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5 Antworten Seiten:  1
Dass viele Unternehmen uns Kunden das Telefon als Kommunikationsmittel verleidet haben, sind wir in der Zwischenzeit leider ja schon fast gewohnt:
- bei manchen gibt es nicht einmal mehr eine (kommunizierte) Telefonnummer, unter der man im Fall des Falles anrufen und rasch einen Mitarbeiter sprechen könnte...
- statt dessen gibt es manchmal einen dieser "Automaten", wo man sein Anliegen in eine der vorgegebenen Kategorien einsortieren sollte und dann nach mehreren Schritten vielleicht doch einen Menschen "ans Rohr" kriegt...
- wenn man sich da mal vertippt, dann geht der Zirkus (mit allfälliger Telefonwarteschlange) von vorne los...
- manche Unternehmen glauben, dass eine Eingabe in vorgefertigte Formularmuster hier der "Stein der Weisen" sei...
- da kann man schön erkennen, was die Unternehmen hören wollen (Bestellungen, ggf. Änderungen persönlicher Daten etc.) und was nicht (Reklamationen etc.)...
- für allfällige Fragen zu kryptischen Formulierungen wo auch immer gibt es ja die FAQ's... ob das wirklich genügt?
- usw.

Jetzt geht es anscheinend auch noch dem E-Mail als Kommunikationsmittel "an den Kragen":
Immer öfter fokussieren sich Unternehmen ausschließlich auf unternehmensinterne Kommunikationsplattformen und ignorieren jedwede Schnittstelle zu E-Mails!
Auch Kunden sollen offensichtlich damit auf unternehmensspezifische Plattformen "gezwungen" werden... dass es aber damit einem sporadischen User praktisch unmöglich gemacht wird, unterschiedliche Systeme zu bedienen und dabei den Überblick zu bewahren, scheint nicht frei von Absicht!?

Hier ein aktuelles Beispiel: Erste Bank mit ihrem viel beworbenem George:

Zitat aus einer Nachricht an meinen Betreuer bei Erste Bank:
...bitte geben Sie mein Anliegen auch an zuständige Stellen in der Zentrale weiter:
Dass Nachrichten ausschließlich George-intern angezeigt werden und man bestenfalls eine E-Mail-Benachrichtigung erhält, wenn eine neue Nachricht vorliegt, ist schlicht und einfach eine Zumutung!!

Im meinem aktuellen Fall (Umbuchungen im Wertpapier-Depot) ist damit die Nachvollziehbarkeit meinerseits schwer möglich: es liegen hier in kurzem Abstand jeweils mehrere Buchungen sowie Stornierungen auf Grund von Fehlern seitens Ihres Instituts vor. Da die Übersichtlichkeit der Nachrichten leider nicht einmal die primitivstern E-Mail-Clients erreicht, kann man das auf dem Bildschirm allein NICHT nachvollziehen. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein, dass man da 10+ Nachrichten ausdruckt, nach Datum sortiert usw. um sich Überblick zu verschaffen! Ich habe mein ganzes Berufsleben mit Erstellung und Betreuung von IT-Systemen verbracht , eine solche Krampflösung ist mir nicht erinnerlich!
Hübsche grafische Gestaltung kann da nicht (mehr) helfen!
Ich werde das Thema auch an den VKI herantragen, da sich hier keine Verbesserung abzeichnet!
mfg

PS: warum kann man (nur bei George) dieses blöde Eingabefenster für die Nachricht nicht vergrößern? So ein Manko finden Sie sonst nirgends!

This message was edited 3 times. Last update was at 21. October 2020 20:30

Ich schaue mir mittlerweile, wenn ich eine grössere Anschaffung tätige die Website des Unternehmens vorher genau an: Springt mir dort eine Telefonnummer entgegen sowie weitere Möglichkeiten um mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten, wenn ich mal ein Problem mit dem Produkt haben sollte?
Wenn ja, dann kommt das Unternehmen für mich in Frage - sonst nicht.

Ich will ein Unternehmen, dass mit mir kommunizieren kann und will!
Nur mit solchen mache ich Geschäfte.
Ich hab übrigens auch ein Konto bei der Erste Bank und "George" is wirklich ein bisschen lästig...ansonsten sind die Betreuer aber sehr responsiv...

This message was edited 1 time. Last update was at 28. December 2020 17:30

Das nervt mich auch schon.

Immer häufiger wird aber verlangt, dass man das Call Center anruft. Ich mache solche Dinge aber wegen Vermeidung von Missverständnissen und wegen der Beweisbarket lieber schriftlich.

Amazon hat übrigens jetzt eine Authentifizierung eingeführt, da muss man auf einen Link tippen. Das geht aber bei meinem Handy nicht, Mails gibts nicht.

This message was edited 1 time. Last update was at 31. May 2021 09:21

Manchmal hilft hier ein Blick ins (vorgeschriebene!) Impressum - dort ist oft eine E-Mail Adresse der Firma zu finden...
Das habe ich bei OBI gemacht, als es bei einer Sendung hakte. Die haben dann auch vorbildlich reagiert. Ich fürchte aber, dass es Unternehmen gibt, die das einfach löschen.
Wiener Wohnen nicht vergessen. Da landet man, selbst wenn man die Klappe des Sachbearbeiters (über Display des eigenen Telefons) hat, auf jeden Fall im Call Center. Die rufen immer im ungeeeignetsten Moment zurück, etwa wenn man selber einen Kunden hat. Werkmeister rufen bei Rückfragen generell nicht zurück, so eine Auskunft. Die MitarbeiterInnen dürfen die Klappen nicht nennen, so sie sie überhaupt haben. Zeitfenster, um die man ersucht (Mittagspause, sonst die ganze Zeit Parteienverkehr) werden zugesagt, aber nicht eingehalten. Man muss den ganzen Tag mit dem Handy herumrennen. Es wird oft blitzschnell aufgelegt, wenn man eine Sekunde später zurückruft, zählt das nicht. Es dauert halt mehr als ein paar Sekunden, bis man das Handy aus der Hosentasche genommen hat. Oder aus der Handytasche am Gürtel. Das ganze Spiel fängt von vorne an. Es dahert daher Tage und Wochen, bis ein Anliegen erledigt ist.
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Angemeldet als: Gast      Die aktuelle Uhrzeit ist: 05. August 2021 09:17