Bausparen, China-Importe, VW

Ihre Meinung ist uns wichtig

Seite 10 von 10

KONSUMENT 12/2015 veröffentlicht: 26.11.2015

Inhalt

Ärger mit VW Sharan

Der Auslöser meines Leserbriefes ist die aktuelle VW-Softwarekrise, die mich eigentlich nicht wundert. In diesem Konzern (und wahrscheinlich auch in anderen) wird die Entwicklung der Kfz von Leuten gesteuert, die sich nicht im Geringsten um die Bedürfnisse der Endverbraucher scheren.

Ich bin Besitzer eines älteren VW-Modells Sharan und ärgere mich schon seit Jahren über die Elektrik und Elektronik. Aufgrund eines Erlebnisses im Winter bei Schneefall mit einer defekten Lichtmaschine, in dessen Verlauf innerhalb einer halben Stunde sukzessive alle Stromfresser ausgefallen sind (Tagfahrlicht, Radio, Scheibenwischer, Heizung, Gebläse und zum Schluss auch das Gaspedal, bin ich zur Überzeugung gelangt, dass die modernen Kfz eigentlich fahrende Sicherheitsrisiken sind, mit denen man sich kaum in dünner besiedelte Gegenden wagen kann.

Ich erwähne nur kurz die anderen Gründe meines Ärgers: Wenn ich nach Entsperren nur eine der hinteren Türen öffne, geht nach 30 s die Alarmanlage an. Wenn ich mir bei der Fahrt in den Urlaub auf einem Parkplatz ein Nickerchen gönne und den Schlüssel abziehe und die Türen versperre, geht nach 30 s die Alarmanlage an. Von Zeit zu Zeit wird die Beifahrertür versperrt, alle anderen sind offen. Der Heckscheibenwischer ruckt und zuckt. Es gibt immer wieder unbegründete Fehlermeldungen, die im Fehlerspeicher abgelegt sind und dort mühsam herausgelöscht werden müssen. Die Fensterheber sind nicht vom Fahrersitz aus zu betätigen.

Meine Versuche, Unterstützung bei einer großen Fachwerkstätte zur Lösung meiner Probleme zu bekommen, scheiterten.

  • Versuch 1: Meine Bitte, man möge die verdammte Alarmanlage außer Betrieb setzen, wurde abgeschlagen mit der Begründung, dass man dem Hersteller verpflichtet sei und daran keine Änderung vorgenommen werden dürfe.
  • Versuch 2: Meine Bitte auf Zurverfügungstellung eines Schaltplanes für die Lautsprecherverkabelung in den Türen (damit ich mir die gebrochenen Kabel selber zusammenlöten kann) konnte nicht erfüllt werden, solche Pläne gibt es nicht.
  • Versuch 3: Meine Bitte, dass mir einer der Herrschaften vom Service doch die einfachen Kunstgriffe zeigen möge, mit denen sich eine defekte Scheinwerferlampe in kurzer Zeit austauschen ließe, endeten damit, dass man herumprobieren musste, wie man die Lampenhalterung   entriegelte. Auf meine Bitte hin, ob nicht er – der Servicemann – schnell die Lampe austauschen wolle, bekam ich zur Antwort, das er das nicht könne und dürfe. Wozu gehe ich dann zum Service?

Vielleicht interessiere ich mich einmal für ein russisches Auto, in dem es möglicherweise noch keine unnötige Elektronik gibt, das auch in Sibirien und der Wüste Gobi funktioniert.

G. W.
Hall

KONSUMENT-Probe-Abo