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9 Antworten Seiten:  1
Wie lange es sich die Postkunden gefallen lassen, was derzeit mit den Briefmarken abläuft, ist die Frage.
Die Zustellung jedenfalls ist ein Theaterstück für sich.
Wir erhalten derzeit nur 2 mal pro Woche Briefpost.
Die Werbung in den posteigenen Werbeumschlägen kommt mitunter so spät, daß Aktionen, Einladungen udgl nicht mehr rechtzeitig wahrgenommen werden können. Wenn die Post mittags oder am Nachmittag im Briefkasten liegt, aber Aktionsware in der Früh erhältlich ist - kommt man zu spät.
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Besonders interessant ist folgendes. Wie bekannt ist, hat die Postchefität die Handhabung der Briefmarken sehr verkompliziert. Bisherige Marken können nicht mehr richtig verwendet werden, man muß immer aufs Postamt und die Postämter (zumindest auf dem Land) werden reduziert. Weniger Angestellte und lange Warteschlangen am Schalter. Kürzere Öffnungszeiten. Und eine Zweiklassentarifgebarung. Wer den Brief so schnell wie bisher zugestellt haben möchte, muß mehr zahlen.
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Ich habe nun von einem Postzusteller erfahren, daß die Briefe weiterhin so rasch wie bisher innerhalb der Post transportiert werden. Aber die Zustellung wird verzögert, wenn der geringere, billigere Briefmarkentarif bezahlt wurde. Dann muß der Brief einige Tage auf der Zustellbasis liegen bleiben, bis er zugestellt werden darf.
Und damit es da mit "rechten Dingen" zugeht und nicht ein Briefträger so einen Brief doch schon früher zustellt, wird das postintern kontrolliert. Dafür gibt es eigenes Kontrollpersonal.
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Also das muß man erst einmal verdauen!
Vielleicht kann der eine oder andere Forumsnutzer, der ein gutes Einvernehmen mit dem zuständigen Briefträger hat, da auch einmal nachfragen, wie das so ist. Denn ich glaube meinem Briefträger diese Geschichte zwar, aber dennoch ist es sehr unglaublich, daß die Post lieber Geld in Kontrollpersonal investiert, als in kundenfreundliche Zustellmodi.

Ja, ich hatte heute auch ein sonderbares Erlebnis auf der Post. Ich wollte ein Päckchen aufgeben und habe vorher im Internet nachgesehen, dass das 2,50 kosten wird. Eco natürlich, weil es mir egal ist ob es nach einem oder drei Tagen ankommt. Die Postmitarbeiterin sagte nur: 2,70 Euro.
Ich frage, warum 2,70, ich glaube mich zu erinnern, dass das Päckchen 2,50 kostet.
Darauf sie: Ja, aber dann ist das Päckchen ja 3 Tage unterwegs!
Ich: Danke, das ist mir egal. Und im übrigen könnten Sie das den Kunden auch vorher sagen, dass es 2 verschiedene Tarife gibt und den Kunden dann wählen lassen welche Art der Zustellung er will.
Darauf schaut sie verlegen nach unten und sagt "nein".
Ich: Aha, Sie dürfen das also gar nicht sagen!
Sie schaut wieder nach unten und sagt "nein.
Ist das eine Frechheit bitte? Diese Anweisung kommt also von ganz oben! Wenn es schon 2 völlig aus der Luft gegriffene unterschiedliche Tarife gibt, dann sollte der Kunde wenigstens wählen dürfen, welchen er zahlen will. Wenn ich mich vorher nicht im Internet erkundigt hätte, hätte ich das auch nicht gewusst und den schnelleren gezahlt. Genauso wie die Oma von nebenan, die gar nicht weiß, wo sie nachschauen muss!
Mir ging es vor einigen Jahren mal mit einem Brieftarif so ähnlich.
Hatte mich vorab informiert und sozusagen das Kleingeld für den Auslandsbrief schon abgezählt.
Da meinte die Dame von der Poststelle das kostet aber mehr (Prio Tarif), erst nach kurzen suchen am PC fand sie dann den günstigeren Tarif.
Und dann eben der einstudierte Satz das dauert aber länger.
Es wäre vernünftiger gewesen, wenn die Post ganz einfach gesagt hätte, wir erhöhen (passen) die Preise (an), anstatt diesen Wahnsinn zu veranstalten mit mehreren Tarifen, wo der günstigste die meisten Kosten für die Post verursacht, eben durch die Zwischenlagerung etc. Was die Post hier veranstaltet ist lächerlich und kundenfeindlich, da jedes Unternehmen bestrebt sein sollte, klare und verständliche Produkte anzubieten, anstatt dass der Kunde eine Beratung für einen stinknormalen Brief benötigt. Und das wird auch noch weggelassen und ganz einfach der höchste Tarif verrechnet und gut ist es, damit ist das eigentliche Ziel erreicht.
Mir gehen diese G´spompanadeln der Post auch seit längerem auf den Geist! Alles verkomplizieren, aber ständige Verteuerungen!
Das mit dem Nichterwähnen des günstigeren Brieftarifs habe ich auch schon erlebt, mußte ca. 10 A4-Seiten nach Deutschland schicken (Normalpapier), priority hätte das 6,90 EURO gekostet (!) - das war der Preis, den mir die Mitarbeiterin am Schalter gleich mitteilte - ich fragte nach dem günstigeren Tarif (der mir nicht mitgeteilt wurde), kostete dann um die 5 EURO.
Scheint Methode zu haben ....
Zur verzögerten Zustellung kann ich den Vorpostern nur zustimmen - mir ging es bei einer TV-Programmzeitschrift so. Normalerweise wird am Mittwoch zugestellt, diesmal kam die Zeitschrift für die aktuelle Woche jedoch erst am nächsten Montag, sodass wir uns nachträglich in der Zeitung ansehen konnten, was es denn zu sehen gegeben hätte. Trifft mich weniger, da ich so gut wie nie vor dem Fernsehgerät sitze, doch meine Partnerin war natürlich etwas sauer. Genauso ging es ihr als fleißige Karten- und Briefschreiberin mit der Portoerhöhung. Hier wurde zwar schon in Konsument berichtet, und ich habe - obwohl ich keinesfalls zu den Postkarten- und Briefschreibern zähle - das Thema bisher recht interessiert beobachtet. Ich glaube, dass diese "Wahnsinn" Methode hat und man zwangsläufig versucht der sowieso Verlust bringende Briefpost den Garaus zu machen. Den überwiegenden Teil der Korrespondenz könnte man (dzt noch Konjunktiv) elektronisch erledigen. Junge Leute kommunizieren sowieso nur mehr via WhatsApp, Facebook und den anderen asozialen Medien. Was bleibt da noch viel übrig? Geschäftsbriefe, Behördenverständigungen. Das könnte man theoretisch alles elektronisch erledigen. Vielleicht ist das der Anfang vom Ende der Briefpost. Anders kann ich mir die verfahrene Situation nicht erklären.
Doch Moment, wir leben ja in Österreich. Da wiehert ja auch in der immer wieder hochgelobten Privatwirtschaft (zumindest sollte die Post jetzt nach solchen Grundsätzen geführt werden) der Amtsschimmel.
Die in den Beiträgen geschilderte interne Vorgangsweise (stillschweigen, verzögern, kontrollieren) traue ich den heutigen "Managern" und "Zu-Tode-Sanierern" ohne weiteres zu. Für diese Kontrolltätigkeiten findet sich bestimmte genug Personal. Ein Schelm, wer dabei sofort an die Wiener Parkplatzbewirtschaftung und das äußerst kompetente Kontrollpersonal denkt...
Die Post hat uns folgende STELLUNGNAHME geschickt:

