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60 Jahre VKI, Amazon, Lebensdauer von Haushaltsgeräten, Technik-Lexikon ...

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KONSUMENT 2/2021 veröffentlicht: 28.01.2021

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Bastler

Bei meiner 15 Jahre alte Waschmaschine Privileg drehte sich die Trommel nicht mehr nach dem Wassereinlauf. Zuerst baute ich die Steuerungsplatine aus, es schaute aber nicht nach extra verbrannten Stellen aus. Ich fragte bei einem Hausgeräteservice persönlich nach: Der Chef, mit großer Maske, donnerte von hinten in der Werkstatt: „Test kostet 50 Euro, aber sicher sind die Kohlen hin.“

Also hab ich die Waschmaschine geöffnet – aber wie den Motor ausbauen? Im Internet gab‘s eine super Anleitung, wie man nur die Kohlen austauschen kann. Kohlenhalterung geöffnet, neue Kohlen bestellt (spottbillig), eingebaut und die Maschine läuft seitdem wieder. Ich brauchte die Maschine nicht zum Schrottplatz bringen.

Das Gegenteil sind elektrische Zahnbürsten mit eingebautem Akku, die nach Ende der Garantie kaputtgehen. Anfangs reparierte ich sie durch Akkutausch (Filigranarbeit). Seit Jahren kaufe ich diese Zahnbürsten mit Batteriebetrieb. Manche gehen vor Garantieende kaputt, manche später. Kosten nur etwa 12 Euro. Das Plastik werfe ich (leider) in den Sperrmüll, den Motor baue ich aus. Zum Basteln.

Ing. Holger P.
Birgitz

Ein besonderer Fall

Seit über 61 Jahren ist nahezu ununterbrochen ein von meinen Eltern geerbter Bauknecht-Kühlschrank in Betrieb. Aktuell ist er „nur“ mehr als Getränkekühlschrank mit Nostalgieeffekt in Verwendung. Er braucht bei 3 °C (!) mit hart gewordener Original-Dichtung ca. 100 kWh pro Jahr. Diesen hohen Verbrauch nehme ich gerne in Kauf, wenn ich bedenke, welchen Energie- und Material-Aufwand die Herstellung eines Neugerätes erfordert, was mich ein neuer Kühlschrank kosten würde und dass er dann voraussichtlich schon nach wenigen Jahren mit weiterem Aufwand fachgerecht entsorgt werden müsste.

Vor 60 Jahren war wirtschaftlicher Aufschwung trotz langlebiger Produkte möglich. Und heute? Einfach zum Nachdenken.

Gerhard S.
Breitenfurt bei Wien

Positiv-Beispiele

In Zusammenhang mit den Meldungen aus dem Leserkreis möchte ich auf folgende Produkte hinweisen: Meine EUDORA Goldkind wurde im Oktober 1981 um 8.000 Schilling (zirka 580 Euro) gekauft und gehörte zu den teureren Waschmaschinen. Nächstes Jahr wird das Goldkind 40 Jahre alt und wäscht und schleudert noch immer 2 bis 3 Mal pro Woche tadellos.

Eine weitere Seniorin ist die SIEMENS Lady Geschirrspülmaschine, die seit nunmehr 24 Jahren klaglos ihre Dienste tut. Sehr erfreulich ...

Hanna T.
E-Mail