KONSUMENT.AT - Lebensmittel-Verschwendung: Abfälle - Supermarkt-Umfrage zur Müllvermeidung

Lebensmittel-Verschwendung: Abfälle

Was unternimmt der Handel?

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KONSUMENT 11/2021 veröffentlicht: 21.10.2021

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Die Verschwendung von Lebensmitteln beginnt bereits im Verkauf. Wir wollten wissen, was die Handelsunternehmen tun, um Abfälle zu vermeiden.

Supermarkt Gemüsetheke Backbox (Bild: Sorbis / shutterstock.com)

In den vergangenen Monaten haben wir uns damit beschäftigt, wie Konsumentinnen und Konsumenten Lebensmittelabfälle reduzieren können. Zum Abschluss unserer Serie ­blicken wir auf die Handelsunternehmen. Was tun Billa/Billa plus, denn’s, Hofer, Lidl, MPreis Penny, Spar und Unimarkt, um zu verhindern, dass Lebensmittel im Müll landen?

Alle haben sich beteiligt

Alle Anbieter geben an, dass sie sich bei der Bestellung von Lebensmitteln zunehmend am Bedarf der Kunden orientieren. Hervorgehoben wurde auch, dass auf den Ver­packungen bestimmter Lebensmittel zunehmend darauf hingewiesen werde, dass diese – unter der Voraussetzung, dass sie sensorisch einwandfrei sind – auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) problemlos konsumiert werden können.

Bestimmte Lebensmittel wie Brot und Gebäck, Obst, Gemüse und Milchprodukte würden zum Ende des MHD teilweise zu einem reduzierten Preis verkauft; nicht verkaufte, einwandfreie Ware werde vermehrt an karitative Einrichtungen bzw. Food­sharing-Initiativen abgegeben.

Die Behauptung der Anbieter, dass der Anteil an unverpackter Ware vor allem bei Obst und ­Gemüse sukzessive erhöht werde, um Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, bedarfsgerechter einzukaufen, können wir nicht bestätigen. Unsere im vergangenen Monat publizierte Erhebung zu Plastik­verpackungen bei bestimmten Gemüse­arten und Äpfeln (siehe Plastikverpackungen 10/2021 ) zeichnet ein anderes Bild. Demnach ist der Anteil an verpackter Ware in den vergan­genen zwei Jahren kaum zurückgegangen.

VKI-Fragebogen

Im Folgenden eine Auswahl an Fragen, die wir den Anbietern gestellt haben, und die Antworten darauf.

Welche Lebensmittel werden zum Ende des MHD grundsätzlich nicht vergünstigt verkauft?

denn’s: Bei Thekenfleisch, Wurst aus der Bedienung und unverpackten Artikeln wie Gebäck ist eine Rabattierung technisch nur eingeschränkt möglich. 

Penny: Fleisch der Eigenproduktion wird nicht abverkauft.

Unimarkt: Obst und Gemüse, das optisch nicht mehr in Ordnung ist.

MPreis: Ware, die das MHD bereits überschritten hat, dürfen wir aus gesetzlichen Gründen nicht mehr zum Verkauf anbieten. Kindernahrung und Wein werden grundsätzlich nicht vergünstigt verkauft. Auch Aktionsware kann nicht noch einmal rabattiert werden.

Hofer: Eier dürfen aus rechtlichen Gründen am Ende des MHD nicht mehr verkauft ­werden.

Spar: Alle Lebensmittel, bei denen dies ­gesetzlich erlaubt ist, werden vergünstigt abverkauft. Nicht abverkauft werden beispielsweise Frischfisch, Eier oder Baby-­Anfangsnahrung.

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