Anmelden / Zugang aktivieren
Thema beantworten Zurück zur Themen-Übersicht
2 Antworten Seiten:  1
Unterschrift vor notwendigen Operationen am Aufklärungsbogen. Dem Patienten bleibt nichts übrig als zu unterschreiben. Er ist kein Fachmann. Übernimmt er mit der Unterschrift alle Risiken?
Der Patient muss über die möglichen Risiken eines Eingriffs aufgeklärt werden, das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Mit seiner Unterschrift bescheinigt der Patient, dass diese Aufklärung erfolgt ist. Im Grunde ist das mit Gebrauchsinformationen von Medikamenten vergleichbar. Auch dort werden mögliche Risiken beschrieben, die mit der Einnahme verbunden sind.

Laut OGH ersetzt ein Aufklärungsbogen, den Patienten unterschreiben müssen, aber kein unmittelbares persönliches ärztliches Aufklärungsgespräch.

Treten im Zuge des Eingriffs Komplikationen auf, die auf fehlerhaftes oder gar fahrlässiges Verhalten des Arztes zurückzuführen sind, hat der Patient Anspruch auf Schadenersatz.

Ihr KONSUMENT-Team
Wir von der Selbsthilfe Schlafapnoe (Schnarchen und Atempausen im Schlaf) geben unseren Betroffenen den Tipp, auf den Aufklärungsbogen in großen Buchstaben die Worte "Ich habe Schlafapnoe und brauche nach der Narkose sofort meine Atemmaske" zu schreiben. Dies wird aus unserer Sicht nicht immer von den Pflegepersonen nach einer Vollnarkose umgesetzt. Auch empfehlen wir den Betroffenen, eine Kopie vom Aufklärungsbogen zu verlangen, wo ersichtlich ist, dass wir (Schlafapnoiker) eine besondere Pflege benötigen und das Krankenhaus darüber informiert haben.

Ein spezielles Problem haben zehntausende Betroffene von Schlafapnoe, welche noch nicht diagnostiziert sind (das sind vermutlich 90% aller Betroffenen).
Josef Hoza
Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Österreich
Zurück zur Themen-Übersicht
Angemeldet als: Gast      Die aktuelle Uhrzeit ist: 14. June 2021 00:40