KONSUMENT.AT - Iglo Broccoli - Reaktion der Firma Iglo

Iglo Broccoli

Weit gereist

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veröffentlicht: 20.05.2020

Inhalt

Was Iglo zur Herkunft des Broccoli sagt.   

„Grundsätzlich ist es für uns unabdingbare Voraussetzung, unseren Konsumenten immer gleichbleibend hohe Qualität und das rund ums Jahr bieten zu können. Diese Qualität zeichnet den Broccoli aus Ecuador aus. Dazu ein paar Fakten:

* Bodenfruchbarkeit und – gesundheit sind in Ecuador hervorragend bzw. sogar besser als in vielen europäischen Anbaugebieten; deshalb, weil der nährstoffreiche, vulkanische Boden noch nicht so lange für den Broccoli-Anbau genutzt wird; somit ist die Nährstoffversorgung von Natur aus sehr gut; der fruchtbare Boden ist somit reich an bio-aktiven Mineralstoffen und Spurenelementen; bodenbürtige Pilzkrankheiten wie z.B. Kohlhernie, die in Europa weit verbreitet sind, sind in Ecuador unbekannt; gleichzeitig sind die angebauten Broccoli-Mengen aber auch nicht so groß, dass sie die biologische Vielfalt im Andenhochland beeinträchtigen würden .

* Die langsame Reife im kühlen Hochlandklima von 2500 – 3000 m Seehöhe mit gemäßigten Durchschnittstemperaturen bei hoher Sonneneinstrahlung (fördert auch die Antioxidantien-Bildung) ist für den Broccoli-Anbau einfach ideal.

* Der Broccoli wird – wie bei allen iglo Gemüsen üblich – zum optimalen Zeitpunkt geerntet, und zwar, wie es bei Broccoli am besten ist, von Hand – handgeschnitten und handselektiert – dann wird der Broccoli erntefrisch verarbeitet – im Prinzip genauso wie es im Marchfeld beispielsweise mit dem iglo Spinat passiert – nämlich innerhalb von kürzester Zeit, sprich wenigen Stunden, in einem Verarbeitungsbetrieb, der in unmittelbarer Nähe zu den Feldern gelegen ist.

* Falls eine Bewässerung bei einer Luftfeuchtigkeit über 70 % überhaupt nötig ist, erfolgt diese mit entsprechend sauberem Wasser. Zumeist ist ohnehin der natürliche Niederschlag ausreichend.

Weiters könnte man noch anführen, dass durch die Broccoli-Produktion in Ecuador die lokale Wirtschaft gefördert wird, ca. 12.000 Arbeitsplätze sind dadurch gesichert. Dazu kommt, dass wir in eigenen von iglo selbst durchgeführten Audits prüfen, ob gute landwirtschaftliche Praxis und entsprechende Nachhaltigkeitsmaßnahmen für 10 Indikatoren (Beginnend bei Bodenfruchtbarkeit, Vermeidung von Bodenerosion, der Einsatz von Wasser und Energie, Pflanzenschutzmaßnahmen bis hin zu sozialer Verantwortung wie z.B. das Verbot von Kinderarbeit, der Einsatz von sozial gerechten Arbeitszeiten und Löhnen) vorliegen. Und der Broccoli aus Ecuador hat bei diesen Überprüfungen immer sehr gut abgeschnitten.

Selbstverständlich ohne Ihnen vorgreifen zu wollen – aber vielleicht sagen Sie sich jetzt, dass das ja alles gut und schön ist, aber wenn nun der gute Broccoli übers weite Meer transportiert wird, kann das wohl klimatechnisch nur problematisch sein. Mit diesem Aspekt beschäftigen wir uns natürlich auch – und das seit langer Zeit. Weil unser Grundsatz ist, alles Gemüse, das wir nur irgendwie vernünftig aus dem Marchfeld beziehen können, auch tatsächlich von dort zu beziehen (leicht erkenntlich am entsprechend deutlich auf der jeweiligen Packung angebrachten Marchfeld-Hinweis; bei Gemüsen, die nicht aus dem Marchfeld bezogen werden, gibt es klarerweise diesen Hinweis nicht), haben wir auch immer wieder versucht, die örtliche Landwirtschaft zu entsprechenden Versuchen zu bewegen. Leider sprachen Anbaukonzept und Struktur der ansässigen bäuerlichen Betriebe immer dagegen.

