Jö-Bonusclub: anmelden?

Rabatte mit Daten bezahlen

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veröffentlicht: 08.05.2019, aktualisiert: 15.05.2019

Inhalt

Kompliziert und intransparent

Etwas mehr als zwei Wochen nach der Umstellung auf Jö lässt sich auch sagen, dass das Ziel der Vereinfachung für die Kunden durch die Zusammenführung bisher nicht erreicht scheint. So sollte man sich als Kunde wohl regelmäßig auch selbst über die nutzbaren „Vorteile“ informieren, um angesichts der zahlreichen Jö-Partner stets auf dem aktuellen Stand zu sein. Das gilt für das Einlösen von Punkten (Ös) ebenso wie für Mitglieder-Rabattaktionen oder für diverse Möglichkeiten durch den Kauf bestimmter Produkte Bonus-Ös zu sammeln, also etwa die vierfache oder zehnfache Anzahl. „Kompliziert und intransparent“ lautet das momentane Fazit.  

Fragenkatalog und Nutzungsbedingungen

Auch Jö selbst ist in den letzten zwei Wochen offenbar mit einer Flut von Anfragen konfrontiert worden. Die wichtigsten Antworten hat man auf www.joe-club.at/hilfe-center in einem Fragenkatalog zusammengefasst. Rechtlich verbindlich ist natürlich das, was in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) steht, und die findet man unter www.joe-club.at/agb.  

Kündigung

In den AGB ist auch die Kündigung geregelt, nämlich unter Punkt 6, übertitelt mit Teilnahmebeendigung. Diese muss per Post oder E-Mail erfolgen. Die Angabe von Gründen ist nicht nötig.  

Keine Unterschrift erforderlich

Ein Diskussionspunkt ist auch die in manchen Geschäften offenbar kommunizierte Notwendigkeit der persönlichen Unterschrift beim Ausfüllen der Anmeldung zum Jö-Club auf Papier. Tatsache ist: Mit der Unterschrift stimmt man dem „Profiling“ zu – um am Programm selbst teilzunehmen, ist keine Unterschrift nötig! Zur Klarstellung: Wer unterschreibt, willigt ein, dass seine Daten (Stammdaten und Einkaufsverhalten) in der Form verwendet werden, dass „relevante und auf meine Interessen zugeschnittene, individualisierte Informationen“ zugesendet werden. Unterschreibt man nicht, gibt´s zumindest diese auf die Person zugeschnittene Werbung nicht, allgemeine Werbung aber vermutlich schon. 

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
184 Stimmen

Kommentare

  • Sammelwahn
    von Stoeckro am 21.05.2019 um 12:09
    JÖ bietet ein wesentlich geringeres Leistungsspektrum an als die bisherigen Kundenkarten. Besonders sichtbar bei Penny und Merkur, wo es ohne Punktesammeln keinerlei Vergünstigungen mehr gibt.

    Ich habe meine Einkaufsgewohnheiten bereits umgestellt und meide REWE. Hofer und Spar erlauben einen günstigen Einkauf für jedermann auch ohne Datensammeln.

    Eigenartig ist auch die JÖ-Vergabe der BAWAG. Schon jetzt war es so, dass, falls mit Bankomatkarte bezahlt, die BAWAG wusste, wo ich meine Einkäufe tätige. Auch wenn beteuert wird, dass Daten selbstverständlich nicht ausgetauscht bzw weitergegeben werden, kann ich nicht ausschliessen, dass meine Bank nun auch erfährt, welche Produkte in meinem Einkaufswagen landen.

    Danke - NEIN. Das geht mir zu weit.

    Und natürlich werden Daten nicht zu Geld gemacht - der JÖ-Bonusclub ist ein reines Charityprojekt. Wer´s glaubt, sammle weiter...

    Wie wär´s, auf aufwendige Datensammlerei zu verzichten und die Kostenvorteile einfach so an ALLE Kunden weiterzugeben? Dann wäre nämlich endlich Schluss mit den Fantasiepreisen im Lebensmittelhandel...
  • Gläserner Mensch???
    von Fogerty am 20.05.2019 um 19:31
    Gläserner Mensch ist noch ein harmloser Ausdruck, wenn man bedenkt was hier gerade passiert. Bei so vielen großen, Marktbeherrschenden Firmen und es sollen laut jö noch viel mehr werden, entsteht ein sehr genaues Profil.

