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Lebensmittel: KONSUM-Ente

Broccoli aus Ecuador

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KONSUMENT 3/2021 veröffentlicht: 24.02.2021

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Iglo Broccoli

Frischer Broccoli wird bei uns in der kalten Jahreszeit meistens aus Spanien oder Italien importiert. Gibt es im Geschäft keinen frischen, greift man schon einmal zu tiefgekühltem, etwa dem von Iglo.

Iglo Broccoli

Dies umso mehr, als der Tiefkühlgigant seine Gemüseprodukte auf der Homepage als "Erntefrisches Gemüse – natürlich aus dem Marchfeld" promotet. Auch direkt auf vielen Iglo-Gemüseprodukten findet sich dieser Herkunftsnachweis.

Auf der Broccolipackung, die ein Konsument erwarb, stand zwar nur "Erntefrisch vom Feld tiefgefroren", doch was liegt näher als die Vermutung, das Feld werde sich wohl in unseren Breiten befinden. Als der Kunde die Verpackung genauer unter die Lupe nahm, las er, dass das Gemüse aus Ecuador stammte. Auch wenn Iglo dieses Produkt formal korrekt ausgezeichnet hat, brachte dies doch so viele Konsumenten auf die Palme, dass es für den Broccoli mit großem Abstand zur KONSUM-Ente 2020 reichte.

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Wertung: 5 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Ersetzen neuerdings überzogene Erwartungen die objektiven Fakten?
    von xylitol am 01.03.2021 um 18:04
    ihre Vergleiche hinken massiv...
    immerhin wirbt IGLO äußerst tatkräftig mit erntefrischem Gemüse aus dem Marchfeld (fast in jeder Werbung), so kann der ein oder andere Konsument schon davon ausgehen, dass IGLO Gemüse aus Österreich stammt und nicht aus Ecuador...
    Immerhin gibt es auch österreichischen Brokkoli, somit eine durchaus nachvollziehbare Erwartungshaltung.

    Eine österreichische Ananas passt wohl nicht ganz so, da ich noch keine österreichischen Ananasbauern entdeckt habe....
  • Ersetzen neuerdings überzogene Erwartungen die objektiven Fakten?
    von Mag Zirnig am 28.02.2021 um 13:15
    Ich finde es äußerst bedenklich, wenn mit den Iglu Tiefkühlbrokkoli ein Produkt, das korrekt ausgezeichnet ist, auf der Packung keine falsche Werbeversprechen macht und nichts vortäuscht (Mogelpackung, irreführende Abbildung), einen Schmähpreis bekommt, nur weil es nicht der naiven Erwartung mancher Konsumenten entspricht, dass jedes angebotene Gemüse aus Österreich kommt, und weil das Durchlesen des Verpackungstextes offenbar zu viel verlangt ist. Wird nächstes Jahr der Vorarlberger Getränkehersteller RAUCH mit der Konsum-Ente bedacht, weil auf seinem Ananassaft nicht in Riesenlettern steht: „Ananas nicht aus Österreich“? Nähern wir uns Verhältnissen wie in Amerika, wo auf Getränkebechern steht „Kaffee/Tee kann heiß werden – Verbrühungsgefahr!“, weil der Hersteller sonst damit rechnen muss, verklagt zu werden? In diese Richtung geht jedenfalls auch der Beurteilungsmodus beim VKI-Streichwursttest Anfang 2020, wo die Chiemgauer Naturfleisch Geflügelleberwurst, obwohl mikrobiologisch völlig in Ordnung, nicht verkostet und mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet wurde, nur weil sie mit ihrer gräulichen Farbe von der Erwartung abweicht, dass jede Leberwurst rot oder braun sein muss. Damit wird der Zusatz unnötiger Farbstoffe von Konsumentenseite direkt provoziert. Eine ungute Entwicklung!
  • Herkunft von Lammfleisch
    von M.M.K. am 27.02.2021 um 14:30
    Ich war vor kurzem während der Woche (nicht am Samstag) beim Eier-Geflügel-Wild-Stand am Karmelitermarkt in 1020 Wien, einem der teuersten Märkte in der Stadt. Auf einer schwarzen Tafel las ich mit Kreide notiert "Lammfleisch aus der Steiermark". Auf Nachfrage beim Verkäufer stellte sich jedoch heraus, dass das in der Vitrine angebotene Lammfleisch aus Neuseeland (!!!) stammt; jenes aus der Steiermark gäbe es erst in etwa zwei Wochen wieder. Jedenfalls war nirgends zu lesen, dass dieses Lammfleisch aus Neuseeland stammt. Der Ärger mit der unrichten Herkunftsbezeichnung nimmt kein Ende, leider.
  • Kein Hinweis auf der Verpackung
    von xylitol am 25.02.2021 um 09:48
    das hängt von der Produktart ab und wann Sie das Produkt erworben haben. Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung wurde erst mit der neuen Verordnung erweitert welche erst 2020 in Kraft trat. Wenn Tiefkühlkost davor produziert worden ist und länger haltbar ist, können sich die Verpackungen dementsprechend unterscheiden.
  • Kein Hinweis auf der Verpackung
    von h3ll am 24.02.2021 um 11:43
    Ich habe das Produkt in einer anderen Verpackung zuhause. Hier ist nirgendwo ein Herkunftsort angegeben. Ist das überhaupt rechtmäßig oder wird hier geschummelt?