Bleibt somit die Frage des Transports von weit her. Dazu ist anzumerken, dass es beim Transport nicht unbedingt auf die zurückgelegten Kilometer ankommt, sondern es vor allem darum geht, wie effizient dies erfolgt – also mit welchem Transportmittel und welcher Beladung – so die gängige Expertenmeinung. Dazu gibt es auch ein recht anschauliches Beispiel: Beim Transport von einem Paar Turnschuhen aus Fernost mit dem Schiff – immerhin 18.000 km – werden in etwa 350 g CO2 ausgestoßen.

Bringt man dieselben Schuhe aus dem Sportgeschäft mit dem Auto nach Hause – sagen wir 20 km – beträgt der CO2-Ausstoß bereits rund 2.500 bis rund 3.500 g je nach PKW Typ. Aufgrund der immensen Transportleistung und guter CO2-Bilanz eines Hochseeschiffes wird dieser Transport – wie er auch bei unserem erntefrisch tiefgefrorenen Broccoli aus Ecuador erfolgt – daher als sehr umweltschonend beurteilt. Dazu kommt, dass eine Transportbilanz zu erstellen, nur ein Teil einer Quantifizierung der Nachhaltigkeit von Produkten sein kann. Für eine entsprechend sinnvolle umfassende Beurteilung sind auch weitere Bewertungskriterien heranzuziehen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Informationen unsere Überlegungen bzw. die Hintergründe, die dem Einsatz von bestem iglo Broccoli aus Ecuador zu Grunde liegen verdeutlichen konnten.“

IGLO Austria GmbH
16. 4. 2020

Wir meinen: Selbst Gemüse, das bei uns und in Nachbarländern problemlos wächst, kann weit gereist sein. Achten Sie auf Herkunftsangaben auf der Packung bzw. auf dem Etikett.

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Kommentare

  • Ersetzen neuerdingt überzogene Erwartungen die objektiven Fakten?
    von Mag Zirnig am 28.02.2021 um 13:27
    Ich finde es äußerst bedenklich, wenn mit den Iglu Tiefkühlbrokkoli ein Produkt, das korrekt ausgezeichnet ist, auf der Packung keine falsche Werbeversprechen macht und nichts vortäuscht (Mogelpackung, irreführende Abbildung), einen Schmähpreis bekommt, nur weil es nicht der naiven Erwartung mancher Konsumenten entspricht, dass jedes angebotene Gemüse aus Österreich kommt, und weil das Durchlesen des Verpackungstextes offenbar zu viel verlangt ist. Wird nächstes Jahr der Vorarlberger Getränkehersteller RAUCH mit der Konsum-Ente bedacht, weil auf seinem Ananassaft nicht in Riesenlettern steht: „Ananas nicht aus Österreich“? Nähern wir uns Verhältnissen wie in Amerika, wo auf Getränkebechern steht „Kaffee/Tee kann heiß werden – Verbrühungsgefahr!“, weil der Hersteller sonst damit rechnen muss, verklagt zu werden? In diese Richtung geht jedenfalls auch der Beurteilungsmodus beim VKI-Streichwursttest Anfang 2020, wo die Chiemgauer Naturfleisch Geflügelleberwurst, obwohl mikrobiologisch völlig in Ordnung, nicht verkostet und mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet wurde, nur weil sie mit ihrer gräulichen Farbe von der Erwartung abweicht, dass jede Leberwurst rot oder braun sein muss. Damit wird der Zusatz unnötiger Farbstoffe von Konsumentenseite direkt provoziert. Eine ungute Entwicklung!