KONSUMENT.AT - Selbstbedienungskassen im Supermarkt - Leserreaktionen

Selbstbedienungskassen im Supermarkt

Kunden äußern Pro und Kontra

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KONSUMENT 12/2018 veröffentlicht: 22.11.2018, aktualisiert: 25.04.2019

Inhalt

Leserreaktionen

An der Supermarktkassa muss es ganz schnell gehen. Viele Kunden nervt das (Foto: Photobac/Shutterstock)

Erfahrungen aus Schweden

Die Selbstbedienungskassen, die ich in Österreich kennengelernt habe, finde ich suboptimal. In Norbotten (= nördlichste Provinz Schwedens) habe ich ein System kennengelernt, das mir sehr zusagt: Ich nehme den Einkaufswagen und danach einen Handscanner. Beim Einkaufen scanne ich jedes Produkt, das ich kaufen möchte. Dabei sehe ich sofort den Preis, einen eventuellen Preisnachlass und immer auch die Gesamtsumme meines getätigten Einkaufs. Wenn ich fertig bin, scanne ich auch meine Bankomat- oder Kreditkarte, drücke den Button „bezahlen“ und geh einfach aus dem Supermarkt. Da gibt es kein Anstellen, keinen Stress.

Auf meine Frage, ob da nicht Missbrauch passiert, man könne ja auch einfach ohne „bezahlen“ den Supermarkt verlassen, sagte man mir, dass es Stichprobenkontrollen gibt und die Strafen für Missbrauch extrem hoch seien. Und scheinbar funktioniert dieses System ausgezeichnet.

Mag. Emmerich Gager
E-Mail
(aus KONSUMENT 5/2019)

Ärger

Ich probiere hin und wieder diese Selbstbedienungskassen aus. Zu 98 % ärgere ich mich dann darüber, denn irgendetwas klappt nicht und man muss dann trotzdem auf Kassenpersonal warten, was bedeutet, dass ich einen unerwartet und deutlich längeren Zeitaufwand für den Bezahlvorgang habe, als wenn ich mich gleich an einer Kassa mit Personal angestellt hätte. Bei Alkohol muss immer ein Kassenbetreuer herkommen. Das Einlösen von Rabatten geht auch kaum alleine. Der Kauf von loser Ware wie bspw. Gebäck macht auch immer wieder Probleme.

In Deutschland (Freilassing) habe ich bei den beiden großen Supermärkten Globus und Kaufland die Erfahrung gemacht, dass immer eine Kassenaufsicht anwesend ist und offensichtlich auch immer sofort erkennt, wenn sich Unheil anbahnt ... das ist wirklich hilfreich und dort ging es auch bei größeren Einkäufen, wenn man zu zweit ist (einer scannt, einer räumt in die Tasche ein), deutlich schneller als an den Kassen.

In Österreich ist es beim Merkur immer so, dass man lange warten muss, bis ein Kassenbetreuer auf den hilfesuchenden Kunden aufmerksam wird. Zudem bin ich auch der Meinung, dass damit nur Personalabbau unterstützt wird, denn für uns Kunden gibt es nicht wirklich einen Vorteil – man macht sich die Arbeit selbst und kriegt dennoch nichts günstiger dafür. Erinnert mich an die Banken. Auch hier zahlt man weiterhin beträchtliche Kontoführungsgebühren, dafür dass man sich dann eh alles selbst machen muss!

Patricia H. Fischer
E-Mail
(aus KONSUMENT 3/2019)

Bin dafür

Ich bin dafür, weil es um meine Zeit geht. Scannerkassen sind fast immer frei, und ich habe meinen Einkauf schnell erledigt. Viele Kommentare sind dagegen, weil:

  • Personalabbau: Ja, das stimmt, aber das ist der Lauf der Zeit. Dieselben Leute mögen bitte ihr Handy abgeben und sich für Wiedereinführung des Telefonfräuleins einsetzen und des Liftboys, für den Parkplatzwächter, den Schaffner...
  • Man will nicht alles selber machen. Man muss nur selber die Sachen über den Scanner ziehen. Aus- und Einräumen ins Wagerl macht man an der Kassa auch selber. Es ist wohl hauptsächlich ein soziales Problem: Man will mit Menschen zu tun haben und nicht mit Maschinen.

User "Lonny"
(aus KONSUMENT 2/2019)

Bin dagegen

Ich bin nicht bereit Selbstbedienungskassen zu benutzen. Es ist vor allen für ältere Personen schlichtweg unzumutbar, und vernichtet Arbeitsplätze. Sollte es keine Supermärkte mit Kassenpersonal mehr geben, werden kleine Läden wieder interessanter.

User "jtmayer"
(aus KONSUMENT 2/2019)

Zu umständlich

Die Wartezeit, die ich gegenüber einer Bedienungskassa einspare, verbrauche ich durch mein langsameres Einscannen. Der einzige Vorteil, den ich sehe, liegt darin, dass ich gleich in Ruhe den (Aktions-)Preis kontrollieren kann und nicht im Nachhinein an der Bedienungskassa reklamieren muss. Dagegen spricht eindeutig die Einsparung von Personal und dass ich die ganze Arbeit selbst machen muss. Wenn schon, dann eine vollautomatische Erfassung, bei der ich nur mit dem vollen Wagerl durchfahre und alles ist gescannt. Das spart Zeit und die Mühe des Aus- und wieder Einräumens.

User "Besserwisser"
(aus KONSUMENT 2/2019)

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
15 Stimmen

Kommentare

  • Bin dafür
    von Lonny am 31.12.2018 um 12:53
    Ich bin dafür, weil es um meine Zeit geht. Scannerkassen sind fast immer frei, und ich habe meinen Einkauf schnell erledigt.

    Viele Kommentare sind dagegen, weil:
    - Personalabbau: Ja, das stimmt, aber das ist der Lauf der Zeit. Dieselben Leute mögen bitte ihr Handy abgeben und sich für Wiedereinführung des Telefonfräuleins einsetzen. Und des Liftboys. Für den Parkplatzwächter. Den Schaffner...
    - Man will nicht alles selber machen. Man muss nur selber die Sachen über den Scanner ziehen. Aus- und Einräumen ins Wagerl macht man an der Kassa auch selber.

    Es ist wohl hauptsächlich ein soziales Problem: Man will mit Menschen zu tun haben und nicht mit Maschinen.

  • selbstbedienungskassen
    von der besserwisser am 10.12.2018 um 20:33
    ehrlich gesagt - es ist mir zu umständlich.
    die wartezeit, die ich gegenüber einer bedienungskassa einspare, verbrauche ich durch mein langsameres einscannen. der einzige vorteil, den ich sehe, liegt darin, dass ich gleich in ruhe den (aktions)preis kontrollieren kann und nicht im nachhinein an der bedienungskassa reklamieren muss.
    dagegen spricht eindeutig die einsparung von personal und dass ich die ganze arbeit selbst machen muss.
    wenn schon, dann eine vollautomatische erfassung, bei der ich nur mit dem vollen wagerl durchfahre und alles ist gescannt. das spart zeit und die mühe des aus- und wieder einräumens. abgesehen davon, dass auch diese variante aufgrund der personaleinsparung fragwürdig ist.