskarte und wenn mit der ÖBB hinaus, dann suche ich meistens ein Sparticket welches auch nicht so besonders ist. Es sollte wie in einigen ausländischen Ländern ist, Rentner mit kleiner rente sollten Freitickets bekommen. Bei uns fährt ein Beamter mit 5000,- Rente ums gleiche Geld wie ein Kleinrentner mit 1000,- pro Monat................. Undd as Argument zieht nicht, eine Classi Karte kostet 70,- und eine Senioren Karte "nur" soviel..........daher muß der Rentner mehr bezahlen. Ausgemachter Blödsinn.............aber einem Herrn Kern als EX-ÖBBler ist das wurscht, er hat seinen Dienstwagen frei.............
    Niemand sagt, dass Senioren mehr zahlen sollten, weil ihre Vorteilscard um 70€ billiger ist. Aber der Nachteil der geringeren Ermäßigung wird zumindest dadurch mehr als ausgeglichen, dass die VC und auch Busfahrten verbilligt sind. Beschweren tun sich anscheinend nur Senioren, die nie Busse benützen. Als Inhaber einer VC Classic blickt man neidvoll auf die Senioren: da blecht man 99€ und muss für Busse erst recht voll zahlen. So nebenbei: Bedauerlicherweise gibt es auch Nicht-Senioren mit Niedrig-Einkommen.
    Das Hauptproblem ist, dass die Grundpreise zu hoch sind:
    z.B. Wien (ab Stadtgrenze) – St. Pölten H+R Vollpreis 22€, mit VC Classic 10,60, mit VC Senior 13,20. In ATS umgerechnet sind das stattliche 303,- (Vollpr.), 146,- (VC Classic) bzw. 182,- (VC Senior) für 50km hin+zurück!! An der Preisschraube hat der Teuro kräftig mitgedreht. Und die Verantwortlichen wünschen sich Schweizer Ticketpreise (!!), obwohl die Einkommen dort wesentlich höher sind.
    Interessant ist die Idee von Freifahrscheinen. Das ist ein Thema für die Seniorenverbände. Die Pensionskassen könnten am Anfang des Jahres personalisierte Freifahrscheine versenden (Anzahl abhängig von der Pensionshöhe): pro Rentner/in 0 bis 12 Tagesnetzkarten für Bahn und Bus, die man an beliebigen Tagen verwenden kann. Aber in Ö sind die einfachsten Dinge nicht umsetzbar: da beginnt die Streiterei, wer das bezahlt – und überhaupt.
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    WalterK_im_TarifdschungelCamp alias Tarifdschungler

    This message was edited 2 times. Last update was at 22. January 2018 10:01

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