Skigebiete: Schifoan!

Kommentar von Markus Stingl

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KONSUMENT 1/2018 veröffentlicht: 21.12.2017

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Die Ticketpreise in den großen Luxus-Skigebieten steigen auch heuer wieder, für viele liegen sie wohl deutlich über der Schmerzgrenze. Jeder Einzelne hat es aber in der Hand, die kleinen, lokalen Skigebiete mit einem Skiticket zu unterstützen.

KONSUMENT-Redakteur Markus Stingl (Foto: VKI)

Ticketpreise steigen auch heuer wieder

Die Ticketpreise in Österreichs Skigebieten steigen auch heuer wieder. So weit, so erwartbar. Dass die Seilbahnbetreiber die Preise senken, damit rechnet hierzulande ohnedies niemand mehr. Die 55 Euro für eine Erwachsenen-Tageskarte – so viel muss der geneigte Skifahrer im teuersten Skigebiet, Kitzbühel, hinblättern – liegen für viele wohl schon deutlich über der Schmerzgrenze.

Grundsätzlich verwerflich ist diese Preisgestaltung nicht, denn der Erfolg gibt den Betreibern recht. Die Pisten in Kitzbühel und anderen Luxus-Skigebieten werden auch heuer voll sein. Wichtig ist allerdings, dass die Angebotsvielfalt erhalten bleibt. Es braucht auch Skigebiete, die für den Durchschnittsverdiener und für Jungfamilien leistbar sind.

Kleine Skigebiete werden immer öfter verdrängt

Nachdenklich stimmt dabei, dass, während die großen Skigebiete mit riesigen Investitionssummen klotzen, die kleinen im Verdrängungswettbewerb immer öfter unter die Räder kommen. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Am Fuße des Hauser Kaibling wurden allein 5,5 Millionen Euro in eine neue Après-Ski-Hütte investiert. Mit dieser Summe wäre der Betrieb von so manchem kleinen Skigebiet für 10 Jahre gesichert.

Zum Glück hat jeder Einzelne es in der Hand, die kleinen, lokalen Skigebiete mit einem Skiticket zu unterstützen.

 

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