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Bridor: Französisches Baguette

Hausverstand außer Haus

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Konsument 1/2011 veröffentlicht: 11.10.2010

Inhalt

Leserreaktionen

Baguette aus Frankreich

Meine Gattin hat bei einem Spar-Markt in Wels ein Baguette aus Frankreich gekauft. Die Herkunft war so klein und fast unleserlich gedruckt, dass wir die Herkunft erst zu Hause festgestellt haben.

Spar rühmt sich in der Werbung dauernd für Produkte aus der Region, um CO2 durch lange Transportwege einzusparen, und verkauft gleichzeitig Weißbrot, das in Frankreich erzeugt und durch halb Europa gefahren wird. Wir haben in Oberösterreich hervorragendes Getreide und leistungsfähige Bäckereien. Wozu also diese unsinnigen Transporte.

Manfred Ganja
Wels
(aus KONSUMENT 4/2011)

Qualitätsgefälle

Bedaure, ich muss Ihnen widersprechen: Französisches Weißbrot in Österreich herzustellen ist – jedenfalls mit herkömmlichen Mitteln – nicht möglich! Woran das liegt, weiß ich auch nicht. Anders in Frankreich; die boulangers artisanal sind dort gesetzlich geschützt und zunftartig organisiert und verlangen rund das Doppelte von Industriebäckereien für ihre Produkte. Ihr Marktanteil beträgt 70 %.

Dennoch kostet ein baguette dort meist nur 80 Cent (im Supermarkt hingegen 35 bis 45 Cent, und selbst das schmeckt noch um Zehnerpotenzen besser als jedes österreichische Weißbrot). Wer so wie ich seit Jahrzehnten mehrmals jährlich nach Frankreich fährt, kann am Weißbrot-Qualitätsgefälle nur verzweifeln.

Dr. Benedikt Wallner
Wien
(aus KONSUMENT 4/2011)

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Kommentare

  • Hausverstand außer Haus
    von Benuzter gelöscht am 17.01.2011 um 17:51
    Grüß Gott, ich denke mal es ist ein kleiner aber feiner Unterschied, wenn der Bäcker von einem Ort zum anderen fährt und seine Produkte verkauft oder ob das Stangenbrot aus Frankreich eingeflogen? wird. Es gibt ein gutes Weißbrot sogar bei uns - bei fast jedem Bäcker. Zu den Landfahrern unter den Bäckern: die versorgen meist die Bevölkerung, die sonst schwer oder gar nicht zu Brot und Gebäck kämen. Am Land is es ja sooo einfach mal eben schnell was einkaufen......
  • Simples Brot?
    von Wasis am 08.01.2011 um 09:59
    Etwas so simples wie normales Hausbrot wird am Land tagtäglich von jedem Bäcker in die umliegenden Orte gekarrt, nur um der dortigen Konkurrenz zu schaden. Irgendeiner hat angefangen und jetzt machen es halt alle. Was werden hier für tausende Kilometer unnötig verfahren! Wo bleibt da der Aufschrei? Der Geschmack der verschiedenen Brote und Semmeln unterscheidet sich dabei nicht wirklich, im Grunde schmeckt eh alles gleich grauslich (spätestens nach einem Alter von 1 Stunde). Wenn jemand ein gutes "österreichisches" Baguette kennt, bitte umgehend im Konsument veröffentlichen! Ich hoffe, Billa lässt sich von diesem undurchdachten Artikel nicht beeinflussen und stellt die Produktion um. Im übrigen soll es sogar Leute geben, die französischen Wein und deutsches Bier trinken, obwohl wir die Zutaten hierfür doch alle in unserer herrlichen Heimat haben.