KONSUMENT.AT - Cromaris Bio Goldbrasse - Reaktion der Firma Cromaris

Cromaris Bio Goldbrasse

Plastik im Fischfleisch

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veröffentlicht: 10.09.2019

Inhalt

Reaktion der Firma Cromaris

Was Cromaris zur Marke bzw. zum Etikett seiner Bio Goldbrasse sagt.

„Wie Sie wissen, wurde der Bio-Fisch nach den Prinzipien der biologischen Herstellung gezüchtet, die auf nachhaltiger Entwicklung, minimaler Umweltbeeinflussung und auf dem Wohl des Fisches selbst fußt. Es ist eine recht komplexe Sache, bei der intensiven Zucht solchen Grundsätzen zu genügen, aber mit einem klar definierten Beschluss der Gesellschaft, einem klar definierten Ziel und nach zusätzlich unternommenen Anstrengungen waren wir schließlich erfolgreich.
Unseren Erfolg belegen auch die Gütezeichen, die eine organische Zucht bescheinigen.  

Was Cromaris zum Etikett der Bio Goldbrasse sagt; Bild: Screenshot, vki

Da unsere Farmen an sorgfältig ausgewählten Standorten an der noch immer ökologisch bewahrten Adria stehen, lag unsere größte Herausforderung darin, Futter zu finden, das nach den Grundsätzen der ökologischen Herstellung zertifiziert war und aus nachhaltigen Quellen stammte. Die Verpackung und Kennzeichnung der eigenen Marke stand ebenfalls im Vordergrund.

Mithilfe eigener Ernährungswissenschaftler schafften wir es, zu einer zufriedenstellenden Rezeptur zu gelangen, die zwar langsamere Wachstumsraten mit sich bringt und die Herstellung verteuert, aber dafür einen minimalen Einfluss auf die globale biologische Diversität hat. Wir haben auch die nutritive Qualität unserer Produkte bewahrt, deren Grundlage der Reichtum an Omega-3 Fettsäuren ist. Bei organisch hergestelltem Fischfutter besteht eine erhöhte Möglichkeit der Reduktion von Meeresrohstoffen (Fischmehl und Öl), wegen des Nachhaltigkeitsaspektes. Eine Verringerung dieser hochwertigen Bestandteile führt für den Fisch selbst wie auch für den Endverbraucher zu einer nutritiven Abwertung.

Was die von Ihnen erwähnte Plastikmarke betrifft: Wir haben das Problem erkannt, dessen Lösung nun zu unseren Prioritäten gehört. Es ist nämlich unsere strategische Entscheidung, Materialien zu verwenden, die wiederverwertet wurden und leicht abbaubar sind. Das Problem liegt darin, dass sich unsere Marken auf Fisch befinden, der von sich aus feucht ist. Dazu kommt noch, dass der Fisch mit Eis bedeckt ist, welches die Marke auflöst und befeuchtet. Wir haben verschiedene leichter abbaubare Materialien ausprobiert, sind aber bisher auf dem Markt noch auf kein geeignetes Material gestoßen, das in ausreichenden Mengen zu beschaffen wäre. 

Ich muss betonen, dass auch die Verpackungsindustrie die positiven Trends im Auge hat und sich darauf konzentriert, geeignete Ersatzmaterialien zu den Kunststoffen zu finden, die bisher in der Industrie gang und gäbe waren. Es gibt bereits verschiedene Versuche und Proben auf dem Markt, deren Entwicklung jedoch noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass eine industrielle Herstellung möglich wäre.

Die Kennzeichnung unserer eigenen Marke ist uns sehr wichtig, denn so können wir dem Endverbraucher mitteilen, dass er ein Fischprodukt verzehrt, das in streng kontrollierten Bedingungen hergestellt wurde und für dessen Qualität wir einstehen können.“

Cromaris d.d.
30. 7. 2019

Wir meinen: Bei einem biologisch und nachhaltig erzeugten Produkt rechnet man nicht damit, dass eine Kunststoff-Marke verwendet und im Fischfleisch fixiert wird. Wir warten auf ökologisch vertretbaren Ersatz und bleiben dran.
 

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Kommentare

  • Bio Goldbrasse
    von Amerika am 13.09.2019 um 21:09
    Solange das Produkt im Regal liegen lassen, bis der Lieferant die Art der Kennzeichnung geändert hat.
    Sie werden sehen wie schnell die reagieren.