KONSUMENT.AT - Amalgam-Verbot, Milch in Glasflaschen, Paketdienste, Waschtischarmaturen ... - Waschtisch-Armaturen: Preisvergleich 8/2018

Amalgam-Verbot, Milch in Glasflaschen, Paketdienste, Waschtischarmaturen ...

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KONSUMENT 10/2018 veröffentlicht: 27.09.2018

Inhalt

Auf den Schlips getreten

Da fühlen sich anscheinend manche Installateure auf den Schlips getreten! Aber in dem Artikel war ja nicht von Preisunterschieden von 30 bis 50 % die Rede, sondern von Preisen, die über dem Doppelten des Onlinepreises liegen. Das ist und bleibt „gnadenlose Abzocke“, auch wenn ein Leserbriefschreiber (Installateur) das als Frechheit empfindet.

Es ist eher eine Frechheit, dass er diesen Wucher auch noch verteidigt. Was immer vergessen wird, ist, dass auch der Onlinehandel einem die Produkte nicht schenkt, sondern selbstverständlich auch Gewinn damit macht. Zudem sind nicht alle Onlinehändler nur irgendwelche Ein-Mann-Schuppen im Niemandsland mit so gut wie keinen Betriebskosten. Sehr viele führen selber einen Betrieb mit Schauräumen etc., wie man sich leicht vergewissern kann. Es ist also eine reine Ausrede, dass der hiesige Installateurpreis einfach derart höher sein muss. Wobei bei kleinen Unterschieden die meisten das Produkt gern beim lokalen Fachhändler kaufen. Aber wenn da mal über 50 % mehr oder gar noch mehr zu bezahlen ist, akzeptieren das immer weniger Kunden.

Die Betriebe wären gut beraten, sich auf diese neuen Kunden einzustellen, denn die werden nämlich immer zahlreicher. Das Internet schafft Preistransparenz. Die Händler von Elektronikartikeln z.B. haben diese Lektion schon viel besser gelernt ...

Mag. Gerhard B.
Innsbruck

Die Industrie ist gefragt

Ist es wirklich notwendig, dass Sie die Installateure bzw. den Fachhandel so darstellen – als Wucherer und unverschämt usw.? Wir persönlich fühlen uns nicht angesprochen, da unsere Kunden fachmännisch in besten Händen sind und auch immer Preise bekommen, die vertretbar sind, und nicht so, wie Sie es beschreiben, über den Tisch gezogen werden. Hier ist die Industrie gefragt. Eigentlich braucht man den Installateur nicht als unverschämt darzustellen.

Wir kaufen die Armaturen teilweise einzeln und kommen nicht einmal mit dem Nettopreis in die Nähe von Baumarkt und Internet. Hier geht es um Verbände und ganz andere Mengen, die über Deutschland bezogen werden. Das sind dann komplett andere Preise. Da hat der einzelne Installateur von vornherein keine Chance. Solche Artikel braucht keiner, denn der schadet mehr, als er sparen hilft. Traurig genug.

Kleinheinz Installationen GmbH
Silz

Günstigere Variante

Vielen Dank für Ihren Artikel. Es könnte nicht besser passen. Mein Dusch-Brausethermostat hat scheinbar im November 2017 den Geist aufgegeben. Das hat sich aber nicht bei der Armatur geäußert, sondern im Wasserspeicher, der zu „röcheln“ begann. Der Techniker der Installateur-Firma erklärte mir, dass der Grund der Dusch-Thermostat sei. Ich bekam ein Angebot zur Installation eines neuen Thermostats um 307 €, geplante Gesamtkosten 744,72 €.

Mir kam der Preis für den Thermostat zu hoch vor, und ich hab im Internet gesucht. Dort fand ich ein Angebot um 129 €. Als ich das der Firma erklärt habe, kam die Meldung, sie könnten das nicht machen wegen der Gewährleistung. Daraufhin habe ich entschieden, eine günstigere Variante ohne Thermostat installieren zu lassen.

Christiane F.
E-Mail

Kaum ein KONSUMENT-Beitrag der letzten Zeit hat so viele Reaktionen ausgelöst wie unsere Recherche über exorbitante Preisunterschiede bei Armaturen. Angesichts des großen Interesses haben wir uns entschieden, alle Zuschriften im Volltext in unserer Online- Ausgabe zu veröffentlichen, darunter auch ausführliche Stellungnahmen der Standesvertreter: www.konsument.at/armaturen-reaktionen092018

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