"Die Zustellung von Sendungen durch die Österreichische Post erfolgt täglich und immer dann, wenn es Briefe (PRIO) und Pakete für die jeweiligen Haushalte gibt. Nicht jeden Tag sind Sendungen für jeden Empfänger dabei, was den Anschein erwecken kann, dass die Post nicht „täglich“ an den Haustüren klingelt. Werbesendungen im KUVERT werden zwei Mal wöchentlich an die Haushalte zugestellt. Die Uhrzeit der Zustellung ist natürlich abhängig von der Route, die unsere Zustellerinnen und Zusteller zurücklegen. Was die Post-Geschäftsstellen anbelangt, konnten wir diese mit unserem erfolgreichen Post-Partner-Modell in den letzten Jahren ausbauen.

Das neue Tarifmodell, das am 1. Juli in Kraft getreten ist, bietet Kundinnen und Kunden die Möglichkeit unterschiedliche Zustellgeschwindigkeiten zu wählen: Der ECO-Brief eignet sich mit einer Laufzeit von 2-3 Tagen ideal für nicht-zeitkritische Sendungen; dringend zu übermittelnde Briefe werden weiterhin mit dem schnellen PRIO-Brief am Tag nach Aufgabe (E+1) zugestellt. Der ECO-Brief kann in jeder Geschäftsstelle einzeln am Schalter aufgegeben werden (EUR 0,70 pro Stück), um EUR 7,50 ist der ECO-Brief auch im 10er-Pack inklusive Kuverts mit Frankierung erhältlich – diese können auch in den Briefkasten eingeworfen werden. Werden ECO-Briefe verschickt, werden diese selbstverständlich nicht bewusst zurückgehalten.
Das Modell ermöglicht eine erhebliche Effizienzsteigerung: Ist beispielsweise einen Tag später in derselben Straße ein PRIO-Brief zuzustellen, wird der ECO-Brief im Zuge dessen an Empfänger gebracht und es muss nicht an zwei Tagen hintereinander der selbe Weg genommen werden.

Sollte es beim Kunden zu Problemen bei der Zustellung gekommen sein, ersuchen wir um detailliertere Informationen (Anschrift, Sendungsnummer etc.), damit wir dem gezielt nachgehen können.

