Aktionen bei Handelsketten

Im Rabattdschungel

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KONSUMENT 9/2015 veröffentlicht: 27.08.2015

Inhalt

Wenn es um Rabatte geht, sind die heimischen Handelsketten erstaunlich einfallsreich. Aber finden die Konsumenten noch durch das Dickicht der Aktionen und Preisnachlässe?

Für den Großteil der Kunden sind die einzelnen Rabattsysteme weniger verwirrend als angenommen, stellte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut TNS Info Research Austria fest. Die meisten Befragten fanden die unterschiedlichen Angebote klar und übersichtlich und hatten auch mit der Einlösbarkeit zu bestimmten Zeitpunkten kein Problem. Viele planen ihre Einkäufe gezielt danach, wo es Rabatte gibt.

Rabatte wirken bei Kunden

Am beliebtesten sind Mengenrabatte, z.B. 2+1, Preisnachlässe auf bestimmte Produkt- bzw. Warengruppen und Rabatte für Clubmitglieder sowie Treuepunkte. Weniger gut kommen bei den Kunden Rabatte ab einem bestimmten Einkaufswert und Geschenke bzw. Angebote für Clubmitglieder an. Die wichtigste Informationsquelle für Rabattangebote ist nach wie vor das Flugblatt. Anzeigen, Fernsehwerbung und Online-Infos spielen eine untergeordnete Rolle. Und woran kommt keiner vorbei? „Friends of Merkur“, die „Rabattmarkerl“ von Spar und „satte Rabatte“ von Billa kennt fast jeder.

Hier zwei Beispiele von Billa und Interspar:

Billa satte Rabatte (Beispielwerbung)     Interspar Rabattmarkerl (Beispielwerbung)

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Kommentare

  • Rabatt-Pickerl und wöchentliche Aktionen bei MERKUR
    von shopgirl am 04.10.2018 um 14:17
    Merkur verschickt gelegentlich Rabattpickerl mit den Flugblättern an die Haushalte.
    Aus Umweltgründen (!) haben wir die Werbung abbestellt.
    Daher bekomme ich auch die Rabatt-Pickerl von Merkur nicht. In den Filialen liegen die Flugblätter auf, aber ohne diese Pickerl drin. Natürlich habe ich mich geärgert, dass gerade jetzt, da eigentlich Apps vorherrschend sind, und Merkur auch eine App mit den persönlichen Gutscheinen hat, nun gerade Merkur auf Papierpickerl umsteigt. Das habe ich der Firma mitgeteilt, worauf sie mir geschrieben haben, dass sie mir die Pickerl bei jeder Aktion mit Brief zustellen werden. Das haben sie 1x gemacht, dann kam ein Schreiben, dass ich die Pickerl dem Flugblatt entnehmen soll (!) oder mir direkt im Markt beim Marktmanager (der wird eine Freude haben) abholen soll. Ich habe dann mal die Pickerl bei der Kasse beim Bezahlen verlangt, einmal habe ich welche bekommen, einmal wurde mir gesagt, die muss ich selber mitbringen, sie dürfen keine hergeben. Der Weg zum Marktmanager war mir zu blöd. Merkur hat zwar noch andere Aktionen, aber durch diese altertümliche umweltfeindliche Rabattpickerl-Masche fühle ich mich verarscht.
    Außerdem versetzt einen das Rabatt-Pickerl-Sammeln in Stress und man weiß gar nicht mehr, wo man all diese Gutscheine und Pickerl hingeben soll, in ein herkömmliches Geldbörsel passen die alle nicht. Solche Aktionen sollten die Märkte abstellen. Persönliche Gutscheine könnten ja ohne viel Aufwand über die Kundennummer geltend gemacht werden, ohne Zettelwirtschaft.
    Daher gehe ich nun öfter zu den Diskontern und verzichte auf die speziellen Produkte, die ich früher gerne bei Merkur gekauft habe. Einzig die ausgeschriebenen wöchentlichen 25%-Aktionen nutze ich noch gelegentlich, wobei in den letzten Wochen auffällig war, dass neuerdings gerade für die Produkte, die ich eher benötige, sogenannte "Diskontpreise" angeschrieben sind, für die die 25%Aktion nicht gilt. Daher sind nun auch diese wöchentlichen 25%Aktionen uninteressant geworden.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo