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Ich habe seit 2012 auf meinem Bawag Depot eine 6,25% SNS Anleihe mit einer Laufzeit bis 26.10.2020. 2013 hat der holländische Staat die Gläubiger der Anleihen und Aktien der Bank enteignet. Seither ist die Anleihe nicht mehr handelbar, kann auch nicht auf ein anderes Depot übertragen werden und wird laut Depotauszug mit einem "Kurs" von 4,50% bewertet. Über all die Jahre gab es wegen dieser Enteignung einen Rechtsstreit der Gläubiger gegen den Staat. Dieser wurde im Februar diesen Jahres so entschieden, dass Anleihegläubiger entschädigt werden müssen. Im Falle meiner Anleihe mit 40,88% vom Nominale anteilige plus Zinsen. Der Staat wird die Beträge voraussichtlich im Juni ausbezahlen.
Vor wenigen Tagen bekam ich einen Anruf und danach ein Schreiben der Bawag, wo mir angeboten wurde, einem Berliner Brokerhaus meine Anleihe zum Kurs von 30% (ohne Zinsen) zu Übertragen.
Jetzt, wo es ein offizielles Urteil in Holland gibt, finde ich es schlicht unverschämt, den Kunden ein Angebot zu unterbreiten, das ihn schlechter stellt (in meinem Fall über EUR 5.000,-) und die Bank mit Sicherheit auch noch zusätzliche Provisionen verdient.
Ich habe mich Gott sei Dank über die Jahre laufend in diversen Foren informiert. Andere betroffene Wertpapierkunden könnten aber durch diese Vorgangsweise der Bank unbewusst viel Geld verlieren. Für mich nicht ok seitens der Bank.
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Angemeldet als: Gast      Die aktuelle Uhrzeit ist: 05. December 2021 21:15