Österreichische Post AG
Presse und Interne Kommunikation"

This message was edited 1 time. Last update was at 12. November 2018 13:45

Ich werde mich hüten, den Namen unseres Zustellers bekannt zu geben. Damit dann die Post Chefität dem armen Tropf auf den Pelz rücken ... die Angestellten sind das ärmste und schwächste Glied in dieser vermurksten Kette. Wünschenswert wäre, wenn sich ein ehemaliger Angestellter trauen würde, ehrlich von diesen internen Praktiken und Anordnungen zu berichten.
Pressestellen und Kommunikationsbüros werden fürs eigene Lobhudeln bezahlt. Und weder Briefträger noch Pressebüroangestellte wollen ihre Jobs verlieren.
Aber wir Konsumenten können zumindest durch permanentes Aufzeigen der erlebten Unsinnigkeiten auch andere wach rütteln und wenn “Konsument“ oft genug darüber berichtet, ändert die Post evtl. etwas an dieser Tarifunsinnigkeit.
Denn was machen die Briefträger an den gewonnenen freien Tagen, wo sie in einem Ort, in einer Straße keine Zustellung haben? Ganz sicher kriegen sie nicht frei, sondern müssen zusätzlich andere Rayone betreuen. Damit wohl Personalersparnis. Irgendeinen Hintergrund hat diese kuriose Anordnung sicherlich. Eine ehrliche Tariferhöhung wäre die bessere Variante gewesen.
Folgendes "Posterlebnis" meiner Frau, möchte ich hier noch beisteuern.......


Ich habe noch einige 68-Cent-Briefmarken, aber inzwischen mitbekommen, dass die Tarife gestiegen sind. Also machte ich mich auf der Internetseite der Post schlau und ging dann zum Postamt, in der Absicht, Ergänzungsbriefmarken á 2 Cent für Eco-Briefe zu kaufen. Die wirklich freundliche Angestellte/Beamtin dort erklärte mir, sie könne mir 12-Cent-Briefmarken verkaufen, 2 Cent existieren nicht. Ich erklärte, dass ich bei meinen Briefen keine Eile habe und deshalb nur Eco verschicken möchte, also keine Ergänzung auf 80 Cent brauche, sondern auf 70. Sie erklärte mir, auch 70-Cent-Briefmarken existieren nicht. Auf meine Frage, wie ich dann Eco verschicken kann, sagt sie, das sei nur für Geschäftskunden. Ich verschicke aber eh Geschäftsbriefe. Darauf erklärte sie mir, das gehe nicht einzeln, sondern nur in größeren Mengen, so etwa ab 20. Sie dürfe den Stempel nicht für einzelne Briefe herausgeben. Ja, Stempel, ich müsse diese Briefe selbst abstempeln. Meine abschließende Verständnisfrage, ob es den Eco-Brief also eigentlich gar nicht gebe außer für Geschäftskunden mit einer größeren Briefmenge, wurde bejaht. Also kaufte ich 12-Cent-Briefmarken. Obwohl meine Briefe nicht eilen. Wenn, dann schreibe ich ein E-Mail.
DHL/DPD/DHL/Hermes/GLS/Post/Amazon Prime: Das Thema Paketdienste/-zustellung nervt viele unserer Abonnenten, sehr, sehr viele. Wir haben hier einen Überblick über die Postings dieses Forums zwischen 5/2017 und 12/2018 zusammengestellt:

Post - Zustellungsunsinnigkeiten de luxe:
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2340.page
Amazon Prime - Lieferzeiten wurden für Österreich verlängert https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2356.page
DPD - auch negative Berichterstattung nützt nichtshttps://www.konsument.at/jforum/posts/list/2351.page
Amazon Prime - Gebühr recht beträchtlich, alle 2 Jahre Verteuerung - macht Prime noch Sinn?
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2178.page
DHL Lieferungenen aus Deutschland - Tarife wurden kräftig erhöht
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2250.page
Negative Erfahrungen mit UNIVERSAL VERSAND GmbH, Salzburg
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2278.page
Post/Paket/Zustellung
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2255.page
GLS ist der schlechteste Paketdienst .....
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2229.page
DHL macht Bestellungen zur Farce
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2177.page
DHL keine Zustellung
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2088.page
Die Post und der „sichere Ort“
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2127.page
Die Post bringt allen was - aber wann?
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2091.page
UPS - wie der Kundenservice das "Mögliche" absolut unmöglich macht
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2136.page
DHL – fragwürdige Zustellung
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2144.page
Post - Paket Zustell „Information“
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2137.page
Post - immer ein Erlebnis
https://www.konsument.at/jforum/posts/list/2052.page

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Paketdienste – mehr Ableger denn Zusteller 11/2018: https://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument/MagazinArtikel/Detail&cid=318908714440

FAQ Onlineshopping 12/2018
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Online-Shopping: Paket zurück! 05/2018: https://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument/MagazinArtikel/Detail&cid=318908714440

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https://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument/MagazinArtikel/Detail&cid=318899121975

Paketdienste: Post, DPD, GLS, Hermes, UPS, DHL 12/2012
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Paketdienste-Ausgeliefert 12/2014

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