    "Sie" werden alles über uns wissen: Wie viele Mitglieder die Familie hat, welche Zeitung-Zeitschriften wir lesen, Kinder, Kleinkinder, Schüler, Arbeitslose, Beruf, Hobby, Alkoholiker, Vegetarier, Heimwerker, Haustiere, .... mit der Zeit entsteht ein exaktes Profil. Wollen wir diese Bespitzelung wirklich. Der Mensch ist doch zur Freiheit geboren und nicht zur Versklavung durch die Konzerne.

    Wenn jö sagt die gewonnenen Daten werden nicht weiterverkauft, kann ich nur lachen. Selbst die (seriöse) Post hat ja die gewonnenen Daten über uns weiterverkauft, mit dem Argument: Das ist nichts verbotenes, das ist so üblich. Selbst wenn jö die Daten nicht weitergibt, können sie in falsche Hände gelangen und missbraucht werden und alles was missbraucht werden kann, wird eines Tages auch missbraucht!
  • jö = für mich keine Verbesserung
    von forster28 am 20.05.2019 um 12:45
    Ich sehe unter Abwägung aller Aspekte gegenüber bisher eine Leistungsverschlechterung zumindest aber keine Verbesserung. Was mich weiters stört ist, dass ich bisher meine Bankomatkarte mit Friends of Merkur Speicherung auch gleich als Zahlkarte verwenden konnte - jetzt brauche ich 2 Karten. Solange die "Friends Speicherung" funktioniert, werde ich es nutzen und danach aber keine jö Karte bestellen.
  • Jetzt ist Schluss
    von pkass am 20.05.2019 um 11:53
    "Gläsern" war ich auch schon mit der Billa-Club-Karte, das war mir bewusst, nehme ich - wenn auch nicht freudig - in Kauf.
    Aber die wesentliche Verschlechterung für mich ist, dass man JÖ nicht mehr mit der Bankomat-Karte verknüpfen kann. Es geht nur entweder mit einer zusätzlichen Karte haben kann (wieviel Karten soll ich den noch in mein Geldtascherl einstecken ?? Ist eh schon 2 cm dick). oder mit einer zusätzlichen App (wieviele Apps brauche ich denn noch ? Hauptspeicher geht bald aus, und ich weiß schon nicht mehr, welche App ich installiert habe).
    Dabei ist es technisch überhaupt kein Problem, das mit einer bestehenden Kart zu koppeln. Das ging so bei Bill, auch bei BiPa. Was dort fehlte, war die Mehrfach-Kopplung, sodass z.B. auch meine Frau mit ihrer Bankomat-Karte die gleichen Jö-Rabatt sammeln/nutzen kann. Auch das gar kein technisches Problem. Wenn ich schon meine Daten verkaufe, möchte ich es wenigstens Benutzerfreundlich haben, aber das zu erkennen ist für die Herren Manager (oder wer immer das entscheidet) wohl zu kompliziert.
    In meinem Bekanntenkreis ärgert sich jeder, habe noch keinen getroffen, der von "Jö" erfreut war.
    Ich geh nur noch zum Diskonter, da ist es ohnedies billige und kauf bei ReWe nur Dinge, die ich unbedingt brauche, und die es beim Diskonter nicht gibt (mach ich eigentlich eh schon so in den letzten Jahren).
    Jö kann mich jedenfalls vergessen.
  • @Bawag-Konto und Jö-Konto löschen
    von REDAKTION am 15.05.2019 um 14:35

    Wir haben die Passage über die Kontoüberziehung entfernt, da wir hier etwas übers Ziel hinausgeschossen sind. Wir glauben den Beteuerungen der Bawag, dass solche Informationen keinesfalls an Jö weitergegeben werden und bitten um Entschuldigung.

    Wir haben obigen Artikel um einige Informationen ergänzt, darunter die Möglichkeit zur Kündigung der Jö-Mitgliedschaft. Bitte beachten Sie dazu die Seite 2 des Artikels.

    Ihr KONSUMENT-Team

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